Geht's noch diskriminierender?

Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Michaela » 17. August 2013, 10:22

http://www.taz.de/!118496/

Einmal ein Beispiel, wie Jornalisten und Fotografen mit uns umgehen und so die "Angsübertragung" schüren. - Wir brauchen uns also nicht zu wundern, dass Feindlichkeit Programm ist.

Zum Fotografen: Ein Name ist Programm. :twisted:

Was am ärgerlichsten ist: in einem anderen Fall wurde durchaus objetiv berichtet (Transmädchen in Berlin).

Ich hoffe nur, dass die benannte Person keinen Spießrutenlauf geerntet hat.

Gruß
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Re: Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Elviera » 17. August 2013, 13:49

Hallo Michaela,
Ich sehe da noch andere Probleme, da kommts dann auf ein paar geschmacklose Fotos auch nicht mehr an.
Was meinst Du wohl- wie die- wie heisst es so schön dort? Die "Alten Knacker von der CSU" diesen Artikel finden in dem sie als Solche bezeichnet werden?

Das wars dann wohl für diese Tf in diesen Kreisen, und für viele andere Lebensbereiche viell. gleich mit denn die "Alten Knacker von der CSU" haben meisst nicht gerade geringen gesellschaftlichen Einfluss.
Und wenn die Tf das gar nicht gesagt hat, sondern der Journalist es da rein figuliert hat weils gut kommt? Ob das noch jemanden interessiert?

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Re: Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Charon » 17. August 2013, 13:52

Das Foto ist wirklich unter aller Kanone, schlimmer gehts nimmer. :x

Vor Allem in diesem Fall, in dem es ja gar nicht um eine schräge Kampftranse geht, die ständig die Regenbogen-Barrikaden hochgeht. Das was die TF so von sich gibt ist ja gar nicht so übel, denn es ist nunmal ne Tatsache, dass ich auch als Transmensch konservativ sein und CSU-Mitglied sein kann. Eine Tatsache übrigens, die viel zu wenige unter den Betroffenen behirnen, und die deswegen immer wieder mal auf den Tisch müsste. Aber trotzdem sollte man als Transe nicht an die Öffentlichkeit, wenn man wirklich so ein beschaulich-konservatives Leben führen will......der Artikel dürfte das Leben der TF als CSU-Mitglied wahrscheinlich beenden.

Deswegen ist dieses tuntige Foto an dieser Stelle ja so ein Unding, da es den Inhalt des Artikels ins Lächerliche zieht und ad Absurdum führt !

lg,

Charon

P.S. Das mit den "alten Knackern" hat ja laut Artikel nicht die TF gesagt, sondern deren Tochter. Ob man der Tochter das verzeiht, weil sie vielleicht noch im Sturm-und Drang-Alter ist ?
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Re: Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Michaela » 17. August 2013, 14:39

Elviera hat geschrieben:Ich sehe da noch andere Probleme, ...


Hab ich auch gesehen, aber ich hege eben doch noch ein wenig "Gute Hoffnung" - vermutlich jedoch umsonst.

Den "Aufmacher" find ich eben für uns allgemein schon extrem Heftig. Wenn solche "Revolverartikel" ggf. wieder Oberhand gewinnen, dann ist die Frage "Ob das noch jemanden interessiert?" mehr als berechtigt - nicht nur bei denen, die an die Öffentlichkeit gehen, sondern auch bei denen, die glauben, sich schon eine neue soziale Postition erarbeitet zu haben.

Charon hat geschrieben:Das mit den "alten Knackern" hat ja laut Artikel nicht die TF gesagt, sondern deren Tochter. Ob man der Tochter das verzeiht, weil sie vielleicht noch im Sturm-und Drang-Alter ist ?


