WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Gemeint sind hier Dokumentationen genau so wie Spielfilme oder Theaterstücke, also alles was gesendet oder aufgeführt wird, und irgendwie mit Ts zu tun hat.
Und wer mag kan hinterher natürlich auch eine Kritik verfassen.

WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Beitragvon Minka » 8. Juni 2013, 14:50

Hallo,

im WDR3 Fernsehen beginnt ab 04.07.2013 jeweils donnertags von 22.00-22.30 Uhr eine neue Reportage-Sendung mit Bettina Bötticher über Menschen, die u.a. nicht in ihrem Geschlecht leben wollen. Von diesem Sender und auch von Bettina Bötticher ist sicherlich etwas Seriöses zu erwarten. Schau`n wir mal.

http://www.wdr.de/programmvorschau/object4Broadcast.jsp?broadcastId=4294964

Liebe Grüße
Minka
Gegenwart ist die Verarbeitung der Vergangenheit zur Erarbeitung der Zukunft
Benutzeravatar
Minka
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 497
Registriert: 16. Oktober 2010, 13:31

Re: WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Beitragvon Goldmarie » 5. Juli 2013, 01:31

Gestern Abend, als wir in Ärwins Brauhaus saßen, lief dieser Film. Ich wollte ihn aufnehmen, das hat aber irgendwie nicht geklappt. Ich habe ihn aber in der Mediathek gefunden. Der Film ist richtig gut. B.sucht. Bettina Böttinger steht für gute Qualität und das hat sich hier wieder bestätigt:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/send ... en100.html

Pamela hat viel Ähnlichkeit mit mir - einschließlch der Narbe auf der Oberlippe.
Ich verstehe nur nicht, warum in solchen Filmen IMMER gezeigt werden muss, wie sich die Frau die Augen schminkt. Das ist ein verdammtes Klischee und das ist sogar Bettina Böttinger unterlaufen.

LG
Maria
Es soll sich regen, schaffend handeln, / Erst sich gestalten, dann verwandeln; / Nur scheinbar stehts Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen: / Denn alles muß in Nichts zerfallen, / Wenn es im Sein beharren will.

Johann Wolfgang von Goethe
Benutzeravatar
Goldmarie
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 1209
Registriert: 17. Oktober 2010, 02:14
Plz/Ort: 46049 Oberhausen
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: weiblich

Re: WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Beitragvon Bianca » 5. Juli 2013, 16:11

Moin Maria,

Danke für den Link,da brauch ich nicht mehr suchen :)

LG Bianca
Lebe Deinen Traum bevor du dein Leben lang träumst Bild
Benutzeravatar
Bianca
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 1563
Registriert: 17. Oktober 2010, 20:25
Plz/Ort: Düsseldorf
Geschlecht: weiblich

Re: WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Beitragvon Christine » 8. Juli 2013, 01:00

