Sexualkunde Reform

Sexualkunde Reform

Beitragvon Elviera » 18. September 2014, 12:54

Meinungsverschiedenheiten gibs ja immer, aber die Aussage die dahinter steht ist wohl eindeutig.


http://www.nwzonline.de/schule/streit-um-neue-sexualkunde-sexualkunde-reform-erregt-gemueter_a_18,0,1503268939.html

Offensichtlich ist nicht überall Tolleranz drin nur weils draufsteht.
So wie es sich hier wohl darstellt ist die Gesellschaft durchaus bereit Schwule, Lesben und Transsexuelle stillschweigend zu dulden.
Das aber nur aufgrund der Rechtslage, mehr aber nicht.
Mag das Gezeter entsprechender Gruppierungen auch noch so gross sein, dieser Tatsache muss man sich stellen.
Und mit der Veränderung der pol. Lage kann sich das auch blitzschnell wieder ändern, denn machen wir uns klar das es eine verordnete Tolleranz aus Staatsraision ist und keinesfalls ist es eine Tolleranz der Gesellschaft die auf Einsicht beruht.

Und nur ist dann auch wirklich drin was draufsteht

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Charon » 19. September 2014, 01:56

Tja, was soll man sagen ? Gerade bei solchen Themen gleiten Diskussionen unter sog. "Normalbürgern" sehr schnell ins Unsachliche ab und ich habe dann manchmal das Gefühl, dass die Deckschicht unserer Zivilisation nicht recht viel dicker ist als die Milchhaut auf einer Tasse heißer Schokolade. Man braucht nur ganz moderat reinzupieksen - z.B. mit so einem Thema wie dem Sexualkundeunterricht - und schon blubbert ganz häßliche, emotionsgeladene Gülle hoch.

Dabei wäre es gerade bei der Jugend immens wichtig, ihr zu zeigen, dass Toleranz ein Gebot der Vernunft und nicht des Gesetzgebers ist. Wenn man bei der Jugend mittels vernünftiger Pädagogik da schon ansetzen würde, wäre die kommende Generation vielleicht bereits in der Lage, wirklich tolerant zu sein, und zwar vollkommen unabhängig davon, ob Toleranz nun zur Zeit per Gesetz angeordnet wird oder nicht. Und das wäre der beste Nährboden, um eine Renaissance totalitärer Staatsgebilde egal welcher Coleur auf deutschem Boden zu verhindern.

Schade, wenn mit der Ablehnung eines unverkrampften, nicht von Bigotterie durchseuchten Sexualkundeunterrichts eine Chance vertan wird, die Jugend zu echter Toleranz zu erziehen.

lg,

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Elviera » 19. September 2014, 14:29

Wenn überhaupt dann kann es nur so gelingen.
Aber die Schüler beginnen sich zu wehren und zu hinterfragen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/sexualkunde-reform-in-niedersachsen-schueler-wettern-gegen-abgeordnete-a-992308.html

Sieht so aus als ob die Schüler mal wieder cleverer sind als die Lehrer.

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Charon » 20. September 2014, 01:19

.......beziehungsweise, die Schüler sind hier klüger als einige von unseren Politikern. Und vor allem: Die Jugend traut sich mal wieder aufzubegehren ! :D Da scheint wohl doch mehr Vernünftiges in den Köpfen der Schüler angekommen zu sein, als ich es bei diesem Bildungssystem für möglich gehalten habe ?

"Bertholdes-Sandrock hatte gefordert, dass man Schwule und Lesben nicht ohne Aufsicht in Klassenräume einladen dürfe." Bäh, ich will gar nicht wissen, was für krause Phantasien diese Politikerin im Kopf hatte, als ihr diese Aussage über die Lippen kam.

Was ich aber sehr schwach vom SPIEGEL finde, ist das Bild, das diesen Artikel krönt. Hier - völlig unpassend - halbnackte Ärsche auf dem CSD reinzuknallen, das ist doch Wasser auf die Mühlen von Leuten wie dieser Bertholdes-Sandrock !

lg,

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Michaela » 20. September 2014, 06:52

… oder die Schüler sind Wissbegieriger und wollen einfach ein wenig besser auf das Leben vorbereitet sein.

Anfang des Jahres gab es dieses Thema schon in B-W und nun, kurz vor der Entscheidung, kommt es nochmals zu einer Zuspitzung der Diskussion in Niedersachsen. Stein des Anstoßes dürfte wohl der Titel der Reform sein: „sexuelle Vielfalt“ – wat da so in manchem Kopp rumgeistern mag? :roll:

http://www.zeit.de/2014/06/homophobie-unterricht-sexuelle-vielfalt

Ganz allgemein sollte sich die Gegnerschaft der Reform einmal klarmachen, um welche Altersklasse es hier geht. Eben nicht um die Erstklässler, sondern um die, die sich in der Selbstfindungsphase (Pubertät) befinden. Noch immer ist es keine Selbstverständlichkeit, dass die Pubertierenden in der Familie unvoreingenommene Unterstützung zur Selbstfindung erhalten. Nach Hilfestellung im erzieherischen Bereich wird an so mancher Stelle geschrien, nun soll es eine geben – nu isset ooch nich recht?

In B-W hatten sich selbst Kirchen unterstützend für die neuen Leitlinien ausgesprochen, lehnten allerdings den Aspekt zur „sexuellen Vielfalt“ ab.

Was diese Politikerin betrifft, so denke ich, dass sie überhaupt nix bei dieser Aussage im Kopp hatte – gähnende Leere. Ihre spätere Richtigstellung ist ein weiterer Sprung ins Fettnäpfchen, denn dort stellt sie sich sogar gegen die Fundis ihrer Partei.

In der Presse kann man in fast jedem Blättchen entsprechende Bilder vom CSD zu diesem Thema finden. Das schürt das Feuer natürlich weiter an. ;)

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Charon » 21. September 2014, 01:04

Michaela hat geschrieben: Noch immer ist es keine Selbstverständlichkeit, dass die Pubertierenden in der Familie unvoreingenommene Unterstützung zur Selbstfindung erhalten.


Und man stelle sich mal vor, wie das mit der Selbstfindung und der familiären Unterstützung dabei aussieht, wenn wir Jugendliche mit Migrationshintergrund vor uns haben. f883bead

Ich meine, in etlichen Schulen haben wir bereits mehr Migrantenkinder als solche mit deutschen Wurzeln. Aber sobald ein Bundesland den Sexualkundeunterricht reformiert, dann sind dessen Inhalte für alle allgemeinbildenden Schulen in diesem Bundesland verbindlich.

Ich gehe mal stark davon aus, dass den deutschen Politikern, die sich mit dem Thema Bildung beschäftigen, die Migrantenquoten in den Schulen ihres Bundeslandes bekannt sein dürften. Daher beschleicht mich auch das Gefühl, dass nicht nur die eigene Verklemmtheit unserer Politiker dafür verantwortlich sein könnte, die Reform abzulehnen, sondern auch schlicht und ergreifend Schiss vor Stress mit den Eltern von Migrantenkindern......

Dabei wäre hier eine dicke Chance für unsere Politik, endlich mal Rückgrat zu zeigen und bei den Migranten die Spreu vom Weizen zu trennen. In Deutschland herrscht Schulpflicht, und wer auch immer glaubt sich in der Position zu befinden, dieses Gesetz ignorieren oder gar mittels Gewalt torpedieren zu können, der sollte von Anfang an die volle Härte der Justiz zu spüren bekommen, schlimmstenfalls bis zur Abschiebung ins Herkunftsland.

lg,

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Elviera » 21. September 2014, 02:36

Na ja Abschiebung ist ein hartes Wort und man sollte auch nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen
Aber wir haben Gesetze und die gelten für alle und für jeden.
Aus religiösen Gründen gibs keinen Schwimm- oder Sportunterricht, kein Schulllandheim und dergleichen?
Aber hier fängt doch Integration an, das gehört doch nun mal zu unserem Bildungssystem, und das Bildungssystem und gehört zu unserer Kultur genau so wie zu unserem Land.
Das ist nun mal so und das gilt für mich, für dich, für jeden.
Wer also in dieser Kultur klarkommen will der muss lernen!
Und genau dafür gibt es die Schulpflicht mit "allen" Fächern die in der Schule gelehrt werden.
Das alles zusammengenommen ist unsere Kultur der sich manche aber entziehen und das obwohl sie hier in dieser Kultur leben/leben wollen.


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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Charon » 21. September 2014, 02:53

Ich habe an Abschiebung auch nur bei den härtesten und auch gewalttätigen Fällen gedacht. Als Ultima Ratio quasi. Aber anfangen würde ich bereits damit, dass ich Jugendliche, die den Biologieunterricht schwänzen, mit dem Polizeiauto zurück in die Schule karren würde.

lg,

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Michaela » 21. September 2014, 09:23

Oh, oh, … Strafrechtsverfolgung bei Verletzung der Schulpflicht? Kriminalisierung?

Ja, ich habe die Worte „ignorieren“ und „Gewalt“ gelesen und wahrgenommen, ebenso die „religiösen“ oder besser die ethischen Gründe und „Migranten“. – Nur muss man auch berücksichtigen, dass es ebenso genügend Deutsche gibt, die ein „Schulvermeindendes Verhalten“ an den Tag legen.

Und wenn ich in diesem Zusammenhang das Wort „Abschiebung“ lese, dann zucke ich ordentlich zusammen.

Aber zurück zum Thema.

In gewisser Weise fühle ich mich an die 60er und 70er des vergangenen Jahrhunderts erinnert, als die Aufklärungswelle in das Schulsystem Einzug hielt. Da hatten die Eltern ebenfalls die wildesten Vorstellungen, was nun in den Schulen erfolgen würde. Angeheizt wurde dies damals durch die „Eis am Stiel“-Filmchen und durch die Presse, die mit wildesten Fotos von Gruppensex dagegen Sturm liefen. – Und? Ist das propagierte tatsächlich in die Realität eingezogen? – Nein, nur in wenigen Fällen.

Da es heute eben die Bildchen der Paradiesvögel vom CSD sind, kann ich zumindest in gewisser Weise nachvollziehen, dass Eltern entsprechende Bedenken haben, dass ihr Sohn oder ihre Tochter in dieses Metier abgleiten und sich somit an den Rand der Gesellschaft begeben. Klar, der Hang zum Exzessiven ist durchaus gegeben, jedoch halte ich die Mehrheit der jungen Menschen für reif genug, um eine eigene Entscheidung zu treffen.

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Elviera » 21. September 2014, 10:16

Kriminalisieren ist ebenfalls ein hartes Wort und ich sagte auch nicht das ich diese Massnahmen nur bei Migrantenkindern für angebracht halte.
Sagte ich doch es gilt für Dich für mich, für jeden!

Und wenn der Schutzmann einen Schulschwänzer aufgreift, mit dem Finger droht, ihn mit der gewichtigen Mine eines Staatsdieners aufschreibt, ihn dann über die Pflichten die er als Schüler dem Gesetz gegenüber hat erinnert um ihn letztendlich dann zur Schule zu karren wo er beim Sekretariat abgeliefert wird dann würde ich nicht von Kriminalisierung reden, sondern von einer erzieherischen Massnahme.
Das Gleiche gilt für den nicht strafmündigen Ladendieb der im Polizeiauto nach Hause gebracht wird nachdem man ihm auf der Polizeiwache mal gezeigt hat wie eine Zelle von innen aussieht und darauf hinweisst das er das nächste Mal vielleicht eingesperrrt werden könnte und als Erwachsener dort garantiert landen würde wenn er so weitermacht.

Die Vermittlung von von kulturellen Werten beginnt ja meisst viel früher, und wenn man mal drüber nachdenkt wie viele Keinigkeiten das sind die aber bei manchen nicht wirksam werden weil da z.B. Sprachbarrieren sind?

Das hier kennt jeder, damit ist auch jeder aufgewachsen. schon mal drüber nachgedacht wie schön dort ethische und kulturelle Werte an Kinder im Vorschulalter vermittelt werden?
http://www.youtube.com/watch?v=V4izb_2_yec So was und vieles Andere entfällt bei manchen Kindern in unserer Gersellschaft und zwar ersatzlos, denn den Nassradin Hodscha ( wenn man so will ne Art türkischer Kasper) gibt es bei uns nicht oder sehr selten.
http://www.youtube.com/watch?v=vIH2zgWc7FM
Mal ehrlich jetze wer kennt den überhauüpt?
Wie wenig man doch von dieser Kultur die seit ´Jahrzehnten hier leben weiss nöch?
Davon ab dass Nassradin Hodscha eben teilweise andere kulturelle Werte vermittelt.
Und nicht das nun jemand auf die Idee kommt es läge nur am Kasperletheater. Es ist nur ein Beispiel von vielen.

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Charon » 21. September 2014, 13:48

Auch ich habe in keinster Weise gefordert, dass Maßnahmen gegen Schulschwänzer nur für Migrantenkinder gelten sollen, wo kämen wir da hin ! Also bitte hier nicht jemandem ne rechte Gesinnung unter die Weste jubeln.

Nur muss man hier auch bedenken, was es denn alles für Gründe fürs Schwänzen geben kann und eine Maßnahme finden, die bei möglichst vielen Fällen greift. Schwänzen kann auch z.B. durch Schulangst verursacht werden, d.h. das Kind geht morgens pünktlich aus dem Haus, aber taucht ohne Wissen der Eltern nicht in der Schule auf. Hier würde es ev. sogar genügen, wenn die Schule die Eltern erst mal per Brief oder Anruf über die Fehlstunden informiert, bevor man ne Polizeistreife ins Spiel bringt.

Bei Schwänzen aus religiösen bzw. ideologischen Gründen bringt so ein Brief an die Eltern i.d.R. gar nichts, da man bei diesen Fällen davon ausgehen muss, dass das Schwänzen nicht selten von den (ebenfalls religiösen) Eltern unterstützt wird bzw. die Eltern schon längst wissen, dass ihr Kind Sport - und Biologiestunden schwänzt. Und wo die Eltern entscheidende erzieherische Maßnahmen nicht übernehmen können oder übernehmen wollen, da sollten die Behörden schon aktiv werden.....von daher halte ich da die Polizeieskorte zum Rektor der Schule für angebracht.

Nur kann ich eben nicht hergehen und sagen: "Deutsche Kinder schwänzen aufgrund von Schulangst, Migrantenkinder aus religiösen bzw. kulturellen Gründen. Also für deutsche Schwänzer nur Brief an die Eltern, für Migranten hingegen Polizeistreife". Das wäre schlicht und ergreifend sachlich falsch, simplifizierend und wäre in der Tat Diskriminierung aufgrund der Herkunft, also ein absolutes No Go.

Aber man sollte eben ein Mittel finden, mit dem man möglichst viele Schwänzer erreicht. Daher lieber "Schutzmann für alle" als "Papiertiger für alle".

lg,

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Bianca » 21. September 2014, 21:30

Elternräte an Gymnasien protestieren bereits, die CDU lehnt solche Pläne entschieden ab.


Moin,

gegen was eigentlich?? Und warum??? Wie krank ist die Menschheit,das gegen völlig natürliches demonstriert wird?Das ist doch wie eine Demo gegen den Lauf der Sonne,Naturgesetze lassen sich nun mal nicht ändern.

deshalb viele homosexuelle Schülerinnen und Schüler – aber auch Lehrkräfte – Angst haben, sich in der Schule zu outen“

Ist es nicht traurig daß es ein Outing überhaupt gibt? Und wozu? Kein Mensch fragt danach,ob der neue Kollege,Mitschüler oder Vereinskamerad hetero ist,es wird vorrausgesetzt!!! Könnte es nicht in allen anderen Varianten der menschl. Sexualität auch so sein??

Sorry wenn ich hier in eure Diskussion reinplatze und meinem Ärger gerade Luft mache.Aber ich hatte heute neben diesem Artikel mal wieder ein wenig aufbauendes Gespräch mit meiner Mom.Da brachte dieser Artikel das Faß mal wieder zum überlaufen.Ging ja lange genug gut.

Ist auf jeden Fall noch ein weiter Weg,bis die Idealziele,wie ich sie oben formuliert habe,erreicht sind.Wir,also die Generation 50+ wird das wohl nicht mehr erleben.

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Da hast du völlig recht!!

LG Bianca
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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Charon » 22. September 2014, 00:37

@ Bianca: Nur keine Sorge, Bianca. Mal Dampf abzulassen ist was ganz Menschliches, wir sind ja nunmal keine Maschinen. Und besser, man läßt hier im Forum mal Dampf ab als Kollegen, Freunden oder Verwandten an die Gurgel zu gehen. ;) Außerdem läßt du den Dampf ja recht zivilisiert ab, denn du hast hier definitiv niemanden persönlich angegriffen bzw. beleidigt.

lg,

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Elviera » 22. September 2014, 01:34

@ Bianca,
Andere incl. mir lassen auch mal Dampf ab das ist doch auch völlig in Ordnung.

Aber um Deine Frage wie krank die Menschen in ihren Köpfen doch sind dass sie schmudelphantasien entwickeln sobald sie Ts hören mal aufzugreifen möchte ich vorschlagen Minkas Beitrag in diesem Strang mal zu lesen:
http://t-stammtisch-oberhausen-forum.forenworld.at/viewtopic.php?f=14&t=1090
Und da bin ich mir dann nicht mehr so sicher ob die Menschen krank sind die so was fordern.
Denn wenn man berücksichtigt was für schräge Vögel, mit ebenso schrägen Lebenskonzepten und mit Forderungen die man nur als irrwitzig betrachten kann um dann in unser aller Namen an die Öffentlichkeit gehen, dann ist es nicht verwunderlich das die Leute denken was sie denken.
Statt mehr Tolleranz erreichen sie mit ihren bisherigen Konzepten, die in der Szene wohl gut kommen, bei dem Bürger aber nur das genaue Gegenteil.
Vielleicht kapiert das mal einer!
An solchen Dingen wie dieser Elternforderung sieht man es nämlich in aller Deutlichkeit.
Und wie ich bereits sagte: Die Botschaft ist klar, von Tolleranz und Verständnis ist man in der Mitte der Gesellschaft weiter entfernt denn je!

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Re: Sexualkunde Reform

Beitragvon Charon » 22. September 2014, 01:55

Und viele der "Aufklärer" unter uns brauchen noch nicht mal einen Satz zu sagen, denn die sind schon allein aufgrund ihres Kleidungsstils bei der Zuhörerschaft unten durch. Ohne Selbstkritik wird das nichts mit mehr Toleranz !

lg,

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