Mit Elektroschocks gegen Trans und Homosexualität

Mit Elektroschocks gegen Trans und Homosexualität

Beitragvon Elviera » 9. August 2016, 01:30

http://www.queer.de/detail.php?article_id=26782

Nicht das ich von Queer was anderes erwartet hätte als dass sie suggerieren das es sich um Elektrofolter mit Hochspannung handeln würde.
Abber minigens 100 000, das passt dann auch so richtig in ihr Konzept.

Es handelt sich hierbei um sie sog. Aversionstherapie die übrigens auch bei Nikotinsucht angewand wurde.
Es war die Aufgabe des Klienten vor einem übervollen Aschenbescher zu sitzend dabei kette zu rauchen und ein Gespräch über Tabak im allgemeinen und besonderen zu führen.
Bei einer positiven Bemerkung geschah nichts weiter aber bei negantiven Bemerkungen wie etwa die Verteidigung des Suchtverhaltens, oder bei jedem Zug an der Zigarette gabs einen, wie Quer sagen würde, Stromstoss.
Tatsächlich aber gabs nur ein leichtes Kribbeln an der Stelle wo die Elektrode angesetzt war, und im Grunde wars nichts weiter als eine der vielen behavioristischen Therapiemethoden und positiver bzw negativer Verstärkung. Und man mags mir glauben, es tut nicht weh.
Ürigens hatte man damit recht beachtliche wenn auch nur vorübergehende Erfolge.
Warum Trans- und Homosexualität überhaupt als Therapiebedürftig galt? Bedenken wir die Zeit, es waren stafbare Delikte, und man hatte nur sehr wenige Möglichkeiten es auszuleben. Und von daher baute sich noch ein ganz anderer Leidensdruck auf als wir das kennen.

Aslo mir kommt es so vor das hier die Aversionstherapie mit der Ekt ( Elektrokrampftherapie) verwechselt wird die es aber seit es die Narkose gibt nur unter Vollnarkose verabreicht wird.
Wollts nur mal richtig stellen, ich mags nämlich gar nicht wenn man den Leuten Angst macht. Besonders aber nicht in Psychobereichen weil viele Leute sich auch so schon scheuen sich die Hilfe zu holen die sie bräuchten.
Und das nur weil viele Schauermärchen von Leuten verbreitet werden die keine Ahnung haben wovon sie überhaupt reden.

Sorry liebe Leute, aber so was ärgert mich!

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
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Re: Mit Elektroschocks gegen Trans und Homosexualität

Beitragvon Goldmarie » 9. August 2016, 18:09

Ja, Schauermärchen gibt es zuhauf und die ist man ja auch bereit zu glauben, wenn man keine Ahnung hat.

An dieser Stelle denke ich mal dankbar an meine Frau, die ja Sozialarbeit studiert und eine Fortbildung zur Kinder- und Jugendlichen-Therapeutin gemacht hat. Von ihr habe ich eine Menge gesundes Halbwissen übernommen. Und sie hat mich 1990 massiv gedrängt, eine Psychotherapie zu beginnen. Hätte ich das nicht gemacht, wer weiß, wo ich gelandet wäre, zumindest hätte sich meine Geschichte um weitere Jahre verzögert. Kann aber auch gut sein, dass ich im Suff geendet hätte.

LG
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Re: Mit Elektroschocks gegen Trans und Homosexualität

Beitragvon Charon » 12. August 2016, 02:00

Hm.....die reißerische Überschrift lässt auf den ersten Blick vermuten, dass hier die Aversionstherapie mit der EKT verwechselt wird. Im Artikel selbst wird aber eindeutig die Aversionstherapie beschrieben, d.h. es liegt eigentlich keine Verwechslung vor. Nur ist die Überschrift auch sachlich falsch, denn da wird nichts mittels Strom geheilt, sondern der Strom dient ja nur als negativer Stimulus im Rahmen eines psychologischen Verfahrens. Man will hier also eher in Bildzeitungsniveau etwas dramatisieren ? Mag sein.....

Nun ja, die Aversionstherapie. Dass hier grundsätzlich nur eher sanfte Reize wie z.B. ein leichtes Kribbeln Verwendung finden, das kann ich so nicht stehen lassen. Man denke z.B. an die Behandlung mit Antabus bei Alkoholabhängigen. Auch das ist Aversionstherapie, aber ich bezeichne heftige Übelkeit und sich die Seele rauskotzen als die ganz grobe Kelle, d.h. hier finden ganz sicher keine leichten Reize Anwendung. Und meines Wissens wird die Antabus-Therapie sogar noch in einigen EU-Ländern durchgeführt.

Auch steht in dem Artikel, dass es sich hier um eine historische Behandlungsmethode handelt, die heutzutage keiner mehr bei HS uns TS anwendet. Wir reden hier also über die Zeit vor der Psychiatriereform. Und ich weiß nicht so recht.....ich will ganz sicher nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass zu jenen Zeiten, als selbst die Lobotomie noch gängige Praxis war, nicht auch elektrische Stimuli bei der Aversionstherapie Verwendung fanden, die weit mehr als nur ein Kribbeln erzeugt haben und die man deshalb getrost als "Elektroschocks" bezeichnen könnte. Was hier Klarheit schaffen würde, das wären knallharte Zahlen in Form von Stromstärke, Spannung und Dauer der damals verwendeten Reize. Sowas müsste sicherlich in alten Dokumenten zu finden sein wenn man ein bisschen recherchiert, aber das haben die Autoren versäumt. Und nur mit Hilfe dieser Zahlen könnte man genauere Angaben machen, ob hier nur ein Kribbeln oder signifikanter Schmerz zu verspüren ist. Aber wie gesagt, ich traue der Zeit vor der Psychiatriereform so einiges zu !

lg,

Charon
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