Love Parade 2010

Love Parade 2010

Beitragvon Elviera » 23. Oktober 2010, 12:15

Love Parade- Also so was....

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Elviera
Site Admin


Anmeldungsdatum: 17.10.2009
Beiträge: 655


Verfasst am: 28 Jul 2010 13:04 Titel: Love Parade- Also so was....

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.... soll man dann auch noch ernst nehmen?

http://www.rp-online.de/panorama/deutsc ... 86203.html

L.G. Elviera
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Rinkitink
Stammuser


Anmeldungsdatum: 21.01.2010
Beiträge: 41

Verfasst am: 28 Jul 2010 13:39 Titel:

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auch wenn ich mich hier jetzt etwas unbeliebt mache:

ich kann die meinung der dame in gewisser weise verstehen. in erster linie kommt mein verständnis dafür aus meiner eigenen haltung/angst, denn ich habe eine große skepsis gegenüber großen menschenmengen. allerdings bin ich nicht so ein kirchenheini, dass ich jetzt von sodom und gomorrha sprechen würde. dass hinter so einer veranstaltung mehr steckt als liebe & idealismus, das sehe ich auch so.

andererseits sind solche veranstaltungen ein teil unserer derzeitigen kultur und kommerzielle interessen sind immer dabei. und die loveparade wie sie stattgefunden hat, wurde verantwortungslos unterschätzt.
allein wenn man sich die besucherzahlen der letzten jahre angeguckt hat, dann ist mir unverständlich, wie so blauäugig geplant werden konnte
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Loveparade#Geschichte

was auch immer, es wird noch viel zank geben

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Elviera
Site Admin


Anmeldungsdatum: 17.10.2009
Beiträge: 655


Verfasst am: 28 Jul 2010 14:18 Titel:

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Letzteres allerdings, die Veranstalter haben laut Aussage vom Sa. mit etwa 500 000 Besuchern gerechnet, und es ist mir völlig unbegreiflich wie man von einer solchen Zahl ausgehen konnte, wo doch die Besucherzahlen der Veranstaltungen in der Vergangenheit immer so um die 1,5 Millionen oder mehr lagen wenn ich mich recht entsinne.
Warum zum Henker ist man davon ausgegangen dass es diesesmal mehr als die Hälfte weniger sein würden?

Und tun wir nicht so als ob bei anderen Massenveranstaltungen nicht auch gesoffen oder was eingeschmissen werden würde.
Denken wir nur mal an die Cranger Kirmes, das Schützenfest in Oberkassel oder an die Oberhausener Happy-Cadaverkirmes.
Ganz zu schweigen was los ist wenn Hooligans nach dem Fussball übelgelaunt und alkoholisiert durch die Stadt toben, und die Bullerei sie ebenfalls kanalisieren muss und direkt vom Bahnhof zum Stadion, und wieder zurück durch ein Polizistenspalier gehen lässt, damit der Schaden den sie anrichten wenigstens in einigermassen vertretbaren Grenzen bleibt.
Das alles ist nun mal Bestandteil unserer Kultur, hacken wir also nicht auf den Ravern herrum, das gibts auch an vielen anderen Orten.

Allerdings eines ist schon richtig, wenn man solche Veranstaltungen besucht kann man unter die Räder kommen.
Aber das bezieht sich nicht nur auf die Parade.
Auf jeder Kirmes gibt es Schlägerreien und wenn man versehentlich in den Strom der Fussballfans gerät,, dann wird man in den Zug gesetzt und auf direktem Wege entweder ins Stadion, oder nach dem Spiel aus der Stadt befördert. Egal ob man aussieht wie ein Hooligan, normaler Fan ist oder gar nichts damit zu tun hat.
Man ist dazwischengeraten und damit ist jede Diskussion ist zwecklos.
Gehst Du unter die Räuber, dann vergiss die Räder nicht. Das sollte man schon bedenken.
Nur das es so dramatisch werden würde, damit hat je keiner gerechnet. Und das ist ja glücklicherweise auch nicht die Regel bei Massenveranstaltungen, selbst dann nicht, wenn sie schlecht organisiert sind.
Normalerweise gibbet im schlimmsten Falle ordentlich wat auffet Mäppken, und gut is`.
Aber ich muss zugeben dass ich grössere Menschenansammlungen auch eher vermeide, was aber mehr damit zusammenhängt das mein Geschmack ein anderer ist als der der meissten Menschen.
Es gibt mir halt nichts was für mich von Belang oder wenigstens von Interesse wäre.
Und für nichts und wieder nichts setze ich mich einer solchen Strapaze nicht aus.
Und es ist zweifellos eine Strapaze wenn sich die Massen da irgendwo durchschieben.

Übrigens Duisburg ist Pleite und steht unter der Finanzverwaltung der Landeshauptstadt.
Und die haben ganz klar gesagt, dass es für die Parade keine öffendlichen Gelder geben würde.
Und bis vor 3 Wochen war es noch nicht einmal sicher, ob sie überhaupt stattfinden könne, weil man noch nicht genug Sponsoren gefunden hatte.

L. G. Elviera
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Goldmarie
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Anmeldungsdatum: 22.01.2010
Beiträge: 448
Wohnort: Oberhausen

Verfasst am: 28 Jul 2010 14:51 Titel:

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Ich teile Deine Meinung durchaus, Henrik, aber was die gute Frau Herman da von sicht gibt, ist schon großer Quark. Alleine dass sie die 68-er verantwortlich macht ... Hallo? Die Love-Parade entstand über 20 Jahre später, das ist fast eine ganze Generation. Und sie war erst auch klein und politisch motiviert, der Kommerz kam noch viel später.

Und Duisburg 2010? Das ist nun ein ganz besonderer Fall, da ist ja so ziemlich alles falsch gemacht worden, was man falsch manchen kann. Die WAZ berichtet seit Montag über fast nichts anderes mehr, hat ein eigenes Rechercheteam gebildet, das die Hintergründe aufklären soll. Das Schlimmste in meinen Augen ist, dass Polizei und Feuerwehr eindringlich vor den Gefahren gewarnt haben und hinterher behauptet wird, die Polizei hätte versagt. *koppklatsch*

Ach ja, eins ist vielleicht noch schlimmer: Das Gelände fasst in Wirklichkeit nur 220000 Besucher. Die vorgeschriebe Breite von Fluchtwegen beträgt hierfür insgesamt 440 m. Auf Drängen des Veranstalters Lopavent wurden diese 440 m auf 115 m runtergerechnet. Der Panikforscher Michael Schreckenberg als "Experte" gab, ohne die Örtlichkeiten überhaupt gesehen zu haben, seinen Segen dazu, weil ein ehemaliger Schüler von ihm ein Simulatiosprogramm geschrieben hatte, das ihm "plausibel erschien". Mein Gott, so viel Naivität gibt's doch gar nicht! Und das alles nur, weil das Prestigeobjekt gegen alle Vernunft durchgedrückt werden musste!

Nein, die Raver tragen am allerwenigsten Schuld. Jetzt zu sagen "die wussten doch, worauf sie sich einlassen" ist einfach nur pervers!

LG Maria
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Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Machmal muss man sogar vom Wege abkommen, um nicht auf der Strecke zu bleiben.
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