Spielfilm : Transpapa

Gemeint sind hier Dokumentationen genau so wie Spielfilme oder Theaterstücke, also alles was gesendet oder aufgeführt wird, und irgendwie mit Ts zu tun hat.
Und wer mag kan hinterher natürlich auch eine Kritik verfassen.

Spielfilm : Transpapa

Beitragvon Julia86 » 7. Juni 2013, 16:49

Hallo zusammen gestern Nacht habe ich per zufall diesen Film im ARD gesehen:

http://mediathek.daserste.de/sendungen_ ... _transpapa

Der Film handelt von einer Vater/Mutter-Kind Beziehung und dem Umgang mit der Transition des Vaters
(weiß selbst nicht so genau müsste man nun nicht Väterin, oder so sagen?).Das ganze wird aus der Sicht der Tochter dargestellt.
Die Geschichte ist an einigen Stellen leider zu schwach ausgestaltet ,aber doch um Längen besser was man sonst so zu diesem Thema sehen kann.

Viel Spass!
Julia86
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 8
Registriert: 31. Mai 2013, 22:49
Geschlecht: weiblich

Re: Spielfilm : Transpapa

Beitragvon Minka » 8. Juni 2013, 14:44

Hallo,

diesen Film habe ich mir auch angesehen. Ich fand die Darstellung des Themas darin ausnahmsweise ziemlich seriös. Es ist fast schon ein bisschen traurig für die TF.
Es ist ein Film, den sich besonders Angehörige ruhig mal ansehen sollten, um besser zu verstehen, welches Seelenleid manche TS durchmachen.

Liebe Grüße
Minka
Gegenwart ist die Verarbeitung der Vergangenheit zur Erarbeitung der Zukunft
Benutzeravatar
Minka
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 497
Registriert: 16. Oktober 2010, 13:31

Re: Spielfilm : Transpapa

Beitragvon Charon » 9. Juni 2013, 00:56

Das war mal wieder ein Film, den ich mir aus Neugierde auch ansehen musste, gerade weil er im öffentlich-redlichen gesendet wurde und nicht auf nem Schmuddelsender. Und ich wurde nicht enttäuscht. Endlich mal ein Film, bei dem es eigentlich komplett um die sozialen Folgen bzw. das Leid im zwischenmenschlichen Bereich ging und auf den ganzen Arzt - und OP-Kram komplett verzichtet wurde. Vor allem wurde hier auch gezeigt, wie es so manchem Transmenschen nach der körperlichen Transition ergehen kann, d.h. TS wurde nicht auf das Outing und den "körperlichen Werdegang" reduziert.

Ich frag mich bloß, warum sowas leider wieder wochentags zu nächtlicher Stunde gesendet wird, während Mord und Totschlag auch im öffentlich-redlichen inzwischen zur besten Sendezeit über die Mattscheibe flimmern.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2320
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Spielfilm : Transpapa

Beitragvon Bianca » 9. Juni 2013, 12:30

Moin,

Hab mir den Film auch gerade angesehen,und ja,nicht schlecht gemacht.Wobei ich in manchen Szenen doch etwas den Kopf schütteln mußte,z.B. wie es am Anfang um die Anrede ging.Wenn ich meinem Sohn mit Mutti oder so gekommen wäre,hätte ich wohl nicht so ein unverkrampftes Verhältnis zu Ihm erhalten können.Bedenklich fand ich auch den Umgang der Tochter mit den Hormonen,gut ist nur ein Film,aber der sollte doch ein bißchen Realität wiederspiegeln.Oder ist so was gar nicht so weit hergeholt?Bin ich einfach zu normal?Die Rolle des Vaters,ich kann´s mir nicht vorstellen,so zu leben,nen alten Mann betüdeln....dann lieber allein.

LG Bianca
Lebe Deinen Traum bevor du dein Leben lang träumst Bild
Benutzeravatar
Bianca
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 1563
Registriert: 17. Oktober 2010, 20:25
Plz/Ort: Düsseldorf
Geschlecht: weiblich

Re: Spielfilm : Transpapa

Beitragvon Charon » 10. Juni 2013, 01:13

Das mit der Tochter und deren gefährlich-sorgloser Umgang mit den Hormonen fand ich gar nicht mal so unrealistisch. Jugendliche experimentieren sehr viel rum, das gehört zur Jugend dazu. Und manche dieser Experimente sind leider auch nicht ganz ungefährlich, siehe Erfahrungen mit Drogen. Am Kiffen hatte sie ja auch Interesse, die Kleine. ;) Und bei dem heutigen Schönheitswahn wundert es mich gar nicht, wenn so ein Mädel auch Pillen ausprobieren will, die einen größeren Busen versprechen.

Was ich in Sachen TS auch sehr realistisch fand: Die "Väterin" war ja biologisch im gesetzten Erwachsenenalter. Aber sie hat sich im Film doch recht häufig recht pubertär verhalten. ;) Sie hat sich ja sehr oft über "Spießer" beschwert und sie war es, die überhaupt kein Problem damit hatte, dass ihre Tochter kiffen wollte, sondern sie machte da ja mit. Sie ist mit diesem Thema umgegangen wie ein Teenie. Und dann die Schwarzfahrerei im regulären Straßenverkehr......Heiland. :lol: :lol:

Der alte Mann war reich und sie arbeitslos. Da war sie eben bereit, so eine Zweckbeziehung einzugehen. Ist nicht jedermanns Sache sowat, ich wäre auch nicht scharf drauf, mit ner alten Oma auf ner einsamen Insel zu leben und von der Gunst eines anderen Menschen so dermaßen abhängig zu sein. Aber warum nicht, wenns jemandem so taugt ? Sie hatte ja ein Interesse am kreativen Schreiben, und so hatte sie das Thema Job von der Backe und genügend Muße zum Schreiben.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2320
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich


Zurück zu Programmhinweise zur Transsexualität in Rundfunk, Fernsehen, Kino und/oder Theater

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron