"Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Gemeint sind hier Dokumentationen genau so wie Spielfilme oder Theaterstücke, also alles was gesendet oder aufgeführt wird, und irgendwie mit Ts zu tun hat.
Und wer mag kan hinterher natürlich auch eine Kritik verfassen.

"Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Charon » 24. April 2015, 00:45

Freitags zur besten Sendezeit um 20:15 statt zur späten "Schmuddelstunde" bringt das öffentlich-rechtliche Programm einen TS-Film:

http://programm.ard.de/TV/daserste/mein ... 4416610951

Wie man sieht, werden auch die Fernseh-TS immer jünger. Wer den Film sehen möchte, aber zur Sendezeit nicht kann, sollte ihn wie immer eine Woche lang in der Mediathek sehen können.

lg,

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Elviera » 24. April 2015, 01:06

Ich habe heute Abend die Vorschau gesehen und das war recht vielversprechend. Normalerweise bin ich ja RTL geschädigt, aber ich denke ich werde dem öffentlich rechtlichen Fernsehen mal ne Chance geben und mir den Film ansehen.

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Charon » 24. April 2015, 01:12

Hier bereits ne Pressemeinung dazu: http://www.spiegel.de/kultur/tv/mein-so ... 29976.html

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Goldmarie » 24. April 2015, 18:24

Nun ja, dieser Artikel ist wenigstens ein bisschen kritisch. Ansonsten hört und liest man ja nur Vorschusslorbeeren. Ich bin mal gespannt, ich werde mir den Film auf jeden Fall ansehen.

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Elviera » 25. April 2015, 01:48

Also ich habe mir den Film auch angeschaut und bin mir noch nicht so ganz im klaren was ich davon halten soll.
Eine Katastrophe jagte die Nächste und es ist so ziemlich alles schiefgegangen was nur schiefgehen konnte. Familie ,Freunde, Schule, Jugendamt, überall gabs verheerende Einbrüche. dabei zeigte die Darstellerin nicht einmal das aggressive typische Verhalten,, sondern versuchte sich einzugliedern so gut es nur irgend ging, Trotzdem gabs Ärger ohne Ende. Die Folgen waren vorübergehende Umkehr, Suizidgedanken bzw. Versuch, Selbstkastrationsversuch, also das volle Programm. Ermutigend wirkte das nicht gerade was man da zu sehen bekam. Und auch wenns nicht immer so geballt kommt zeigte der Film doch ganz klar wie das soziale Umfeld reagieren kann. Hier im Film wurde die Ablehnung ganz deutlich gezeigt, aber ich glaube in der Realität geschieht das wohl meisst viel verdeckter- hinterhältiger wenn man so will.
Natürlich gabs letztlich doch ein Happy End, aber das war scheinbar nur zweitranging, und keinesfalls ist es so dass dann alles durchgestanden ist und alle Leute auf ein mal Einsicht und Verständnis zeigen. Normalerweise geht das Spiessrutenlaufen danach weiter.
Die Botschaft des Films wirkte auf mich eher mahnend und abschreckend.

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Goldmarie » 25. April 2015, 12:00

Elviera hat geschrieben:... dabei zeigte die Darstellerin nicht einmal das aggressive typische Verhalten,, sondern versuchte sich einzugliedern so gut es nur irgend ging...

Ja klar, man versucht sie so sympathisch wie möglich darzustellen, was ja wohl auch gelungen ist.

Es ging irgendwie alles Schlag auf Schlag, besonders gegen Schluss, und ging dabei kaum in die Tiefe, was im Rahmen dieses Films aber auch nicht möglich war. Und sicher auch nicht nötig, Unbedarfte wären dabei überfordert gewesen.

Insgesamt war der Film gut gemacht, Humor und Spannung kamen nicht zu kurz.

Ist es eigentlich realistisch, dass der Vater zum Psychotest muss und der Tochter die Psychiatrie droht, wenn er nicht besteht?

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Elviera » 25. April 2015, 12:55

Also Humor konnte ich nicht wirklich dabei entdecken denn es ist so ziemlich alles schiefgegangen was nur schief gehen konnte.
Durch den unerwartete Tod der Mutter die bereits im Bilde war sind alle anderen Angehörigen ins kalte Wasser gestossen worden als unsere junge Dame aus Amerika zurück kam und sich der Situation ausgesetzt sah völlig ungeoutet da zu stehen. Dadurch kam der Stein ins Rollen und eine Lawine wurde dann in Gang gesetzt die auch nicht mehr aufzuhalten war.
Hier wird deutlich wie wichtig ein taktisch kluges Outing ist!
Und wir alle wissen dass es auch dann keine Garantie dafür gibt dass es günstiger verläuft.

