Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Michaela » 7. Juni 2014, 21:49

Es ist zwar schon ein wenig spezieller: http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 3776.html#

Letztlich geht es aber doch um ein "Nein". ;)

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Charon » 8. Juni 2014, 01:35

Alle Männer unter Generalverdacht stellen und entweder als grenzdebile Primaten oder gleich als potentielle Sittenstrolche ansehen und deshalb zwangsweise in so ne Art "präventive Therapie" stecken ? Sowas macht man sonst nur mit Kinderschändern, und selbst bei denen isses nicht Pflicht. Erinnert mich ja fast schon an die Ansicht der radikalen Feministinnen, alle Männer seien Vergewaltiger in spe. Sexistische Vorurteile, dass einem speiübel wird.

Irgendwie kennt der Feminismus zur Zeit mal wieder gar keine Grenzen. Hoffentlich wehren sich die Männer gegen diese pauschale Verdächtigung. Und parallel dazu würde den Frauen mal ein Kursus nicht schaden, in dem es um echte Emanzipation geht.

lg,

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Elviera » 8. Juni 2014, 02:37

Trotzdem frage ich mich aber manchmal schon was manche Männer sich so denken und was für ein Frauenbild sie im Kopf haben wenn sie ihre Anmache von der billigsten Sorte loslassen.

Wenn man ne Seite im Netz stehen hat dann bekommt man schon mal die seltsamsten Anfragen, Originelle, weniger Originelle oder einfach nur Blöde, aber manchmal schon Dreiste und Unverschämte wo ein weinig Freundlichkeit gleich so interpretiert wird wie es garantiert nicht gemeint war. Einfach nur darum weil man Freundlich ist. Und wenn man dann nicht sofort die Bremse anzieht? Nun ja die Zudringlichkeit wird immer mehr zunehmen.
Der Generalverdacht ist mit Sicherheit nicht angebracht, aber wenn ich ne Zuschrift von nem Transenjäger erhalte dann genügt ein freundliches "durch die Blume" nicht, das wird nicht verstanden, das wollen sie nicht verstehen.
Erst wenn man ganz direkt, besser noch ein wenig unhöflich wird kapieren, vielmehr akzeptieren sie es notgedrungener Weise wohl. Das sie es kapieren glaube ich eher nicht, denn so wie sie sich manchmal präsentieren halten sie sich vermutlich für völlig unwiderstehliche Frauenversteher.
Aber wie schon gesagt, es gibt Solche und Solche, aber bei denen die zu den Solchen zählen habe ich manchmal noch einen ganz anderen Verdacht. ;-)
Und trotzdem haben sie nichts anderes im Kopf und versuchen es auch weiterhin sobald man sich auch nur im Ansatz darauf einlässt, und sei es nur um zu helfen so gut man kann.
Man muss ihnen schon verbal ins Kreuz treten dass sie es kapieren.

Komisch, aber bei Anfragen von Frauen, Bio sowie auch Tf habe ich so was noch nie erlebt, und das obwohl da auch schon öfter mal eigentlich ganz andere Interessen dahintersteckten.

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Charon » 8. Juni 2014, 02:52

Transenjäger ? Das ist ein ganz anderer Fall. :lol: :lol: Bei denen denke ich, dass sie schwul sein könnten, aber ein Riesenproblem damit haben. Und unterdrückte HS kann zu üblen Auswüchsen führen, sogar unter Nazis findet man Schwule, die ihre sexuelle Orientierung nicht akzeptieren wollen bzw. können.

Frauen, die einer Transe ein unmoralisches Angebot machen, haben diese Unterdrückungs-Problematik nicht, da ist der Flirt daher ehrlicher und unverkrampfter. ;)

lg,

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Elviera » 8. Juni 2014, 03:06

Nöö. ähnliches Balzverhalten habe ich bei Männern im Laufe meines Lebens schon oft erlebt und zwar in den unterschiedlichsten Lebensbereichen und Sozialisationen. Nicht immer- aber eben oft. Sehr oft sogar.
Im Yacht oder Tennisclub genau so wie in der Stehbierhalle des Duisburger HBF.
Als Schattenläufer die wir Ts ja sind, und daher eher selten ins Sonnenlicht treten wenn der Tanz der Geschlechter losgeht, weil wir uns dann ja zu sehr auf die Rolle unseres biologischen Geschlechtes einlassen müssten, steht man ja immer ein wenig aussen vor.
Meisst als Beobachter und man kann sich dann meisst auch nicht wirklich damit anfreunden was da geschieht.
Vielleicht bin ich deshalb auch ein wenig zu kritisch?
Jedenfalls ist mein Eindruck das viele Frauen solch ein Verhalten von einem auch zu erwarten scheinen und es auch billigen solange gewisse Grenzen nicht überschritten werden.
Nur sieht es für mich so aus als ob die Grenzen geschlechtsspezifisch höher oder niedriger angesetzt sind????