Meinst Du, dass dies ein Rolle spielt, bei diesem Artikel? Schließlich: irgendwoher muss das Töchterchen die Ansicht, Meinungsbildung ja her haben. ;) Otto-Normalverbraucher ist mit ziemlicher Bestimmtheit egal, wer was gesagt hat oder auch nicht. Der sieht nur die nackte Aussage im Zusammenhang mit der Transe - und schon sind wir wieder die "Bekloppten". whis_beisstischkante8kt 09

Angeblich sollte auch am folgenden Wochende ein Interview geführt werden - was ist daraus geworden? Warum ist dieses nicht im Netz zu finden? Steht da noch mehr "Stoff" drin, ist es der Redaktion zu heiß geworden oder hat sich diese an objektivere Berichte erinnert? Sind eventuell Konsequenzen angedroht oder gar durchsetzt worden?

LG Michaela
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Re: Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Charon » 17. August 2013, 19:13

Michaela hat geschrieben:
Meinst Du, dass dies ein Rolle spielt, bei diesem Artikel? Schließlich: irgendwoher muss das Töchterchen die Ansicht, Meinungsbildung ja her haben. ;)


Sehe ich auch so. Die Tochter hat sich erst mal gesagt "Blut ist dicker als Wasser" und hat ihre "Väterin" mit dem "Alte-Knacker-Spruch" verteidigt. Die CSU sieht das aber sicher ganz anders, nämlich so: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm........

Da wird auch die Tochter wohl mit Konsequenzen seitens der Partei zu rechnen haben, denn sie ist ja auch Mitglied. Und spätestens dann wird ihr ein Lichtlein aufgehen und sie wird kapieren, was da gelaufen ist, dann isses aber wahrscheinlich schon zu spät. Sie wird ihrer "Väterin" definitiv Vorwürfe machen, warum sie denn unbedingt an die Presse musste mit ihrem Transkram. Dann ist neben den Problemen mit der Partei auch noch der große Familienkrach vorprogrammiert, denn die TF hat ihrer Tochter die Parteikarriere versaut. Die Tochter hätte gut daran getan, ihrer Väterin im Vorfeld davon abzuraten, überhaupt an die Presse zu gehen....

lg,

Charon
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Re: Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Elviera » 18. August 2013, 01:46

Sieht aus als ob wieder einmal ein tapferer Held im Kampf gegen Transphobie und für mehr Toleranz in der Gesellschaft mit einen Hurra auf den Lippen auf dem Felde der Ehre gefallen ist.
Sinnlos natürlich, wie tapfere Helden ja immer sinnlos fallen. Und die Sprüche, genau so die Mechanismen wieso das Ganze überhaupt funktioniert? Nun es sind immer die Selben.
Für Gott und König, für Volk und Vaterland, für die Freiheit, für mehr Toleranz und weniger Transphobie, für was auch immer.
Wo ist der Sinn? Die die nämlich nicht daran beteiligt sind schütteln sowieso nur den Kopf und fragen sich wie man für derart abstrakte und/oder utopische Ziele denn nur ins offene Bajonett rennen kann.

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Re: Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Stanley » 18. August 2013, 10:23

Die TAz scheint das Medium auf Springer-Niveau für Latte-Macchiato-Linke zu sein.... . Rundherum ein Griff ins Klo.
Moral ist, wenn man so lebt, daß es gar keinen Spaß macht, so zu leben. Edith Piaf
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Re: Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Goldmarie » 30. August 2013, 01:35

Zur Ehrenrettung der TAZ sei erwähnt, dass die LeserInnen äußerst kritisch auf den Artikel reagiert haben - wie an den vielen Kommentaren abzulasen ist.
Es soll sich regen, schaffend handeln, / Erst sich gestalten, dann verwandeln; / Nur scheinbar stehts Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen: / Denn alles muß in Nichts zerfallen, / Wenn es im Sein beharren will.

Johann Wolfgang von Goethe
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Re: Geht's noch diskriminierender?

Beitragvon Michaela » 1. September 2013, 18:07

Es ist keine "Ehrenrettung" der TAZ, es zeugt eher davon, dass dort noch LeserInnen vorhanden sind, die sich noch offene Kritik erlauben, was in etlichen Fällen längst nicht mehr der Fall ist. - Nur geht es hier nicht um die Kritik der LeserInnen, sondern um die Berichterstattung im speziellen Fall - das ist m. E. weit unter der Gürtellinie.

LG Michaela
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