Seit ich mich ab 2011 mal wieder mit TS beschäftige, habe ich mir alle bisherigen Filme im deutschen Fernsehen
dazu angesehen. Ich schaue mir fast jeden Tag die französische Sendung " Toute une histoire" an, in der in der letzten
Sendung mal wieder TS vorgesestellt wurden samt ihren Familienangehörigen. Nur bei einer Familie von 3en gab es
persönliche Probleme der Eltern. In dieser Sendung waren auch mehrere TS im Publikum. Auch hier in Frankreich nimmt
die Zahl der sich outenden TS ständig zu. Eine gute Sache. Je mehr von uns auftauchen, um so "normaler" wird das
für die Öffentlichkeit. Bei fast jedem Treffen in meiner Selbsthilfegruppe tauchen immer wieder neue TS auf, die
Beratung suchen. Unlängst war eine Mutter mit ihrem äußerlich "noch Sohn" da. Ich konnte mich mit ihr sogar in
Deutsch unterhalten, da sie mehrere Jahre in Schwaben gelebt hatte. Sowas hätte ich mir früher auch einmal ge-
wünscht. Aber ich schweife etwas ab. Zurück zum deutschen Fernsehen. B. habe ich auch gesehen. Nichts gab es
daran auszusetzen. Alles war sehr realistisch dargestellt. In meinen Augen die bisher beste Sendung über TS,
obwohl die Serie in RTL2 auch so schlecht nicht war. Diesbezügliche und ähnliche Sendungen in 3Sat fand ich
nicht gut.
Was mir allerdings seit eben diesen 2 Jahren auffällt, ist die häufigere Darstellung von FtM-TS. Da geistert in
den letzten Monaten häufig die Geschichte von Balian Buschbaum über die Flimmerkiste. Ich frage mich, was
geht da vor, warum spricht man bezüglich der überwiegenden Zahl von Mtf mehr über die sehr viel geringere Zahl
der FtM. Hat das damit zu tun, daß dieser Übergang von Frau zu Mann weniger problematisch gesehen wird ?
Frau zu Mann ist ein Aufstieg, Mann zu Frau ein Abstieg - wie meine Freundin (natale Frau), mit der ich zusammenlebe
meint - und hat das in manchen Köpfen sowas wie mit "Schlüpfrigkeit" und Sex zu tun ? Mir scheint, daß einige
Fernsehmacher auf dieser Schiene fahren ? Aber ich kann mich irren. Ich kann es aus der Ferne auch nicht ein-
deutig beurteilen.
Ich habe mich in den letzten Tagen mal so durch Euer Forum gelesen, um überhaupt mal einen Eindruck zu
bekommen mit welchen Themen, Problemen und Auffassungen man sich befaßt. Liege ich richtig, daß die
meisten von Euch die Transition noch vor sich, gerade oder schon einige Jahre hinter sich haben ? Gibt es
welche unter Euch, die wie ich schon einige Jahrzehnte hinter sich haben ? Man könnte mich fagen wozu
ist das wichtig. Das ist es allerdings. Nach einem bis 3 Jahrzehnten ändert sich vieles und man denkt über-
haupt nicht mehr über seine Vergangenheit nach. Bei mir war es so, daß ich mich nach der Transition in
Arbeit stürzen mußte, um zu überleben. Nicht einen Gedanken hatte ich während dieser Zeit an meine Ver-
gangenheit verschwenden können. Ich war eher im Berufstress, hatte Software-Entwicklungs-Projekte
zu bearbeiten. Lediglich, wenn ich mich in Business-Kostüm und Pömps werfen müßte um Kunden zu
besuchen erinnerte mich das an meine Vergangenheit. So ging das fast mehr als 20 Jahre. Ich vergaß
völlig, wer ich einst war als ich vor insgesamt 600 Teilnehmern (vom Arbeitsamt zur Fortbildung geschickt)
und solchen der Firma IBM mehrere Jahre Informatik,Telekommunikation und Programmierung unterrichtete,
einschließlich Fernerkundung und Bildverarbeitung als Dozentin an einer deutschen Uni. Das brachte mich
völlig weg von meiner Vergangenheit. Das hat mir sehr geholfen mich in der Realität als Frau wiederzu-
finden, meine alten Probleme vergessen zu machen und mich mit den neuen Problemen als Frau zu kon-
frontieren. Warum erzähle ich das hier ? Was hat das mit den Medien zu tun ?
Mein Vorschlag ist, die Erfahrungen von TS, die sehr lange und über mehr als ein Jahrzehnt in ihrer Rolle leben
einmal in die Medien zu bringen. Das wird nicht einfach sein, weil manche nicht mehr gewillt sind sich mit
der Vergangenheit zu befassen, die andern die Nase voll haben von "immer nur TS" und manche nicht mehr
erreichbar sind. Aber gerade diese Erfahrungen sind sehr wichtig für die nachrückenden Generationen.
Man muß bedenken, daß wir, die heute "30+-Jährigen" die 2. Generation von TS (der 70/80iger Jahre) sind,
(die 1. der 50/60iger Jahre, siehe Christine Jörgensen, April Ashley, Amanda Lear, Monique (Jaqueline)
Dufrenoy, Jane Morris etc...).
Ich selbst habe im vergangenen Jahr eine Initiative bei "Nacht-Café" unternommen, ebenso bei 3Sat.
mit etwa dem Thema "TS aus heutiger wissenschaftlicher Sicht" unter Einladung von Vertretern der
Wissenschaft und einiger Betroffener. Man hat nur verhaltendes Interesse daran gezeigt. Ich warte bis
heute auf eine Antwort. Ich werde es weiter versuchen z. B. bei "West-Art" oder Frau-TV. Übrigens
scheint mir "Emma" auch sehr zurückhaltend auf TS zu reagieren, obwohl das 1982 mit Alice Schwarzer,
(wir kennen uns persönlich) kein Problem war.
Vielleicht habt Ihr noch einige Ideen, wie man in eine größere mediale Öffentlichkeit treten könnte.
Ich halte es heute mehr als ein Gebot unseres Überlebens wegen, da die Trans-Phobie auf dem Vor-
marsch ist.
Benutzeravatar
Christine
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2
Registriert: 26. Juni 2013, 00:02
Plz/Ort: 34600 Bédarieux
Länderflagge: France (fr)
Geschlecht: weiblich

Re: WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Beitragvon Elviera » 8. Juli 2013, 01:42

Hallo Christine,
um nur mal einen Punkt aufzugreifen.
Eigentlich müssen alle von uns sich in die Arbeit stürzen um ihr Leben zu reorganisieren besonders beruflich. Und nicht wenige fangen da wieder bei Null an, manche sogar unter Null. Ich denke dass da niemand viel Zeit übrig hat und es den meissten daher genau so gehen dürfte wie es Dir gegangen ist.

Und warum das so ist?
Nun der Grund warum es sich viele von uns schwerer machen als nötig liegt wohl daran, dass sie anstatt sich darum zu kümmern wie man die Transition hinter sich bringen kann dabei aber die Kollateralschäden zu begrenzen soweit es eben möglich ist sich in die Politik stürzen die letztlich dann doch ausserhalb der Ts Szene niemanden wirklich ernsthaft zu interessieren scheint.
Sicher der Fernsehzuschauer lehnt sich zurück und schaut es sich an, aber das tut er bei einem Krimi auch. Und Ts? Das ist doch so weit weg von ihm, genau so weit wie der Mörder der ja bekanntlich immer der Gärtner war. Schaurig schön oder wie bei Alexander Holt, Barbara Salesch, Familienfälle usw. Viele werden sagen: " Wat en Gezumpel, also Leute sind das... ."
Man erreicht den Zuschauer also eigentlich gar nicht wirklich.
Man setzt daher als Ts schlichtweg falsche Prioritäten indem man versucht die Welt zu verbessern. Das wird nicht gelingen, führt aber oft genug dazu dass man selber dabei auf der Strecke bleibt. Überdies dürfte es i.d.R doch auch so sein dass die Welt gar keinen Anlass sieht sich zu verbessern, oder schlimmer noch keinen Anlass sieht sich ausgerechnet von uns Ts verbessern zu lassen.

Oder anders gesagt:
Für Dein Anliegen ist das hier nicht das richtige Forum, da gibst bessere Adressen, und dort rennst Du wahrscheinlich offene Türen ein.
Hier jedoch gilt:
Erst lösen wie unsere Probleme, dann werden wir alle Millionäre. Und sobald wir alle Millionäre sind retten wir auch die Welt. ( Dann haben wir vielleicht auch die Mittel dazu)
Das sagt nicht nur der gesunde Menschenverstand, so ist es auch fachlich korrekt, das wird Dir jeder Psychologe bestätigen. Allerdings gibt es eine Ausnahme, nämlich wenn er das Handtuch geworfen hat.

Und Pressearbeit ist hier sowieso nicht sonderlich gerne gesehen, vergl. Forenregeln.
In diesem Forum geht es ausschliesslich um PsB auf der Basis des gesunden Menschenverstandes und sonst nichts.
Das hättest Du aber eigentlich bemerken müssen wenn Du Dich hier eingelesen hast.
Sei bitte so lieb und respektiere das.
L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3565
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Beitragvon Charon » 9. Juli 2013, 02:14

Hallo Christine,

ehrlich gesagt habe ich auch so das latente Gefühl, dass du hier gezielt nach Leuten suchst, die an einem Fernsehauftritt Interesse hätten. Wie Elviera aber bereits geschrieben hat, wirst du mit diesem Anliegen hier in diesem Forum keinen Erfolg haben.

Auch glaube ich aus deinem beiden bisherigen Beiträgen herauslesen zu können, dass du doch recht "transspezifisch politisiert" zu sein scheinst, und das nach all den Jahren post OP. Zumindest greifst du einige Schlagworte auf (z.B. "Psychologisierung" oder "Transphobie auf dem Vormarsch"), die dies vermuten lassen und die wir nur allzu gut von diversen primär an TS-Politik interessierten Gruppen kennen. Wenn du dich aber hier im Forum wirklich umgesehen hast, so müsstest du bereits wissen, wie wir hier zu solcher Randgruppenpolitik stehen. Wir haben z.B. auch einen Strang mit der Überschrift "Transphobie" im geschlossenen Bereich, der aufzeigt, dass keineswegs immer die böse (transphobe) Gesellschaft daran schuld ist, wenn TS wieder mal anecken......sondern dass in vielen Fällen schlicht und ergreifend Verhaltensauffälligkeiten seitens der TS dafür verantwortlich sind.

