25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Elviera » 9. November 2014, 02:28

https://www.youtube.com/watch?v=kUheTVZTPNI

Dem ist nichts hinzuzufügen ausser vielleicht eine Lehrstunde in Politik und Diplomatie gemäss Machiavelli die Wolf Biermann vielleicht hätte gut gebrauchen können.
Der hätte das wohl ganz anders gemacht.
Aber sein Auftritt dürfte trotzdem seine Wirkung nicht verfehlen, denn dafür gibts nämlich das www und Youtube. :lol: :lol: :lol: :mrgreen:
Allerdings wars auch kein Meistersück ausgerechnet Wolf Biermann aufgrund dieses Anlasses einzuladen, zumal ja bekannt ist das die Linke die Nachfolgepartei der SED ist, und er alleine gegeben dadurch in den heiligen Hallen der Demokratie viele bekannte Gesichter sehen würde.
Gesichter mit denen er, und viele Andere auch noch einige Rechnungen offen haben.
Ein kurzer Moment nur wars, wo es sich rächte mit dieser Vergangenheit nicht wirklich aufgeräumt zu haben.
Und nicht dass man was aus den Umständen die sich nach 1945 ergeben haben gelernt hätte.
Blos gut das die Jugend von Heute kein sonderliches politisches Bewusstsein hat, denn sonst hätten wir längst wieder ein 1968.

Chronologisch würds ja passen.

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Bianca » 9. November 2014, 11:15

Moin,

nun,wer Wolf Biermann einlädt,(wer hat die eigentlich ausgesprochen? Ein Schelm,wer dabei Böses denkt...) muß ja wohl damit rechnen,daß der seinen Auftritt zu so einem Statement nutzt. Ich fand das jedenfalls gar nicht ma so verkehrt.

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Charon » 10. November 2014, 00:44

Vor dem Biermann-Auftritt gabs ja bereits eine andere Attacke gegen die Linkspartei, und zwar auch von hoher Stelle, und auch von einer Person, die aufgrund der eigenen Biographie noch ein Hühnchen mit den alten SED-Nasen zu rupfen hat:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 00583.html

Aber nun ja, ganz klar hat die Linkspartei da diverse Fehler gemacht und sich nicht von DDR-Altlasten in Gestalt von Ex-Stasi- und SED-Nasen freigestrampelt, und genau damit liefert sie jetzt der GroKo ne Steilvorlage zu deren Machterhaltung, welche die GroKo anläßlich des Mauerfall-Jubiläums auch auszunutzen wusste. Und nicht nur dieses Jubiläum, sondern auch die wohl wieder gestiegene Russlandfeindlichkeit in der Bevölkerung anläßlich des "neuen kalten Krieges" spielt da der GroKo in die Hände, war doch die alte DDR-Elite der Busenfreund Russlands.

Der Unterschied zur Situation nach 1945 ist aber, dass die Altnazis ja an der Macht blieben, während die Linkspartei mit ihren Altstalinisten in der Partei nach dem Mauerfall im Vergleich zu den Altnazis ja nur noch ein kümmerliches Dasein als kleine Partei geführt hat, die primär die Interessen von Randgruppen vertritt. Niemals aber war sie auch nur ansatzweise in einer Position, irgendwie die Macht zu ergreifen. Wäre ein groß Welle machen gegen die Linkspartei seitens der Jugend (analog zu 68) da nicht ein Schießen mit Kanonen auf Spatzen ? Es macht m.E. schon einen riesen Unterschied, ob unkoschere alte Eliten wieder an der Macht sind, oder ob sie ein Nischendasein führen.

Mir ist auch beim Betrachten des Biermann-Auftritts aufgefallen, dass sich in den Reihen der Linken auch etliche junge Gesichter befinden und sich die älteren Semester eigentlich bereits in der Minderheit befinden. Und mit den Jüngeren kann Biermann rein alterstechnisch keine persönliche Rechnung mehr offen haben. Warum haben die Jüngeren sich also nicht gewehrt, als Biermann ihnen Stalinismus ans Knie nagelte ? Hasenfüßigkeit oder doch ein schlechtes Gewissen, weil ihnen die mangelhaften" Aufräumarbeiten" seitens ihrer Partei sehr wohl bewußt sind ?