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Michaela » 8. Juni 2014, 08:21

Hmmm … Ja und Nein.

JA: Es könnte um einen verstärkten Feminismus gehen und die geschlechtsspezifischen Grenzen sind in unterschiedlicher Höhe angesetzt.

NEIN: Es darf nicht zu einem Generalverdacht kommen.

Solche und solche gibt es bei beiden Geschlechtern. In beiden Fällen führte ein freundlicher Hinweis auf eine Grenzüberschreitung nicht zum Erfolg. Klar, ich will meine Wirkung besser kennenlernen und mein Flirtverhalten bewusster wahrnehmen, um daran arbeiten zu können. Wenn jedoch das einfache Herunternehmen der streichelnden Hand vom Arm oder Schenkel nicht ausreicht, es im Gegenteil sogar dazu führt, dass einem noch näher auf die Pelle gerückt wird? Der noch immer freundliche Hinweis „Du bist jetzt doch ein wenig zu Nahe.“ ignoriert wird und eher dazu führt, dass der Arm um einen gelegt oder gar – trotz Zurückweichens - in einer Umarmung endet? :shock: – Wenn erst die krasseren Sprüche wie „Angucken ja, anfassen nein!“ oder „Bis hierher, und nicht weiter!“ zum Erfolg führen und der andere dann sogar gänzlich entschwindet?

Es ist für beide Seiten enttäuschend. :(

Warum das freundliche oder hübsch verpackte „Nein“ nicht verstanden wird, nicht verstanden werden will? – Ich weiß es nicht. Dass es eher von Frauen aufgenommen wird, liegt vermutlich in der stärker ausgeprägten Empathie, genau kann ich es aber auch nicht sagen.

Elviera hat geschrieben:Als Schattenläufer die wir Ts ja sind, und daher eher selten ins Sonnenlicht treten wenn der Tanz der Geschlechter losgeht, weil wir uns dann ja zu sehr auf die Rolle unseres biologischen Geschlechtes einlassen müssten, steht man ja immer ein wenig aussen vor.


Hier kann ich nur dazu aufrufen: Heraus aus dem Schatten und lasst Euch auf euer Geschlecht ein! Es gehört mit zum Alltagstest. – Sicher, es sagt sich sehr einfach und ich hatte selbst sehr lange damit gehadert. Aber es ist schön.

Elviera hat geschrieben:Vielleicht bin ich deshalb auch ein wenig zu kritisch?


Glaub ich nicht! Wir kennen beide Seiten – egal, ob nun TM oder TF – und das führt zu einer differenzierteren Sichtweise.

Insgesamt glaube ich, dass wir alle lernen sollten besser hinzuhören, oder anders gesagt: Öfter mal aufzumerken, wenn ein anderer etwas von sich gibt.

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Elviera » 8. Juni 2014, 11:12

Hallo Michaela,
normalerweise ist es doch immer so das der Körperkontakt nicht der erste Schritt des Balzverhalten ist sodern im weiteren Verlauf den Abends irgendwann zustande kommt.
Und dieser Körperkontakt ist nicht sofort derart eindeutig wie die Hand ausfs Bein, sondern doch eher diskreter und auch unverfänglicher.
Ich glaube dazu kommt es im Normalfall auch nur wenn man es versäumt hat schon in der Stufe davor zu signalisieren das man nicht interessiert ist bzw. man es zwar signalisert hat es aber ignoriert bzw. nicht verstanden worden ist worden ist.

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Michaela » 9. Juni 2014, 06:16

Hallo Elviera,

ist es wirklich so? Diskret und Unverfänglich kann diese Gesellschaft doch gar nicht mehr. Was meinst Du, wie schnell man heute die Hand aufm Arm oder aufm Schenkel zu liegen hat, wenn man die Einladung zu einem Kaffe oder ähnlich harmlosen Getränken annimmt?

Verbales Vorgeplänkel – Vergiss es! Das ist inzwischen fast schon so selten wie nen Sechser im Lotto.

Ob ich mich in den falschen Kreisen bewege und aufhalte? – Mag sein. Dennoch mag ich nicht eine dieser Erfahrungen missen.

Nach meinen – auch früheren – Erfahrungen ist diskreter Körperkontakt in nicht wenigen Fällen der Startschuss zum Flirten. Es gibt da einige Beispiele zu, nur stellt sich mir die Frage, ob wir hier eine Nachhilfestunde in Sachen Flirtverhalten geben wollen?

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Elviera » 9. Juni 2014, 10:55

Nachhilfe beim Flirten? Warum eigentlich nicht?
Ausserdem wäre das nicht das erste Mal das wir das hier machen.
Und wenn ich das so lese was Du schreibst ist es Offensichtlich ja so das kaum noch jemand in der Lage ist sich einer Frau auf kultivierter Art zu nähern.
Aber fängt es da nicht schon bei dem eigenen Verhalten und den Signalen die man damit aussendet an?
Eines ist klar, nämlich das wenn eine Frau sich von einem Kerl ( möglicherweise noch wildfremd ) zu irgendwas einladen lässt? Ich denke das ist schon ein ziemlich eindeutiges Signal und die Hand auf dem Schenkel die natürliche Folge.

Konstruieren wir folgende Situation denn genau hier fängt das Geplänkel nämlich schon an, nicht erst mit der Hand auf dem Schenkel
Alleinreisender Mann sitzt im Zug einer offensichtlich alleinreisender und völlig unbekannter Frau gegenüber.
Alleinreiseder Mann ist Kontaktwillig und von der alleinreisenden Frau weiss er es natürlich nicht aber eine gewisse Kontaktbereitschaft von Seiten der Frau wäre grundsätzlich anzunehmen, das signalisiert sie ggf. schon bedarf aber einer genaueren Prüfung wenns dann später bei der Hand auf dem Schenkel keine Ohrlaschen Hageln soll.

Also lautet die Frage:
Woran erkennt der Mann in diesem Falle das die von der Frau ausgesendeten Signale auch richtig interpretiert hat?

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Michaela » 9. Juni 2014, 14:44

Zunächst einmal: Entweder entspricht es eher dem aktuellen Zeitgeist (schnell, schneller, noch schneller) oder es liegt doch an dieser hektischen Stadt, was sie schon immer war. Freizügiger war sie auch schon immer, das habe ich jedenfalls in verschiedenen Biographien von mehr oder minder bekannten Persönlichkeiten Berlins gelesen.

Und was die eigenen Signale betrifft: Ist es wirklich so verwerflich, die Einladung eines wildfremden Kerls zu einem Kaffe anzunehmen, weil man sich ein wenig übers Wetter unterhalten möchte, er jedoch nur das eine im Sinn hat? Bisher habe ich dies noch immer frühzeitig erkannt, jedoch ist es nur sehr selten an der Nasenspitze zu erkennen.

Ich nutze jedenfalls die Möglichkeiten, die sich durch die weibliche Emanzipation ergeben haben. Eventuell kommt es auch zu einer gefährlichen Mixtur, denn ich hab nun mal das Herz am rechten Fleck und wenn Schnatterinchen erst mal in Fahrt gekommen ist … :roll: - Ick bin nun mal een Berlina Jör mit Herz und Schnauze. :P

Andererseits bin ich hoffnungslose Romantikerin :shock: und da wünsche ich mir dann doch schon mal einen ordentlichen Kavalier „alter“ Schule. Wie ich feststellen durfte, gibt es diese Spezies auch noch. 8-)

Deshalb sei hier noch ergänzt: Meine bisherigen Ausführungen sollten weder ein Beschwerden, noch ein Beklagen sein.

Elviera hat geschrieben:Woran erkennt der Mann in diesem Falle das die von der Frau ausgesendeten Signale auch richtig interpretiert hat?


Die längere Inaugenscheinnahme, als die sonst übliche Sekunde, ist ein Signal zur Kontaktaufnahme, kommt ein sehr dezentes Lächeln hinzu, dann darf die Konversation ruhig ein wenig länger dauern. – Nicht mehr und nicht weniger.

Wird noch zusätzlich der Lippenstift und die Brauen nachgezogen, sollte die Konversation tiefer gehen, so dass die Grenzen ausgelotet werden können. Eine Ohrlasche ist relativ ausgeschlossen.

Legt sie an den Augen und beim Rouge nach und richtet dann noch die Kleidung …

Auf die Auswertung bin ich jetzt mal gespannt.
_______________________________________

Aber: Darf eine Frau nicht einfach, schlicht und ergreifend ein lebensfroher Mensch sein? Muss sie immer noch auf die Signale achten, die sie von sich gibt und somit einen Teil ihrer Lebensfreude verbergen? Warum wird z. B. meine Freude über die im Brunnen oder im Sand badenden Vögel als Aufforderung gesehen, um an meinem Tisch ohne weitere Bemerkung Platz zu nehmen, obwohl ich den Typ nicht mal wahrgenommen habe? Der Hinweis, dass dieser Platz besetzt sei wird ebenso übergangen, wie die durchaus lautstarke Bemerkung, dass er sich Rüpelhaft benehme (an den Nachbartischen wurde aufgemerkt).

