Ohne Worte

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Beitragvon Elviera » 5. Juni 2014, 14:50

Kommentieren muss man das nicht und ändern kann man es ja sowieso nicht. Aber drüber nachdenken ob es nicht so kommen könnte, oder auch anders was im Endergebnis letztlich gleich sein dürfte, das sollte man schon meine ich.

http://www.klickdasvideo.de/video/1202/man:-die-grausamkeit-des-menschen-zeigt-ein-zeichentrickfilm

Denken wir dabei auch an die Weissagung der Cree-Indianer.
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Re: Ohne Worte

Beitragvon Bianca » 5. Juni 2014, 18:00

Moin,

nee,viel zu kommentieren gibt es da wirklich nicht,denn leider ist es die bittere Wahrheit! Was mir dazu einfällt? Der Thriller "Operation Rainbow" aus der Feder von Tom Clancy und eine Stufe weiter der erst kürzlich im TV gezeigte Film Wall-E.

LG Bianca
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Re: Ohne Worte

Beitragvon Charon » 6. Juni 2014, 01:31

......nur dass in der Realität keine Aliens nötig sein werden, um die Menschheit auszulöschen, denn das wird der Mensch schon selbst tun.

Aber eigentlich ist es nicht ganz richtig, pauschal "der Mensch" zu sagen, denn es gab bzw. gibt noch Kulturen, die größtenteils auf technischen Fortschritt verzichtet haben bzw. verzichten und streckenweise auch nicht sesshaft ( = Ackerbau und Viehzucht) geworden sind, wie eben einige Indianervölker oder bedingt auch die ans Asphalt-Zeitalter angepaßten Jäger und Sammler, besser bekannt unter dem unguten Sammelbegriff "Zigeuner". Tja, aber leider sind von diesen Kulturen nicht mehr viele übrig, da sie von ihren technisierten Artgenossen nahezu ausgerottet wurden.

Wäre es anders gelaufen und der Mensch hätte nicht angefangen, unreflektiert und aus Gier an den technischen Fortschritt zu glauben, gäbe es definitiv keine so finstere Zukunft wie in diesem Film. Durch den tech. Fortschritt hat der Mensch keine natürlichen (Fress-)Feinde mehr, und eine Spezies ohne natürliche Feinde vermehrt sich zwangsläufig unkontrolliert (siehe exponentielles Wachstum der Weltbevölkerung) und es gehen logischerweise lebenswichtige Resourcen zur Neige......bis zum selbstzerstörerischen Kollaps. Die Verteilungskämpfe haben ja bereits begonnen, und die Anzahl an Kriegen wird weiter zunehmen.

Tja, irgendwie kann man die Sesshaftwerdung der Menschen schon als eine Art irdischen "Sündenfall" betrachten, ab dem die Kugel unaufhaltsam zu rollen begonnen hat..........

lg,

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Re: Ohne Worte

Beitragvon Goldmarie » 6. Juni 2014, 22:24

Absolut KRASS dieses Video!

Aber leider realitätsnah - bis zum Erscheinen der Aliens.

Natürlich werden in der Realität keine Aliens nötig sein, um die Menschheit auszulöschen, aber ich sehe es jetzt mal andersrum: Was hat das Eingreifen der Aliens eigentlich bewirkt? Im Prinzip nichts. Es ist ja alles zerstört und das lässt sich nicht rückgängig machen. Die Tier- und Pflanzenarten, die jeden Tag, jede Stunde (!) aussterben, sie sind unwiederbringlich verloren.

Der Trost: Die Evolution wird neue Arten hervorbringen.
Wenn die Menschheit verschwunden ist.

LG
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Re: Ohne Worte

Beitragvon Charon » 7. Juni 2014, 01:36

Nur wirft die Überschrift zum Film Fragen auf. Da ist von der Grausamkeit des Menschen die Rede. Aber ist es wirklich ein Hang zur Grausamkeit, der allen Menschen eigen ist und der zu dieser Entwicklung geführt hat ?

Gewiss, die Bilder in diesem Film werden von jedem Menschen, der nicht vollkommen soziopathisch ist, als grausam empfunden, und sie sind es auch. Aber trotzdem glaube ich nicht an sowas wie eine angeborene Neigung zu Sadismus, d.h. daran, dass der Mensch an sich böse ist.

Ist es nicht vielmehr so, dass der technische Fortschritt von den Menschen ins Leben gerufen worden ist, um Not zu lindern ? Man bedenke, Ackerbau und Viehzucht haben es dem Menschen als einzige Spezies dieser Erde möglich gemacht, Nahrung selbst zu produzieren und zu vermehren. Dadurch wurde man unabhängig von dem, was einem die Natur einfach so gibt. Der Fortschritt dient also in seinen Ursprüngen der Arterhaltung und ist daher keineswegs als grausam oder böse anzusehen.

Nur scheinen die Menschen irgendwann den Blick für das rechte Maß verloren zu haben und der Wunsch nach Linderung von blanker Not bzw. Überlebenssicherung ist irgendwann mal in reine Bequemlichkeit und Gier gekippt, also in das, was wir heute als Wohlstandsverwahrlosung sehen ? Und nichts fällt den Menschen heutzutage schwerer, als maßvoll zu handeln !

lg,

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Re: Ohne Worte

Beitragvon Michaela » 7. Juni 2014, 08:40

Das Filmchen kommt mir sehr bekannt vor – und zwar aus Teenagertagen.

Sicher ist er grausam, aber Grausamkeit ist eine Einrichtung der Natur und die hat auch vor der Spezies homo sapiens nicht halt gemacht. Nur der Stärkste überlebt. Leider hat diese Spezies es zumindest bisher nicht verstanden, ihre Grausamkeit zu beherrschen oder lediglich bis zu einer gewissen Grenze auszuüben.

„Homo sapiens ist die unvernünftigste Spezies dieses Planeten. Sie ist die einzige, die ganze Landstriche ausbeutet, bis sie absolut nichts mehr hergeben. Bei der Eroberung neuer Landstriche macht sie auch davor nicht halt, andere der gleichen Art auszurotten. – Das ist unlogisch!“ – auch aus einem Film (ca. 20 Jahre später).

Liebe Grüße
Michaela
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