Theoretisch ist so was schon möglich, z.B. bei Verdacht auf schwere psychische Erkrankungen. Aber in dem hier geschilderten Fall lag so was wohl eher nicht vor. Die Verhältnisse waren eigentlich recht stabil, und bei Kindern kurz vor dem 18 Geburtstag macht man normalerweise auch nicht mehr so einen Bohei. Bis nämlich der ganze Apparat erst mal so richtig in die Gänge kommt und auch greifen kann hat das Kind, welches gerade ein Jahr in Amerika gelebt hat, also sowieso recht selbstständig ist, die Volljährigkeit erreicht.
Auch denke ich dass sie die Sache mit der Straffälligkeit hätte anders regeln lassen indem man mit dem Halter des demolierten Kfz und dem Kioskinhaber geredet hätte. Sofortiger Schadenersatz in BaT (Bar auf Tatze) ohne wenn und aber, allerdings nur gegen Rücknahme der Anzeige. Meine Verhandlungsbasis wäre hierbei die Alternativen endlosen Zivilgerichtsverfahren und Geld gäbe es dann am St. Nimmerleinstag. Ich denke da ist der Schadenersatz sofort und Käsch inne Täsch schon verlockend. :mrgreen:
So jedenfalls hätte ich versucht das zu lösen und Eltern wie hier geschildert haben auch die Mittel dazu. Auch ist bei solchen Eltern mit einigem Widerstand zu rechnen, und das weiss das Jungendamt auch. Es gäbe viel Arbeit und man muss sich auch beim Jugendamt vermutlich schon fragen wozu das noch gut sein soll wenn es sich um ein fast volljährigens Kind handelt.

Allerdings wenn das Jungendamt da die Finger drin hat dann wird's schon ein Stück weit unkalkulierbar, und man weiss nie wirklich was die sich ausdenken, das ist nun mal die Erfahrung die ich so gemacht habe bei meiner Arbeit. Man ist also gut beraten mit denen Frieden zu halten. Allerdings so eine, wie in dem Falle gezeigte Überrollungsaktion, ist normalerweise dort auch nicht üblich, schon mal gar nicht bei Kindern die sowieso so gut wie erwachsen sind. Bei kleinen Kindern jedoch können die ganz schön krabbelig werden.
Zusammengenommen war wohl der Sinn diese Filmes aufzuzeigen wie es kommt wenn es ganz ungünstig verläuft. Verständlicherweise gibt es anderen Orts auch nicht die üblichen Begeisterungsstürme welche die sog. RTL Dokumentationen auslösen. Die Kommentare dort sind doch eher zurückhaltend, das will nämlich niemand hören.
Aber genau daran sollte man denken, denn in dem Moment wo man sich Outet ist man wie vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand.
Keinesfalls sollte man das auf die leichte Schulter nehmen denn man wirft alles in die Waagschale was man hat wenn man sich entschliesst diesen Weg zu gehen. Und wenn man ganz grosses Pech hat dann kann es genau so kommen.
Und dann? Die üblichen Tobsuchtsanfälle wegen Diskriminierung von Minderheiten helfen dann auch nicht mehr. Im Gegenteil, es wird dadurch nur noch schlimmer. Dann ist einfach nur der Ofen aus.
Man sollte sich das also gut überlegen bevor man sich entscheidet, das war wohl die Botschaft dieses Filmes.

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Goldmarie » 26. April 2015, 01:06

Ich stelle mir gerade vor, Helen hätte Tobsuchtsanfälle wegen Diskriminierung bekommen, da wäre die Geschichte ja total aus dem Ruder gelaufen. So was kann man in so einem Film nicht zeigen. Es hätte ja schon gereicht, den Vorfall in der Umkleide zu melden, dann wäre es gefährlich eskaliert. Aber sie hat es still geschluckt und so getan, als wäre alles in Ordnung. Ich weiß nicht, ob ich diese Stärke gehabt hätte.

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Elviera » 26. April 2015, 01:40

Ne Transition ist und bleibt ein Drahtseilakt und Gott sei Dank kommt es ja nicht immer so knüppeldicke wie in dem Film.
Das beste ist wirklich man macht die Faust in der Tasche. Aber wie viele verlieren die Nerven und treten die Flucht nach vorne an und meinen für irgendwelche Minderheitenrechte kämpfen zu müssen, was dazu führt dass es nur noch schlimmer wird. Das schaukelt ist bis zu den nur allzubekannten Verhaltensweisen hoch, und eskaliert dann irgendwann endgültig.
Das hatten wir gerade erst und manche lassen sich von solchen Leuten dann auch noch(ver) blenden
Wer das nicht versteht oder akzeptiert wird fertig gemacht, so sind die Menschen nun mal, ich kanns nicht ändern. Ändern kann ich aber das nicht jeder ins offene Messer rennt. Jedoch wie viele haben diese Einsicht?
Haben wir doch ganz aktuell jemand der sich mit den falschen Freunden umgibt und bei denen auch schon ganz gut in die Lehre gegangen ist, was dazu führt dass sie ihr Leben gerade post Op doch noch an die Wand fährt.
Nun gut, letztlich ist jeder ist seines Glückes Schmied selber.