Bei solchen Vorkommnissen frage ich mich ernsthaft, welches Bild der Frau in so manchem Männerkopf noch immer vorhanden sein muss: Das hypnotisierte Kaninchen vor der Schlange oder das arme kleine Hascherl, das noch immer vor Scham dahin schmilzt, nur weil es von einem Mann angesprochen wird.

Aber gut – wie war doch gleich der erste Satz im Artikel: „Ein erregter Mann braucht einfach Sex, da kann er nichts gegen tun.“ – Doch: Sein Gehirn einschalten! – Nur warum tun es die wenigsten? Tritt da doch ne Sperre ein?

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Elviera » 15. Juni 2014, 01:34

Hallo Michaela,
es beginnt noch früher, denn wenn Du mal darauf achtest dann wirst Du feststellen das die von mir beschriebene Situation wo ein Alleinreisender Mann und eine alleinreisende Frau eher selten in einem Abteil sitzen.
Sitzt ein Mann alleine in einem Abteil, bzw. in der S-Bahn, da kann man es besser beobachten, und es steigt eine Frau zu so wird diese sich meisst nur zu dem Mann setzten wenns gar nicht anders geht. Sie wird zunächst nach einer Sitzbucht schauen wo Frauen sitzen oder wo es wenigstens gemischt ist. Ist so eine Sitzbucht nicht in Sicht so wird sie es bei einer kurzen Strecke vorziehen stehen zu bleiben. Männer bei alleinsitzenden Frauen sind da wesentlich unbedarfter, aber die Situation ist doch ein wenig anders denn sie kommen ja hinzu und die Frau hat so gesehen ältere Rechte, und deshalb funktioniert es zumeisst in dieser Reihenfolge nicht.
Ist schon komisch, aber genau hier fängt es an. Eine Frau setzt sich zu einem alleinreisenden Mann und unbewusst wird er es sehr oft wenn nicht sogar meisst als Flirtangebot auffassen und die Gelegenheit natürlich ergreifen wenn er in entsprechender Laune ist.
Beobachte es doch mal genau, Du benutzt ja Öffentliche. Und wenns sich ergibt dann probier es doch mal aus, setz Dich doch mal zu alleinreisenden Männern und schau was passiert.

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Re: Welchen Teil von "Nein" haben Sie nicht verstanden?

Beitragvon Michaela » 15. Juni 2014, 07:19

Hallo Elviera,

nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen in den Öffis passiert da heutzutage … nix! Zumindest sehr selten und wenn doch, dann auch nur, wenn Frau sehr weiblich gekleidet ist. Selbst dann passiert in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle lediglich eine kurze Musterung. Eher selten dauert diese länger als ein, zwei Sekunden und dann wird sich wieder dem Handy, E-Book oder PC gewidmet. – Über einen Fall hatte ich ja im Winter berichtet, wo mir ein Handschuh runtergefallen ist.

So ist es zumindest hier in B., wo U- und S-Bahnen immer mehr mit den langen Sitzreihen ausgestattet werden. Die 4-er-Abteile in den S-Bahnen, die noch in der Mehrheit vorhanden sind, sind auch sehr offen. Die ganz alten Abteile, wo die Rückenlehnen sehr hoch angesetzt waren, boten wohl eher ein wenig mehr Intimsphäre, so dass das, was Du beschreibst eher möglich war.

Andererseits muss ich Dir zustimmen, dass wir bei vollen Sitzmöglichkeiten eher bei Frauengruppen oder gemischten Gruppen einen Platz suchen (war schon früher so) und bei kurzen Strecken lieber stehen, als sich bei den Herren der Schöpfung einen Platz zu erobern.

So is dat hier mit den Öffis und selbst auf meinen längeren Reisen war es nicht viel anders. In den neuen, modernen und schnellen Zügen, die ich bevorzuge, is nix mit kleineren Abteilen, da sitzt du dann im Großraumabteil, wo sich dein(e) Nachbar(in) ebenfalls eher mit dem Handy, PC, E-Book oder herkömmlichen Buch beschäftigt.

Aber verlassen wir doch mal die Öffis.

Fast immer bin ich allein Unterwegs. Wie ist es da mit dem Besuch vom Restaurant, Kaffee, Eisdiele, Bar oder gar einer Strandbar unter Tage? Und wie ist es beim Besuch selbiger Institutionen am Abend? Schließen wir am Abend noch einen gepflegten Irish-Pub und eine Cocktailbar mit ein.

Sicher ist eines: In allen Fällen suche ich Kontakt, ansonsten sollte ich lieber zu Hause bleiben. – Jedoch gibt es sicherlich bestimmte Unterschiede? :?

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