Du kannst selbstverständlich im Fernsehen auftreten. Wir können dich da sicher nicht davon abhalten, außerdem leben wir hier alle in Ländern, in denen Meinungsfreiheit gilt.

Aber trotzdem möchte ich noch einen Punkt aufgreifen. Du bist ja doch ein paar Jahrzehnte anscheinend raus aus der Thematik, und von daher ist es mehr als verständlich, dass du in Sachen Entwicklung des Geschlechterverhältnisses nicht mehr ganz "up to Date" bist, wie man so schön auf neudeutsch sagt.

Deine Aussage, dass die Anzahl an MzF die Zahl an FzM noch immer ums X-fache übersteigt, ist mittlerweile schlichtweg falsch. Die Zahl an FzM ist rasant gestiegen, was wohl auch mit der Verbesserung der OP-Techniken und dem generell offeneren Umgang mit dem TS-Thema in der Gesellschaft zusammenhängt. Man geht davon aus, dass Mutter Natur MzF und FzM fast in einem fifty-fifty Verhältnis produziert hat. Schau dich um im Netz, es gibt mittlerweile ein reines FzM-Forum in Deutschland mit ner stattlichen vierstelligen Userzahl.

Von daher bilden die Medien da nur die Realität ab, wenn sie jetzt auch verstärkt Reportagen über FzM bringen. Was stört dich denn an FzM im Fernsehen, denn zumindest klingst du so, als würden dir diese Berichte sauer aufstoßen, obwohl es nach wie vor viel mehr Berichte über MzF gibt ? Bist du etwa frustriert, weil du das Gefühl hast, die FzM kommen bei den Menschen besser an als die MzF ?

Wenn ja, dann solltest du dir Gedanken machen, ob das tatsächlich so ist. Und wenn es tatsächlich so sein sollte, dann solltest du darüber nachdenken, warum FzM in der Gesellschaft besser ankommen als MzF, denn deine einseitige Ansicht über den gesellschaftlichen Aufstieg durch die "Mannwerdung" bzw. den Abstieg durch die "Frauwerdung" scheint mir doch etwas zu sehr den radikalfeministischen Anschauungen der 70er und frühen 80er Jahre Rechnung zu tragen. Wir schreiben mittlerweile aber das Jahr 2013 und frau macht sich nicht mehr zum Opfer der Gesellschaft.

Woran es eventuell wirklich liegen könnte, dass FZM im Schnitt besser dastehen als MzF, darüber findest du Vieles hier im Forum, und es hat nichts mit "das böse Patriarchat bzw. die Gesellschaft ist an Allem schuld" zu tun.

Und last but not least würde ich hier noch gerne anbringen, dass Frau Schwarzer in ihren jüngeren Jahren keineswegs TS-freundlich war. Freundlich war sie nur zu den MzF, da hier durch die OP - analog ihres damals extrem männerfeindlichen Weltbildes - unser hübscher Planet von ein paar potentiellen Vergewaltigern und Verbrechern befreit worden ist. Den FzM hingegen hat sie jeden Leidensdruck bzw. die bare Existenz abgesprochen ! Und wenn dir so ein verbohrtes Weltbild nicht sauer aufstößt, dann frage ich mich schon, wes Geistes Kind du eigentlich bist.

Übrigens denke ich auch nicht, dass die "Emma" mittlerweile transphob ist. Sie ist nur aus der Pubertät raus und mittlerweile erwachsen geworden. Und Alice Schwarzer ist das inzwischen hoffentlich auch und klebt nicht mehr in der verstaubten "Lila-Emanzen-Ecke".

Bitte komm also was das Geschlechterverhältnis betrifft raus aus der 70er/80er-Jahre-Denke und im 21. Jahrhundert an, sonst schadest du mit deinem Fernsehauftritt nicht nur dir selbst, sondern allen TS......insbesondere aber den MzF, denen du ja besonders helfen willst.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2318
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Beitragvon Michaela » 11. Juli 2013, 00:21

Hallo Christine,

zunächst möchte ich einmal anmerken, dass die Angaben der Generationen nicht zutreffend sind – eventuell für die „Nachkriegsgenerationen“ mag das zutreffend sein, aber TS gab es auch vorher schon.