Wer sich den Film noch mal anschauen möchte:
[url]
http://www.daserste.de/unterhaltung/fil ... r-100.html[/url]

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Charon » 27. April 2015, 00:21

Hm, die falschen Freunde. Irgendwie scheint da der Film auch indirekt davor zu warnen, denn das Szene- und SHG-Thema wird bewußt ausgeklammert. Diese Film-TF sucht sich keine Freunde unter Betroffenen. Und es gibt letztendlich ein Happy End.

Dass der Film generell abschrecken will, halte ich für zu radikal formuliert, denn es wird auch eindeutig davor gewarnt, die TS zu verdrängen zu versuchen - die wirklich üblen Dinge (Suizid - bzw. Selbstkastrationsversuch) werden ja letztendlich durch den Umkehrversuch verursacht.

Nee, nee, ich denke dieser Film hat ne brauchbare pädagogische Botschaft: Erstmal harsche Ablehnung durch das soziale Umfeld, mitverursacht durch das unkluge Outing. Dann eine schrittweise Gewöhnung an die TF durch ihr besonnenes Verhalten, und letztendlich Akzeptanz und Happy End. Fazit: Wenn du ein TS-Problem hast, dann musst du dich diesem auch stellen. Gehe dabei aber immer mit Besonnenheit vor !

lg,

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Goldmarie » 27. April 2015, 00:31

Ja, den "Drahtseilakt" haben wir am Anfang und am Ende des Films gesehen.

Danke für den Link, Elviera! So konnte ich die ersten 10 Minuten sehen, die ich bei der Originalausstrahlung verpasst hatte. Habe mit bei der Gelegenheit den ganzen Film nochmal reingezogen und was soll ich Euch sagen? Er hat mir beim zweiten Mal besser gefallen als beim ersten Mal.

Charon, das hast Du sehr gut beschrieben. Genau so sehe ich das auch.

LG
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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Elviera » 27. April 2015, 00:41

Hallo Maria,
welche verheerende Wirkung die Szene haben kann das sehen wir ja ganz aktuell und es könnte schon sein dass man es deshalb fast ganz ausgeklammert hat. Aber nur fast, eine kurze für den Film aber völlig unbedeutende Szene gab es.

Der pädagogische Sinn des Films, da ist mir heute so im Laufe des Tages noch so eine Idee gekommen.

Wie an einer Perlenschnur sind die typischen Stolperstellen einer Transition aufgereiht. Auf Anhieb wüsste ich keine die fehlt.
War der Grund das man möglichst viele dieser Stolperstellen aufzeigen wollte warum die Einbrüche im sozialen Bereich nur so auf den Darsteller nur so einprasselten?

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Goldmarie » 27. April 2015, 00:50

Ja, da könntest Du Recht haben.
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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Charon » 27. April 2015, 01:28

Elviera hat geschrieben:Wie an einer Perlenschnur sind die typischen Stolperstellen einer Transition aufgereiht. Auf Anhieb wüsste ich keine die fehlt.
War der Grund das man möglichst viele dieser Stolperstellen aufzeigen wollte warum die Einbrüche im sozialen Bereich nur so auf den Darsteller nur so einprasselten?


Das kann gut sein. Und dieses Einprasseln wirkt auch deshalb so heftig wie ein Trommelfeuer auf den Zuschauer, weil all die Stolpersteine ja innerhalb der Länge eines Spielfilms vorgekommen sind. Im Zeitraffer quasi.

Was ich gar nicht nachvollziehen kann, ist die Filmkritik im Spiegel: Wo bitteschön ist denn dieser Film heiter ? :shock:

lg,

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Re: "Mein Sohn Helen", ARD, 24.04.2015, 20:15 Uhr

Beitragvon Elviera » 27. April 2015, 02:02

Na ja ein Mal habe ich doch lächeln müssen, nämlich als ein schwuler Klassenkamerad sich bei Hellen bedankt hat dass sie sich als Ts geoutet hat und er dadurch aus der Schussline war.
Und da haben wir es wieder. Wenn man schwul ist das verzeiht einem die Gesellschaft viell. noch. Aber Ts?
Ansonsten wirkte der Film auf mich erschreckend und keinesfalls erheiternd, wie also kommt der Spiegel darauf dass es da eine heitere Seite gab?
Soll ich mir darüber wirklich Gedanken machen und soll/darf ich dabei auch mal ein kleines bisschen zynisch sein?

Nun Ich weiss das es im 19. Jahrhundert durchaus als belustigend angesehen war in das nächstgelegene Irrenhaus zu gehen wie in denn Zoo. (Kein Scherz)
So also kommen wir möglicherweise rüber in der Gesellschaft? Oder wie sonst kommt der Spiegel denn auf die Idee dass es irgendetwas zu lachen gäbe?
Und noch was fällt mir dabei ein.
Wenn es nämlich wirklich so sein sollte das wir so rüberkommen dann bekleckert sich die Gesellschaft hier keineswegs mit Ruhm, jedoch sind wir z.T. auch selber daran schuld. wenn ich mir so manche Trans- Veranstaltungen vor Augen führe.

Sorry dafür, aber da kann doch kein Mensch so viel fressen wie man kotzen möchte.

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