Burka Verbot in Europa/De

Burka Verbot in Europa/De

Beitragvon Elviera » 22. Oktober 2010, 11:26

Burka-Verbot in Europa/DE ?


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Charon
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Anmeldungsdatum: 21.01.2010
Beiträge: 263
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Verfasst am: 07 Feb 2010 2:20 Titel: Burka-Verbot in Europa/DE ?

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Hi All,

ihr habt es ja sicher aus den Medien mitbekommen: Die Franzosen verweigern einem Muslim die Einbürgerung, weil er seine Frau zwingt, eine Burka zu tragen. Dieser Fall hat den seit langem schwelenden Konflikt über ein Verbot der Burka in Europa wieder angefacht:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 88,00.html


Die europäischen Länder sind sich da noch recht uneins. Die Briten z.B. wollen die Burka nach dem Motto "leben und leben lassen" tolerieren, die Franzosen sehen das eher kritischer. Und DE hat sich bis jetzt nur recht vage geäußert.

Nun, für mich ist die Burka nicht Symbol einer Religion oder gar nur ein Kleidungsstück aus einem anderen Kulturraum, sondern Ausdruck des islamischen Fundamentalismus, denn nicht "die Muslimas" tragen die Burka, sondern nur die Fundamentalisten.

Nun ist islamischer Fundamentalismus nicht nur einfach eine religiöse Anschauung, sondern enthält auch klare politische Aussagen, unter anderem z.B. die Aufhebung der Trennung von Religion und Staat ("Gottesstaat") und verstößt allein damit schon gegen die Grundordnung jedes demokratischen europäischen Landes. Für DE betrachtet ist das Tragen der Burka im Endeffekt das Zeigen eines verfassungsfeindlichen Symbols. In DE ist es ja z.B. auch völlig zu Recht verboten, SS-Uniformen oder Hakenkreuzbinden zu tragen, da dies eben auch verfassungsfeindliche Symbole sind. Dasselbe sollte auch für die Burka gelten!

Klar haben wir Religionsfreiheit, aber unter deren Deckmantel sollte keine offensichtlich demokratiefeindliche und menschenverachtende steinzeitliche Weltanschauung toleriert werden. Islamischer Fundamentalismus ist eine faschistoide Gesinnung und keine Religion!

Was die strafrechtliche Verfolgung angeht, würde ich nicht die eh schon genug gequälten burkatragenden Frauen belangen, sondern auf die Ehemänner, Väter etc. zugehen und die strafrechtlich in die Pflicht nehmen, denn die sind wohl eher als die Träger der Anschauung zu betrachten, die Frau ist nur das nach außen sichtbare Symbol für den Fundamentalismus. Und ich glaube auch denjenigen muslimischen Frauen nicht so recht, die behaupten, sie hätten aus freien Stücken die Burka angelegt. Wenn man genug Gehirnwäsche ausgesetzt war und von der eigenen Familie mit Gewalt bis hin zum Mord bedroht wird, sagt man alles....sogar dass Schweine fliegen können.

Ich habe im Rahmen mehrjähriger ehrenamtlicher Arbeit für "Pro Asyl" viele Frauen gesehen, die eben in DE angekommen den religiösen Fesseln ihrer Väter und Ehemänner entkommen wollten und eine Integration in DE wollten. Aber mir ist nicht eine einzige Frau begegnet, die mir glaubhaft versichern konnte, sie trage freiwillig Schleier. Ähnliche Erfahrungen habe ich während meines Lebens im "Multi-Kulti-Land" NL bei Kontakten mit Muslimen gemacht.

Wie steht ihr zum Burka-Verbot?

lg,

Charon
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broken_mad
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Anmeldungsdatum: 27.01.2010
Beiträge: 36
Wohnort: Köln

Verfasst am: 07 Feb 2010 10:26 Titel:

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hallo charon,

also ich denke mir grundsätzlich auch; leben und leben lassen....

nur finde ich, dass das ausmaße annimmt, die ich nicht ganz nachvollziehen kann...

ich hatte vor drei jahren mal urlaub in der türkei gemacht und da ich nicht der typische tourist bin, hab ich mich auch mal ein bißchen weiter raus aus der touristenmetropole getraut.
meine freundin im schlepptau (blond, feminin, geschminkt).
wir wollten uns ne moschee angucken... wir hatten nicht mal den hauch einer chance (obwohl wir beide lange hosen getragen hatten) da rein zu kommen. und man bedenke; wir wollten nur gucken.
und bei uns bauen sie eine moschee nach der anderen...

ich denke, dass es viele moslemische frauen gibt, die in deutschland eingebürgert werden wollen und auch den deutschen lebensstil leben wollen. das scheitert meistens eben an ehemännern, brüdern oder vätern.
und wie du eben schön geschrieben hast... mit genug gehirnwäsche können schweine auch irgendwann fliegen.

ich denke, dass das ein fass ohne boden ist; wenn keine klaren grenzen gezogen werden, wird das irgendwann überhand nehmen und man kommt sich als deutscher im eigenen land bald wie ein ausländer vor.
hier bei uns in köln; die multi-kulti-stadt schlechthin, gibts ein paar viertel (was ich ja am anfang, als wir hierher gezogen sind nicht gewusst haben), da findet man kaum deutsche.
da hab ich öfter mal gedacht, na bin ich wieder in istanbul oder noch in köln-chorweiler...

es ist gut, dass es hier auch ausländer gibt, keine frage, aber ich finde es schlimm, dass wir teilweise unsere kultur, unsere einstellung und unsere gesamte überzeugung ändern sollten, nur weil eine frau eine burka tragen muss oder will...

ein kleines beispiel; ich arbeite in der krankenpflege, wir haben eine türkische kollegin, die diese burka auch während der arbeit trägt... die alten damen und herren sehen das nicht so gerne...mit der begründung... wenn wir in die türkei kommen, müssen wir uns anpassen und das gleiche gilt auch hier...

so...meine kleine bescheidene meinung

lg
jonas

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Goldmarie
Stammuser


Anmeldungsdatum: 22.01.2010
Beiträge: 448
Wohnort: Oberhausen

Verfasst am: 07 Feb 2010 17:53 Titel:

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Aus persönlicher Erfahrung kann ich leider nichts dazu sagen, in meinem Bekanntenkreis gibt es keine Burka-Trägerinnen, nicht einmal Kopftuch-Trägerinnen. Ich habe überhaupt erst einmal eine Burka-Trägerin gesehen, das war in Essen in der Fußgängerzone.

Eine Meinung habe ich trotzdem. Ich finde es einfach unnatürlich, sich derart zu verschleiern, dass man gar nicht mehr erkannt werden kann. Aber ob man es verbieten sollte? Wenn eine Frau sich total verhüllen WILL, denke ich, gibt es keinen Grund, das zu verbieten. Aber wie meine Vorredner schon andeuteten, trifft so ein Verbot die Falschen. Aber wie soll man die verantwortlichen Männer juristisch zu packen kriegen? Ich sehe da keine Möglichkeit. Die werden bestreiten, dass sie ihre Frauen und Töchter dazu zwingen und sich hinter ihrer Religion verstecken. Und die "brainwashed" Frauen werden das natürlich bestätigen.

Auch wenn ein Verbot in sicherheitsrelevanten Bereichen eigentlich am Thema vorbeigeht, halte ich es dennoch für die einzige Möglichkeit, die der Gesetzgaber hat. Integration werden wir nicht mit gesetzgeberischen Mitteln erzwingen können, die muss auf ganz anderen Ebenen angegangen werden. Aber das ist nicht minder schwer.

LG Maria
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Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Machmal muss man sogar vom Wege abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben.

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Charon
Stammuser


Anmeldungsdatum: 21.01.2010
Beiträge: 263
Wohnort: Bayern

Verfasst am: 08 Feb 2010 2:03 Titel:

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Nun ich denke schon, dass bei einem Verbot die betroffenen Personen zu einem Umdenken gezwungen werden! So weitermachen wie bisher ist da nicht mehr drin. Leider vermag ich nicht zu prophezeihen, wie dieses Umdenken in der Praxis dann aussehen würde. Und ich glaube wirklich, dass es manche Fundis wirklich zum Lachen bringt, dass Europa da so ein zahnloser Tiger ist und quasi alles zulässt. Und mit "Good Will" und Integrationsangeboten erreicht man die Fundis nicht, sondern nur die gemässigten Muslime.

In einer niederländischen Stadt habe ich sogar mal eine Gruppe vollbärtiger Männer und scheu im Hintergrund die dazugehörigen burkaverhüllten Frauen gesehen, die einen Stand aufgebaut hatten (ähnlich einer politischen Partei) und dreist europafeindliche Hetzblätter an die Passanten verteilt haben. Würden Nazis sowas machen, wäre der Stand glücklicherweise schnell weg, aber bei den Muslim-Fundis, da schaut man betreten weg und lässt sie machen.

Ich halte das Burka-Verbot auch deswegen für eine gar keine so miese Idee, weil es eben nicht pauschal "die Muslime" angreift und verurteilt (wie z.B. das schwachsinnige Minarett-Verbot in der Schweiz), sondern eben gezielt nur gegen Fundamentalisten gerichtet ist, denn gemässigte Muslimas tragen keine Burka. Und ich habe in NL genügend gemässigte Muslime kennengelernt, die sowas sogar begrüssen würden, da sie selbst mit den Fundis nichts am Hut haben. Diese Menschen waren übrigens sogar transfreundlich. Ich bin mit Sicherheit nicht komplett islamophob, aber ich bin ein Gegner fundamentalistischer Ideologien.

Jonas Gedanken sind auch sehr interessant. Ja es stimmt, dass muslimische Länder Anpassung an ihre Sitten von Ausländern erwarten, und Ausländer sollten auch Respekt vor der Kultur ihres Gastlandes zeigen, und zwar auch, wenn sie nur Touristen sind. Aber manche muslimischen Länder gehen da schon sehr weit, z.B. darf in Saudi Arabien keine Frau (d.h. auch keine Nicht-Muslima) ohne einen männlichen Begleiter einreisen! Und versuch mal in nem muslimischen Land ne Kirche zu bauen

In Europa gibts hingegen Moscheen und dies soll meiner Meinung nach auch so bleiben. Europa soll sich nicht auf das selbe Niveau in punkto Intoleranz hinabbegeben wie viele muslimischen Länder, sondern da eine Vorbildfunktion übernehmen. Niemand soll am friedlichen Beten gehindert werden, aber die verfassungsfeindliche Denke der extremistischen Burka-Fraktion sollte nicht toleriert werden, das ist Toleranz am falschen Ende.

lg,

Charon
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Elviera
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Anmeldungsdatum: 17.10.2009
Beiträge: 654


Verfasst am: 08 Feb 2010 2:10 Titel:

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Und vor allen Dingen fordere ich islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen in deutscher Sprache, und zwar von Lehrern die in Deutschland darin ausgebildet worden sind.
Oder wollen wir das auch weiterhin manchen Fundamentalisten in manchen Koranschulen überlassen?
Denen wiederum könnte man mit einer Ganztagesschule erheblich in die Suppe spucken.
Das bring die Kinder nicht nur von der Strasse weg, sondern es wird dafür gesorgt das auch die Hausaufgaben gemacht werden, und zwar nicht nur die, welche der religiösen/ethischen Formung dienen.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
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