Leider muss man sich auch Folgendes vor Augen führen: Mit der letzten Bundestagswahl haben wir ja "die Demokratie abgewählt", d.h. es existiert nur noch ne Mini-Opposition. Und was mache ich als GroKo-Einheitspartei, wenn ich schon so viel Macht habe ? Ganz richtig, ich sehe zu, wie ich die restlichen kleinen Fliegenschisse, die noch gegen mich sind, möglichst elegant plattmache, damit ich vollkommen allein an der Macht bin. Und dieser Biermann-Auftritt wirkte auf mich schon wie eine inszenierte politische Schmierenkomödie der GroKo zu deren Machterhalt.

Und Biermann selbst ? Der ist m.E. eine gute Seele mit Rückgrat, aber wohl leider etwas naiv und noch immer zu sehr beherrscht bzw. traumatisiert von seiner eigenen Vergangenheit. Das Rad der Geschichte hat sich aber inzwischen bereits weitergedreht und ich weiss nicht, ob Herrn Biermann überhaupt bewußt geworden ist, dass er sich hier vor den Machterhalts-Karren einer neuen (diesmal eben wirtschaftsdiktatorischen) Einheitspartei hat spannen lassen ? Das kann doch nicht im Sinne Biermanns sein !

lg,

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Charon » 13. November 2014, 00:58

Die zweite Partei innerhalb der Mini-Opposition sind ja bekanntlich die Grünen. Auch die haben wohl noch Altlasten aus jener Zeit, in der sie noch mit langen Haaren, Schafwollpullover und Biolatschen an die Öffentlichkeit gingen. Und auch sie haben anscheinend bezüglich dieser Altlasten - analog zur Linkspartei - zu wenig Aufräumarbeit geleistet. Und genau dies wird ihnen jetzt um die Ohren gehauen. Bei den Linken isses die Stasi-Verstrickung, bei den Grünen hingegen ein Thema südlich des Bauchnabels:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 02381.html

lg,

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Elviera » 13. November 2014, 01:47

Also ich weiss auch nicht welcher Teufel die Grünen damals geritten hat.

Die Beführwortung von Pädophilie ist ja nun völlig untragbar und noch unverständlicher ist es mir dass sie nicht schon lä#ngst auf Gegenkurs gegangen sind.
Letztlich bringt so was doch wohl kaum Sympatien ein und geschweige denn Wähler.
Was mich aber doch verwunder ist dass man ihnen nicht längst einen Strick darus gedreht hat. Wäre es enspechend ausgeschlachtet worden so würde seit Jahren schon niemand mehr über die Grünen reden.
Man hätte nur mal die Blödzeitung darauf ansetzen müssen, die hätten das schon erledigt.
Die haben nämlich in der Vergangenheit schon ganz andere politische Kaliber fertig gemacht.

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Charon » 13. November 2014, 02:17

Elviera hat geschrieben:Was mich aber doch verwunder ist dass man ihnen nicht längst einen Strick darus gedreht hat.


Genau das frage ich mich auch. Da ich aber nicht so gerne an zufällige Koinzidenz glaube, muss es wohl irgendeinen Grund geben, warum dieser Schmuddelkram ausgerechnet jetzt ans Tageslicht befördert wurde........

lg,

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Bianca » 13. November 2014, 11:02

Charon hat geschrieben:warum dieser Schmuddelkram ausgerechnet jetzt ans Tageslicht befördert wurde........


Moin,

ob da ein Plan hinter steckt? Wenn,dann nur der,die Merkelsche Monarchie zu festigen... oder es geht mal wieder um persönliche Profilierungssucht.

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Elviera » 13. November 2014, 12:50

Ich denke auch nicht dass es in der Politik Zufälle gibt und was auch immer dahinter stecken mag, wir werdens vermutlich nie erfahren. Was aber auch noch zu bemerken wäre ist, dass da schon Leute aus viel nichtigeren Gründen gfertig gemacht worden sind, denken wir hier nur die Kässmann die mit leicht erhöhtem Alkoholpegel am Steuer erwischt worden ist. Nicht dass sie völlig betrunken war. sondern der Alkoholpegel war in der Höhe dass unter normalen Umständen dafür niemand ein Fenster aufgemacht hätte.
Es sei man hat Feinde- mächtige Feinde, Feinde die in der Lage sind einen gewissen Einfuiss auf die Presse auszuüben.

Oder was war mit Wulf?
Der hatte sich lediglich mit falschern Freundes umgeben schon fielen alle Türen zu und nix ging mehr.
Letzteres verstehe ich noch, denn in solchen Fällen werden Dinge in Kreise getragen, oft oder meisstens sogar unbeabsichtigt, die Diese Kreise nix angehen und zu ihrem Vorteil ausnutzen könnten. Ein solcher Verrat geschieht ja meissst unbeabsichtigt und ohne das das Opfer es bemerkt denn Leute die so was machen sind in diesen Dingen verdammt clever.
Alleine das Risiko rechtfertigt eine solche Massnahme, trotzdem hätte man wie bei den Grünen grosszügig sein können. Doch so ein Bundespräsidentemjob ist ne Vertrauensposition und da sollte man schon darauf achten dass man nicht die falschen Freunde hat weil man sonst nämlich sofort jede Vertrauenswürdigkeit verliert.

Darüber hinaus hat er sich auch noch ein paar Kröten bei denen geliehen und hat sich dadurch erpressbar gemacht. Aber Letzteres hatte bei der ganzen Wulf Kampagne doch ne eher nebensächliche Rolle, so jedenfalls mein Eindruck.

Wie ich schon sagte, man hätte grosszügig sein können, w ar man aber nicht beim Wulf, und ich glaube das war auch gut so!
Trotzdem denke ich ging es nicht nur darum, da war noch ein Rattenschwanz hinten dran von dem wir nichts wissen- wissen sollen, Vielleicht hätte man ihn viel eher rausk omplimentieren sollen?

Aber wie auch immer, warum man die Steilvorlage welche die Grünen da geliefert haben nicht genutzt worden ist, das würde mich schon interessieren.
Pädophilie ist nun mal ein starkes Stück und noch dazu ein gesellschaftliches Reizthema worauf so gut wie jeder sofort anspringt.

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Bianca » 13. November 2014, 18:16

Elviera hat geschrieben:ging es nicht nur darum, da war noch ein Rattenschwanz hinten dran von dem wir nichts wissen- wissen sollen, Vielleicht hätte man ihn viel eher rausk omplimentieren sollen?


Moin,

das sehe ich auch so. Wahrscheinlich ging es auch darum,die Merkelsche Regierung zu destabilisieren. Hat man ja mit der Berufung von Gauck ins höchste Staatsamt auch erst versucht. Nur,mittlerweile agieren die ja ganz gut zusammen. Siehe die Äußerungen Gaucks zu den Linken...http://www.taz.de/!148753/
Politik kann ja so spannend sein...wenn man nicht zu den Opfern gehört,hihi..

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Re: 25 Jahre Mauerfall Wolf Biermann im Bundestag

Beitragvon Elviera » 13. November 2014, 18:47

Richtig, solange man nicht zu den Opfern gehört.
Aber ein Opfer ist man schneller als man denkt, und das gilt nicht nur in der Politik sondern im Lebensalltag ist es genau so,
denn sehr oft ist man wegen so was kaltgestellt. So was passiert wohl jedem mal im laufe seines Lebens, und immer wenn man sich fragt ob das nicht hätte auch anders laufen könnnen dann steckt genau so was dahinter.
Und wenn man bemerkt das man kaltgestellt ist dann geht es ja noch.
Doch manchmal ist man aber kaltgestellt, alle wissen es nur man selber nicht, und man jagt z.B. einer Karriere nach die es ganrantiert niemals geben wird-.
Beruflich ist das gar nicht so selten, denn warum sollte man auch jemandem sagen das bei einer Firma für ihn alles gelaufen ist?
Man lässt die Leute lieber in dem Glauben dass sie noch was werden können damit sie auch weiterhin hochmotiviert arbeiten, am besten sogar immer in dem Glauben sie stünden kurz vor dem Durchbruch. Aber ausser dem Ruhestand wird es keinen Umbruch mehr geben.

Deshalb sollte man sich seine Freunde immer klug und weise auswählen.
Kaltgestellte Leute sollte man jedenfalls Weiträumig meiden, denn zu schnell hat man alleine deshalb plötzlich auch die Arschkarte in der Hand ist also gleich mit kaltgestellt und steht zu allem Überfluss auch noch unter Beobachtung wobei man dann nur noch auf einen geeigneten Anlass wartet um entsprenchend zu reagieren , nur dass man das im Lebensaölltag nicht so verschleiern muss wie bei Wulf der er eine öffentliche Person war. Im Alltag ist man da wesentlich weniger zimperlich. Aber im Prinzip ist es genau so.
Freilkich wenns einem sowieso egal ist weil man kurz vor der Kündigung oder dem Ruhestand steht dann isses ja wirklich egal.
Aber solange man noch was zu verlieren hat sollte man immer umsichtig sein.

Lebensalltag ist spannend ja da stimme ich zu.

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