Ich weiß sehr wohl, dass ich mich hier im offenen Bereich befinde. Einerseits finde ich es gut, wenn erfahrene TS (egal ob nun MzF oder FzM) Ihre Erfahrungen an die jungen und unerfahrenen weitergeben wollen und dies auch können. – Nun, ich wäre nicht ich, wenn nicht doch noch andere Seiten in Form von fast schon ketzerischen Fragen erfolgen würden.

Warum sollten lange Zeit nach der OP TS sich freiwillig in den Medien Präsentieren, sich ggf. gar Produzieren und somit ein Outing von sich geben? Es mag durchaus sein, dass einige gerne etwas von ihren Erfahrungen zurückgeben möchten. Aber ist es nicht eventuell die Überlegung wert, wie sich der in all den Jahren neu gewachsene Bekanntenkreis dann verhalten würde? Ich denke schon, denn wenn es der Kreis ist, der von der TS nichts wusste, dann ist durchaus eine eigentlich längst gebannte Gefahr neu eröffnet: Verlust des Bekanntenkreises, wie er auch zu Beginn der Transition und der HRT gegeben ist.

Welche „Übertragung der eigenen Ängste auf andere Menschen“ ist auf dem Vormarsch? Ist denn noch immer nicht klar geworden, dass sich der größte Teil dieser Phobie ausschließlich in den eigenen Köpfen der TS abspielt? Das ist die bittere Wahrheit. – Damit muss man klarkommen und nicht hinter jeder noch so geringfügigen negativen Äußerung der anderen Menschen gleich die ganz große Transphobie erkennen wollen. Man kann aus jeder Mücke umgehend einen Elefanten machen, wenn man sich wie ein solcher im Porzellanladen bewegt. Dass besagte Ängste auf dem Vormarsch sind bleibt nicht aus, wenn die Zahl der TS steigt. Proportional hoch ist dann natürlich auch die Zahl derer, die ihre Entscheidung getroffen haben und ab morgen hat dann gefälligst der Rest der Welt einen als Frau, bzw. Mann zu sehen und auch entsprechend anzusprechen. Wenn dem nicht so sein sollte, dann ……

Unbestritten ist, dass es Menschen gibt, die uns gegenüber tatsächlich Ängste aufbauen, aber das sind in der Mehrzahl der Fälle doch eher ruhigere Zeitgenossen. Wir passen eben nicht in ihr Welt- und Gesellschaftsbild und das was sie sehen oder glauben zu sehen verunsichert sie. Aus einer schlichten Angst heraus kloppt kaum ein Mensch auf einen anderen ein, das erst dann, wenn er sich bedroht und angegriffen fühlt.

LG Michaela
ALLES WIRD GUT! - Ordnung ist das halbe Leben - ich lebe in der anderen Hälfte.
Benutzeravatar
Michaela
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 1365
Registriert: 5. Juni 2011, 19:39
Plz/Ort: Berlin
Länderflagge: Italy (it)
Geschlecht: weiblich

Re: WDR 3 Fernsehen: B.sucht ab 04.07.2013

Beitragvon Bianca » 11. Juli 2013, 19:27

Christine hat geschrieben:Vielleicht habt Ihr noch einige Ideen, wie man in eine größere mediale Öffentlichkeit treten könnte.


Moin,

nee,Ideen habe ich keine,eher Fragen.Die meisten davon wurden von meinen Vorrednerinnen/rednern schon gestellt,ich will sie daher nicht wiederholen.Was mich aber brennend interessiert: warum zur Hölle soll unser eins ins Fernsehen?Da kann ich mir ja gleich ein Schild um den Hals hängen mit der Aufschrift "Ich war mal ein Mann/eineFrau!" Noch ein paar Gitterstäbe oder ein Kettchen um den Hals mit Aufpasser,schon sind wir Zoo.Nee,vielen Dank auch.Ich liebe meine Freiheit und unerkannt durch die Stadt gehen zu können.
Aber jeder so,wie er/sie mag.Viel Erfolg als TV Star.(?)..

Gruß Bianca
Lebe Deinen Traum bevor du dein Leben lang träumst Bild
Benutzeravatar
Bianca
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 1563
Registriert: 17. Oktober 2010, 20:25
Plz/Ort: Düsseldorf
Geschlecht: weiblich


Zurück zu Programmhinweise zur Transsexualität in Rundfunk, Fernsehen, Kino und/oder Theater

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron