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Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgefahr?

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 14. Januar 2018, 01:16

Man sollte endlich mal erkennen, dass das Problem mit der rechten Denke hausgemacht ist und nicht davon kommt, dass die Rechten "böse geboren worden" sind. Schön langsam sollte man wirklich die Finger davon lassen, die rechte Ecke komplett zu kriminalisieren, während man kriminelle Asylanten als Einzelfälle verharmlost und so tut, als gehörten Asylanten eigentlich per Default zu "den Guten", während die Rechten automatisch " die Bösen " sind.

Wenn man nicht aufhört, immer so dermaßen einseitig Partei zu ergreifen, gießt man nur noch weiteres Öl ins Feuer und Vorfälle wie dieser hier werden rasant zunehmen: http://m.spiegel.de/panorama/justiz/wur ... 87730.html

Auch hier scheint es wohl klar zu sein, dass die Deutschen hier "die Bösen" waren (Stichwort fremdenfeindlicher Hintergrund), während die Ausländer den weißen Hut aufgesetzt bekommen. Beim näheren Hinsehen wird aber klar, dass die Ausländer - und zwar nur sie - wohl allesamt Waffen bei sich hatten, während dies bei den Deutschen wohl so nicht der Fall war. Seit wann tragen "gute Menschen" denn Messer und Elektroschocker mit sich herum ?

Nein, so simpel ist es hier wieder mal nicht mit dem Gut und Böse und es gehören hier m.E. beide Seiten vor Gericht gestellt !

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Goldmarie » 17. Januar 2018, 11:58

Elviera hat geschrieben:Ich weiss nicht worauf die sog. Reichsbürger sich berufen wenn sie behaupten das die BRD kein rechtmässiger Staat wäre.

Die Reichsbürger berufen sich darauf, dass es nach dem 2. Weltkrieg keinen Friedensvertrag gegeben hat. Sie sagen, wir seien immer noch ein besetztes Land, die BRD sei ein Konstrukt der Siegermächte und kein gültiger Staat, in Wirklichkeit existiere immer noch das Deutsche Reich.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 17. Januar 2018, 14:28

Wer bedingungslos kapituliert hat der hat nix mehr zu verlangen, und da ist dann auch nix mehr worauf man sich berufen kann. Man hätte Deutschland auch genau so gut auflösen und an die Anliegerstaaten aufteilen können. Nicht klug, aber Völkerrechtlich wärs in Ordnung gewesen.
Durch die bedingungslose Kaptitulation war Deutschland praktisch nicht mehr existent, denn wer bedingungslos kapituliert liefert sich auf Gedeih und Verderb aus.
Völlig bedingungslos eben!

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 12. März 2018, 01:08

Da hat sich wohl ein Konflikt nach Deutschland übertragen und man driftet von friedlichen Demos schön langsam in die Gewalt ab ?

https://m.focus.de/politik/deutschland/ ... 94388.html

Anschläge gezielt auf türkische Einrichtungen, da gehe ich mal nicht von braunen Tätern aus, sondern da tippe ich auf Kurden. Danke, Erdowahn !

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 12. März 2018, 01:29

Es können auch genau so gut die Rechten gewesen sein, schliesslich wollen wir niemanden vorverurteilen.
Demgegenüber aber steht dass es so was meines Wissens bisher noch nicht gegeben hat in Deutschland, d.h. soweit ich davon Kenntnis habe.
Lediglich in einem der Brennpunkte meiner Heimatstadt sind wiederholt Kirchenfenster dem Bombardement einer ausländischen Jugendgruppe zum Opfer gefallen.
Das jedoch kann man nicht wirklich als Christenverfolgung werten, obwohl die Anschuldigungen so lauteten und sie es auch entsprechend kommentiert haben sollen nachdem man sie gefasst hatte, sondern es waren wohl einfach nur die üblichen dumme Jungenstreiche von ein paar Halbstarken.
Fragen sollte man sich+-und vor allen Dingen die Täter-aber schon woher die Verachtung die sie dem Christentum entgegenbringen denn herkommt.
Doch wie auch immer, gleic drei Anschläge an einem Wochenende? Das kommt mir schon ein wenig heftig vor, und dann auch noch dass hier:
[url]https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/polizei-im-einsatz-tumulte-und-verletzte-bei-demo-am-flughafen-düsseldorf/ar-BBK6c60?li=BBqgbZL[/url]
Solche Demos gehören irgendwie schon zum Strassenbild hier, aber dass es da Ärger gibt, das ist ebebenfalls neu.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 13. März 2018, 02:29

Nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in Hamburg, Berlin und in anderen europäischen Städten kam es am vergangenen Wochenende zu Protestaktionen von Kurden, die teilweise friedlich, teilweise aber weniger friedlich verliefen. http://m.spiegel.de/politik/deutschland ... 97566.html

Das ist zeitlich ein sehr intensives Zusammentreffen vieler Ereignisse. Deshalb meine Vermutung, dass zwischen den Demos und den Anschlägen auf türkische Einrichtungen ein Zusammenhang bestehen könnte. Ich wollte die Kurden nicht als gewalttätiger als die Braunen darstellen. Und ich fürchte, es könnte zu türkischen " Antworten" auf diese Anschläge kommen und eine verhängnisvolle Spirale könnte sich zu drehen beginnen.

Die lachenden Dritten wären dann die Braunen, da sie mal wieder mit dem Finger auf das Thema Migrationshintergrund & Gewalt zeigen können.

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 25. März 2018, 03:18

Kommt es nur mir so vor oder hat sich da in Sachen Gewalt auf der Straße in den letzten paar Monaten die Drehzahl ganz schön erhöht ?

https://www.welt.de/vermischtes/article ... l#Comments

Das hier ist nur eines von vielen Beispielen, man liest ja inzwischen nahezu täglich von Massenschlägereien von Gruppen zwischen 20 und 100 Personen, bei denen oft auch das eine oder andere Messer mit dabei ist und Merkels Gäste eigentlich immer mittendrin. Und immer mehr Plätze in deutschen Städten wie z.B. der Jungfernstieg in Hamburg oder Teile der Innenstadt Flensburgs wurden von der Polizei zu "gefährlichen Zonen" erklärt, an denen sich Männer nicht mehr zusammenrotten dürfen und Polizeikontrollen auch ohne Verdacht durchgeführt werden.

Schön langsam kommt es mir so vor, als würden sich da Kräfte formieren ?

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 25. März 2018, 03:29

In der Tat scheinen gerade Messerattacken zugenommen haben, zumindest berichtet die Presse derzeit verstärkt darüber. So was beispielsweise ist in den Brennpunkten seit Jahren schon Alltag an den Schulen dort, und manchmal bleibt es eben nicht bei einer Drohung.
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/religioeses-mobbing-zweitklaesslerin-von-mitschueler-mit-dem-tode-bedroht-29916888?dmcid=sm_fb
Um bei der ordnungsgemässen Doktrin zu bleiben sind so was nur Einzelfälle die ja überall mal vorkommen, die sollte man nicht unnötig hochspielen und wichtiger nehmen als sie sind.

Aber das ist es ja auch gar nicht was mir wirklich Sorgen macht, damit wird die Polizei die Schulbehörde oder die Eltern noch irgendwie fertig, und sei es durch einen Wohnortwechsel der Betroffenen. Das hier bereitet mir viel mehr Kopfzerbrechen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/angriffe-in-deutschland-anschlaege-auf-moscheen-in-acht-wochen-1.3909390
Mir scheint es so als ob der türkisch/kurdische Konflikt aus der syrischen Grenzregion nach Deutschland getragen und vor allen Dingen wenigstens zu einem Teil auf unseren Strassen ausgetragen wird.
Und damit wäre der Syrienkrieg in Deutschland glücklich angekommen und nachrückende Kämpfer bräuchten nur um Asyl zu bitten. :shock:
Das muss sich mal einer vorstellen dann sieht man schon wie weltfremd Muttis Politik ist.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 26. März 2018, 02:30

" Wer halb Kalkutta zu sich holt, der rettet nicht Kalkutta, sondern der wird zu Kalkutta" Das Zitat ist nicht von einem AfD-Politiker, sondern von Peter Scholl-Latour, also wieder mal nix mit Nazi-Quelle. Und Recht hat er damit, sollten wir jetzt tatsächlich den kurdisch-türkischen Konflikt auf unseren Straßen haben !

Hier nochmals eine Pressestimme, die hier ein durchaus besorgniserregendes Bild zeichnet: https://m.focus.de/politik/deutschland/ ... 67588.html

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Goldmarie » 26. März 2018, 14:06

Charon hat geschrieben:Kommt es nur mir so vor oder hat sich da in Sachen Gewalt auf der Straße in den letzten paar Monaten die Drehzahl ganz schön erhöht ?

Ja, diesen Eindruck habe ich auch, insbesondere die Messerstechereien nehmen immer mehr zu. In der WAZ findet sich in letzter Zeit jeden Tag ein Artikel darüber. Heute:
https://www.waz.de/panorama/frau-schwebt-nach-messerangriff-in-burgwedel-in-lebensgefahr-id213844917.html

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 29. März 2018, 02:19

An solche Meldungen werden wir uns wohl gewöhnen müssen.
https://www.derwesten.de/staedte/duisburg/heftige-auseinandersetzung-in-duisburg-hamborn-80-personen-randalieren-auf-altmarkt-100-polizisten-im-einsatz-id213863695.html
Und wie üblich will niemand mit der Polizei reden, man wird wohl nie erfahren worum es da wirklich ging, obwohl sich das jeder denken kann bei der politischen Lage in der türkisch syrischen Grenzregion und den Kurden.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 8. April 2018, 03:06

Keine Bühne für türkisch kurdische Konflikte auf unseren Strassen?
https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... empfe.html
Wenn das erst einmal richtig losgeht dann dürfte vorläufig keine Ruhe mehr einkehren.
Sogar für Nachwuchs ist gesorgt, und der ist grösstenteils in Deutschlang geboren, viele der Eltern haben sogar deutsche Pässe sind aber trotzdem nie in Deutschland angekommen.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... ulen.html?,
Zu tief ist die Verwurzelung in Herkunftsländer und Kultur als dass sich die Integration jemals hätte von selber regeln können so wie man offensichtlich gehofft hatte. Ansonsten würden sie sich doch wohl fragen wo da der Grund ist sich auch fern der Heimat der Vorfahren auch auf deutschen Strassen zu bekämpfen.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 23. Mai 2018, 00:24

Wie wir wissen, hat es in Schweden bereits ganz schön gescheppert zwischen Rechten und Zuwanderern. So wundert es einen auch nicht, dass dieses eigentlich sehr tolerante Land, das anfangs auch sehr viele Flüchtlinge aufgenommen hat und das generell ein beliebtes Einwanderungsland war, die Schotten bereits dicht gemacht hat und nun einen viel strengeren Kurs in Sachen Zuwanderung fährt.

Es geht aber noch weiter, Schweden scheint auch mit seinen Bürgern recht offen zu kommunizieren statt Beruhigungspillen zu verteilen oder Mahner als Verschwörungstheoretiker hinzustellen: https://m.focus.de/politik/ausland/wir- ... 63959.html

Ich glaube auch kaum, dass hier nur Russlandparanoia verbreitet werden soll, sondern es scheint schon allgemein um Kriege und Krisen zu gehen.

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 28. August 2018, 08:39

In Chemnitz hat es zu ersten Mal so richtig gescheppert Zwar war es am Anfang noch völlig unklar was überhaupt geschehen ist, aber der Pöbel musste sich und seinen Unmut offensichtlich entladen. https://www.tagesschau.de/inland/chemnitz-147.html

Erst einen Tag später gab die Polizei bekannt dass es um eine Messerstecherei ging die der die Deutschen ziemlich blass ausgesehen haben. Aber das war den meissten Randalierern schon im Vorfeld klar. Wen wundert das eigentlich? Ich denke niemanden, denn obwohl nach Aussage der öffentlichen Organe die Kriminalität zurückgegangen ist so scheint daran niemand mehr zu glauben. Das fällt auch schwer wenn in der Tageschau so gut wie jeden Tag über arabische Clans oder Messerstechereien an denen Ausländer beteiligt sind berichtet wird.
Dass es sich dabei lediglich um die üblichen Gruppierungen wie Rechte, Hooligans, Reichsbürger und dergleichen handelt, da sind die Pressemeldungen auch uneinheitlich, und manche sagen dass auch die bürgerliche Mitte ordentlich mitgemischt haben soll. Interessant dabei ist das Chemnitz mit einem Ausländeranteil von gerade mal 8%, die zudem auch schlecht bis gar nicht organisiert zu sein scheinen eigentlich gar kein wirkliches Asylantenproblem hat.
Der Anteil liegt in meiner Heimatstadt bei über 40% und da sind die Eingebürgerten nicht mitgezählt worden die dank Ditib und anderer Organisationen bestens organisiert sind. Ich frage mich gerade wie Vater Staat damit fertig geworden wäre wenn das hier passiert wäre.

Im benachbarten Ausland scheint eben genau das längst Alltag zu sein.
In Schweden die ein wirklich gutes Integrationskonzept haben sollen: https://www.welt.de/politik/ausland/article151805463/Schweden-ist-jetzt-ein-Land-im-Schockzustand.html
In Belgien, wie das Strassenfest in Chemnitz war hier ein Fussballspiel der Aufhänger:http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/strassenschlacht-in-bruessel-26-verletzte-193-festnahmen-1540978.html
In Italien, einer der Flüchtlings Hotspots: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-08/rom-ausschreitungen-fluechtlinge-polizei-besetztes-haus
In Griechenland, da kommen die Asylanten als Sündenbock für die rigorose Sparpolitik wohl gerade recht: https://www.focus.de/politik/videos/syntagma-platz-in-flammen-brandflaschen-auf-polizisten-hier-rasten-die-autonomen-griechen-voellig-aus_id_4818980.html
In Spanien brennt die Lunte am gleichen Pulverfass wie in Griechenland: http://www.fr.de/wirtschaft/dossier/schuldenkrise/spanien-ausschreitungen-strassenschlachten-in-madrid-a-610943

Es ist wie immer, gesellschaftliche Minderheiten bekommen es am ehesten auf den Balg in Zeiten politischer Unruhen und Sparprogramme. Es ist auch am leichtesten diese politische Minderheiten dazu zu verführen etwas zu tun was eigentlich niemand will.
Ich frage mich indes ob unsere Obrigkeit auch daran denkt und ob sie darauf vorbereitet ist wenns erst mal so richtig losgeht? Denn wie es aussieht braucht auch der deutsche Michel gelegentlich mal ein Ventil um seinem Ärger Luft zu machen. Wäre das anders dann würden die Rechten genau so wie in den letzten 5o-60 Jahren auch bei max. 4 bis 5% rumeiern, und nicht bei 18%,Tendenz vermutlich steigend.
Kann doch so schwer nicht sein das zu begreifen.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 31. August 2018, 12:01

Wie es scheint hat man in Chemnitz begriffen dass de Karre ganz schön im Dreck steckt.
https://www.huffingtonpost.de/entry/was-gestern-in-sachsen-passierte-ist-genauso-beunruhigend-wie-die-krawalle_de_5b88c31ce4b0511db3d69246?utm_hp_ref=de-homepage
Was sie aber nicht begriffen haben ist, dass es nur der versäumten Integrationspolitik geschuldet ist.
Was hier zuwandert sind nun mal Menschen, aus patriarchalischen Sozialstrukturen die so beschaffen sind dass so was wie Demokratie wie wir sie verstehen nicht kennen, sondern die soziale Stellung über die Autorität entscheidet.
Die Regierung sollte endlich mal ihre Lektionen über diesen Kulturkreis, und ein wenig mehr in unserer Geschichte zu lernen, anstatt die paar braunen Spinner zum Sündenbock, und den Rest der Gesellschaft, d, h, die Leute die es wagen diese Probleme offen ansprechen, gleich mit dazu zu machen. Dem Rest der Bürgerschaft die Schuld zu geben dass sie auf deren braune Parolen Botschaften reinfallen ist ja auch verführerisch einfach. Einfacher jedenfalls als Lösungsansätze zu entwickeln.
Aber ist es denn nicht so dass bei entsprechender Verzweiflung nach jedem Strohhalm gegriffen wird?
Lasst die Bürger mit ihren Problemen nicht alleine, dann passiert so was wie in Chemnitz auch nicht.
Der unzufriedene Bürger, nachfolgend der Ruf nach dem starken Mann der Ordnung schafft, genau das ist das Loch aus dem die braune Scheisse gekrochen kommt, ich dachte das hätte man 1933 gelernt. Die Rechten jedenfalls scheinen genau begriffen zu haben dass es immer noch funktioniert und auch mehr als ausreichend Ansatzpunkte vorhanden sind.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 1. September 2018, 01:16

Und wie wir auch schon oft geschrieben haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Regierung aufgrund von Unkenntnis der orientalischen Kultur so verschnarcht handelt, nicht bei dem Beraterstab !

Irgendwie muss ich zur Zeit wieder an Merkels Auftritt bei Anne Will denken. Wann war das noch mal, Winter 2016 ? Ich meine jenen Monolog, in dem sie betonte, dass ihre Asylpolitik einem genau durchdachten Plan folgen würde. Und bis heute hat sie es versäumt, das Volk darüber aufzuklären, wie dieser Plan denn nun aussieht und ob solche Ereignisse wie Chemnitz Teil dieses Plans sind.

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 1. September 2018, 11:03

So weit sind wir schon.
[flash=]https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/wegen-demos-in-chemnitz-schweiz-rät-bei-deutschlandreisen-zur-vorsicht/ar-BBMGLIP?ocid=spartanntp[/flash]
Es ist zwar noch keine offizielle Reisewarnung der Schweiz, aber immerhin halten sie es für notwendig ihre Bürger darauf hinzuweisen dass es derzeit in Deutschland zu Unruhen kommt. Immerhin kommt es vom Ausseninisterium der Schweiz, und auch wenn es noch keine offizielle Reisewarnung ist, so ist es wohl doch eine Vorstufe dessen.

Hier ist nicht etwa von irgendeiner Bananenrepublik die Rede, sondern von Deutschland, machen wir uns das klar.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 2. September 2018, 01:42

Und heute gab es wieder Krawalle in Chemnitz, diesmal waren es bereits an die 8000 Rechte.

Die Politik täte gut daran, von solchen Dingen die Finger zu lassen: https://m.focus.de/politik/deutschland/ ... 16778.html

Im Endeffekt betreibt die Politik hier auch nichts anderes als Bürgerbeschimpfung und Hetze bzw. Aufruf zu Gegendemos. So etwas führt nicht zu Frieden, sondern erst recht zu Straßenschlachten, wenn ich die beiden Fronten eines gespaltenen Volkes aufeinanderhetze. Und es zeugt von Charakterlosigkeit, jetzt gutgläubige Bürger auf die Straße zu schicken, um diejenigen braunen Geister zu vertreiben, welche man selbst gerufen hat ! Was haben wir uns doch die Finger wund geschrieben und immer wieder die Politik beschwört, die Bürger doch nicht mit aller Gewalt nach rechts zu treiben..... vergebens, und jetzt bekommen wir die braune Quittung serviert.

Und die AfD beobachten, das hieße mittlerweile schon große Teile des Volkes unter Beobachtung stellen, denn die AfD liegt bundesweit bereits bei 17%, in einigen Bundesländern bereits über 20%. Sind wir bereits so weit, dass die Politik ernsthaft an so etwas denkt ? Wäre sowas noch mit einer Demokratie vereinbar ?

Und die Teilnehmer von der großen Gegendemo "Herz statt Hetze" täten gut daran, statt "Herz" mal ihren Verstand zu bemühen, damit anschließend das Herz wieder an den richtigen Fleck rutscht, und das ist nun mal entgegen landläufiger Meinung nicht links, sondern mittig. Leute, ihr lasst euch instrumentalisieren, um die Fehler der Politik zu verteidigen. Mit "Herz" hat das nichts zu tun !

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 3. September 2018, 03:37

Ich frage mich gerade ob unsere Politiker wohl meinem ob Herz denn alleine genügen würde einen Staat zu lenken? ich weiss aber dass man mit einer Aussage Herz statt Hetze offensichtlich eine Zielgruppe ansprechen will die in ihrem Lebensalltag ziemlich wenig Herz am eigenen Leibe erfahren durften, also in erster Linie die sozial Abgehängten, denn die sind erfahrungsgemäss mit solchen Gefühlsparolen am leichtesten zu ködern. Und damit wären wir eigentlich schon wieder bei Politik und Depressionen:http://t-stammtisch-oberhausen-forum.forenworld.at/viewtopic.php?f=5&t=1401&p=14591&hilit=Politik+und+Depressionen#p14591

Ich weiss es ja nicht wie das bei einem ganzen Staat so funktioniert, denn einen ganzen Staat mit 80 Millionen Bürgern habe ich noch nie gelenkt. Jedoch weiss ich ganz genau dass man mit Herz alleine noch nicht mal ein kleingewerbliches Unternehmen, selbst mit nahezu unbegrenzter Kapitalkraft leiten kann, ohne innerhalb weniger Wochen den Bach runterzugehen. :hammer:


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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 4. September 2018, 01:52

Also bei den Braunen denke ich mal braucht man über nichts mehr zu diskutieren, denn die haben ihr hässliches Gesicht recht eindrucksvoll gezeigt. Aber wie sieht es denn im linken Lager so aus ?

Reden wir da doch mal über Herz, da es uns doch dauernd suggeriert wird, dass die Parteien links der Mitte selbiges gepachtet haben, während man kritische Geister, wenn man sie gnädigerweise nicht gleich als Nazis diffamiert, doch recht häufig als Empathieleichen hinstellt.

Also wäre ich ein naher Angehöriger des Chemnitzer Mordopfers, dann würde ich wohl Demonstranten, die mit roten Pappherzchen ein Herz für Asylanten zeigen, wohl nur als eines sehen: Als pietätlos und vor allem zynisch. Und zwar völlig unpolitisch und auch dann, wenn ich eigentlich immer Anhänger linker Ideen gewesen wäre und auch immer mein Kreuzchen bei jeder Wahl links der Mitte gesetzt hätte.

Wenn ich dann auch noch sehen würde, dass die Vertreter der etablierten Parteien da mitmarschieren und ein Herz für Asylanten zeigen ? Sorry, dann könnte es passieren, dass ich einem dieser Demonstranten das Pappherz aus der Hand pflücken und ihm vor die Füße kotzen würde. Und zwar nicht, weil ich braunen Ideen anhänge, sondern weil ich ein "Herz für Asylanten" in meiner derzeitigen Situation für zynisch halte und eigentlich nichts anderes will, als mich ins Private zurückzuziehen um mich der Trauerarbeit zu widmen.

Also Empathiefähigkeit (und damit Herz !) hat man mit dieser Herzdemo ganz sicher nicht bewiesen. Eher wirkt mir sowas fast wie soziopathisches Handwerk, denn solche Menschen haben ja brav auswendig gelernt, dass man "Herz zeigen" muss, wenn was trauriges passiert ist. Aber sie bemerken halt nicht, wann man durch Zurückhaltung mehr Herz zeigt als durch Pappherzen, denn dafür fehlt den Soziopathen halt das Sensorium.

Übrigens scheint die Herzschmerz-Masche nicht mehr auszureichen, um signifikant mehr Menschen auf die Straße zu bringen als die Rechten, denn letztere waren ja fast doppelt so viele.

Damit das linke Lager behaupten kann, sie seien mehr, dafür müssen sie schon ordentlich gratis Party anbieten und Schnaps verteilen: http://m.spiegel.de/kultur/musik/chemni ... 26365.html

Aber wie lange wird die Methode Schnaps verteilen wohl noch funktionieren ? Wohlgemerkt, die Rechten haben ohne so was 8000 Mann auf die Straße gebracht, und das binnen Nullzeit. Und das ist es, was mir Sorgen bereitet !

Mal ganz abgesehen davon, dass ich so ne Party wie das linke Lager sie anlässlich dieses Mordes veranstaltet hat, auch wieder als das Werk von Empathieleichen ansehe.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 7. September 2018, 12:43

Schon wieder Chemnitz, und schon wieder: Da schau mal einer an?
https://www.welt.de/regionales/sachsen/article181449626/Maassen-Keine-Informationen-ueber-Hetzjagden-in-Chemnitz.html
War kein Grund zur Aufregung, ist nix passiert, alles kein Problem lieber Bürger!
Hetzjagten gab es wohl wirklich nicht, aber was es gab das genügte auch schon. Merkels Wahl der Worte war nur ein wenig unglücklich, Geht es nur mir so? Oder deutet das vielleicht nicht doch auf eine gewisse Kopflosigkeit hin?
Es bleiben mehr Fragezeichen als brauchbare Antworten was los ist in Deutschland.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 8. September 2018, 01:40

Die Politik kommt mir seit geraumer Zeit schon kopflos vor. Es kommen nur dauernde Aufschreie wenn mal wieder ein Politiker ein paar vielleicht unpassend gewählte Worte von sich gegeben hat, der neueste Skandal ist ja gerade Seehofers Satz von der Migration als "Mutter aller Probleme". Man ist dann mit nichts anderem mehr beschäftigt als mit Keifen anstatt endlich mal das zu tun, für was man eigentlich bezahlt wird, nämlich fürs Regieren. Seit Wochen nur noch emotionaler Schrott gepaart mit Handlungsunfähigkeit !

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Goldmarie » 8. September 2018, 21:22

Und in Chemnitz gibt's schon Anklänge an die Kristallnacht: Steinwürfe auf ein jüdisches Restaurant.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 77456.html

LG
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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 9. September 2018, 02:08

Das ist ja das Bittere: Wer braun sät, wird Nazis ernten. Und die Politik hat solange es diesen Bereich hier gibt nichts anderes gemacht als die Wähler nach rechts zu treiben. Und jetzt fahren wir schön langsam die Ernte dieser Politik ein.

Übrigens bin ich natürlich nicht in der Lage zu sagen, ob das Video von der Hetzjagd auf Ausländer echt oder ein Fake ist. Aber man möchte doch meinen, der Verfassungsschutz müsste doch über die Technologie zum Nachweis von Fälschungen bei Bildern verfügen ? Ferner geisterten auch Artikel durch die Presse, nach denen jene ca. 10 Personen unter den 8000 rechten Demonstranten , welche den Hitlergruß gezeigt haben, in Wirklichkeit Linke waren, die sich in die rechte Demo gemischt haben. Alles in Allem also sehr dubios das Ganze und sog. False Flags werden nicht ausgeschlossen.

Trotzdem wird ja recht heftig über dieses Video mit der echten oder auch gefälschten Hetzjagd diskutiert und das Entsetzen im Lande ist groß.

Man vergleiche diesen Umstand mal mit Silvester 2015/16. Da standen 1000 Migranten und veranstalteten Hetzjagden auf nichtmuslimische Frauen. Erstaunlich, wie zäh da die Informationen flossen und wie sehr man diese Taten relativiert, verharmlost und als "Taschendiebstähle" hingestellt hat. Und von einer Welle der Empörung seitens Politik und Presse war da nichts zu sehen ! Das alles kann jeder hier nachlesen, denn wir haben die Ereignisse von Silvester 2015/16 in Köln in einem eigenen Strang hier sauber dokumentiert !
Hier gehts lang: viewtopic.php?f=66&t=1259

Was erreicht man wohl mit so einer unsauberen Informationspolitik ? Richtig, man treibt die Menschen wieder weiter nach rechts, denn man erweckt den Eindruck einer Doppelmoral, in der die körperliche und seelische Unversehrtheit der Migranten in der Priorität über jener der deutschen Frauen steht. Und die AfD jubelt ! Und sage mir keiner, dass Berufspolitiker diese einfachen Beziehungen zwischen Ursache und Wirkung nicht behirnen !

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 9. September 2018, 02:39

Es ist schon irgendwie knuffig dass selbst unser oberster Verfassungschützer Massen nun in den Verdacht geraten ist rechts zu stehen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/hans-georg-maassen-zu-chemnitz-bundesamt-fuer-verfassungsschutz-nimmt-stellung-a-1227137.html

Es müssten doch eigentlich jede Menge Polizeivideos zur Verfügung stehen? Ich kenne nur das Video der Tagesschau, Da war lediglich ein Demonstrant zu sehen der auf einen anderen losging und ihn nach etwa 50 Metern mit einem Fusstritt in den Allerwertesten verabschiedete, der noch nicht mal getroffen hat. Also eine so eine richtige Hetzjagt stelle ich mir irgendwie schon ein wenig anders vor, uns sollten wir mal einen Sachverstädigen befragen, also einen Jäger, dann dürfte die Antwort wohl sein: Bei einer Hetzjagt wird bis zur Erschöpfung gejagt, und dass diese Erschöpfung nach 50 Metern schon eintritt ist wohl nur bei Asthmatikern zu erwarten.
Doch von dieser Tatsache mal abgesehen passiert so was auf so gut wie jeder grösseren Demo bei der sich die Gemüter erhitzt haben.
Und Alltag ist es in den Fussballstadien, wers nicht glaubt der soll doch mal im Dortmund-Block für Schalke jubeln.

Meiner Meinung nach sollte das nicht so hochspielen damit die ohnehin schon erhitzten Gemüter nicht noch mehr in Wallung geraten. Wo also sind die Polizeivideos? Es muss eigentlich jede Menge geben, oder will mir etwa jemand weiss machen das die Polizei auf einer derart pol. hochbrisanten Demo etwa nicht ordentlich gedreht hat?
Besonders im Hinblick auf die Hetzjagten, die es ja gegeben haben soll, aus denen sehr schnell richtige Progrome entstehen können. Sind sie vielleicht inzwischen aufgetaucht? Ich weiss es nicht, ist mir da möglicherweise was entgangen?
Und darüber hinaus frage ich mich ob bei unserer Rechtsprechung die Beweisslast überhaupt bei Massen liegt? Und gilt nicht bis zum Beweis in Dubio Proreo?
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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 10. September 2018, 02:16

Und erneut gab es ein deutsches Todesopfer bei einer Auseinandersetzung mit Migranten. Und binnen Nullzeit marschieren in der betroffenen Kleinstadt ca. 2500 Rechte auf: http://m.spiegel.de/panorama/justiz/koe ... 27272.html

Wir werden uns wohl mit dieser neuen Eskalationsstufe, hervorgerufen durch eine bessere Vernetzung rechter Gruppen, abfinden müssen, sofern sich an der Anzahl der von Migranten begangenen Gewaltdelikte nichts ändert.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 10. September 2018, 11:55

Droht uns ein erneutes 1933 fragt "Die Zeit" ?
https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2018-09/chemnitz-weimarer-republik-nazizeit-vergleich-rechtsextremismus
Natürlich nicht, alles kein Problem, wen wundert das jetzt?
Aber bei genauem hinsehen lassen sich die meissten Argumene die von der Zeit vorgebracht werden ziemlich leicht aushebeln.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 11. September 2018, 01:53

Diesen Artikel sehe ich als Beruhigungspille an, die bei mir nicht wirklich hilft, denn zu dünn ist der Wirkstoff.

Die Menschen sollen damals den Nazis nachgelaufen sein, weil sie primär Angst vor den Linken hatten?

Vielmehr hat der Autor hier die Weltwirtschaftskrise vergessen zu erwähnen, die für leere Mägen gesorgt hat. Und die Ursache für diese Krise hatten die Nazis schnell gefunden: Die jüdische "Weltverschwörung", d.h. die Nazis mussten hier eine haltlose Verschwörungstheorie an die Menschen verkaufen. Und das ist definitiv schwieriger, als heutzutage gegen den Islam zu hetzen, denn die Probleme wie z.B. neue Formen von Straftaten, die sind real, da braucht es keinen Aluhut, den man dem Volk verkaufen muss. Hetze verkauft sich umso leichter, je größer der wahre Faktenkern ist, auf den ein Demagoge sich berufen kann.

Und der Kommunismus? Den hat man doch auch den Juden in die Schuhe geschoben. Die AfD hat es in diesen Punkten sogar da leichter als damals die NSDAP, Menschen zu fischen, da sie viel weniger abstruse Theorien entwickeln muss, mit denen man die schwarze Welt wieder weiß machen kann.

Mal abgesehen davon haben sich die Juden nie gewaltsam gewehrt, während da die Muslime ein ganz anderes Kaliber sind. Und einen Gegner, der vor Gewalt nicht zurückschreckt, den kann man viel besser als den " großen Feind" verkaufen als eine gewaltlos lebende Minderheit.

Die Herzdemo mit Party als entschlossenen Aufstand gegen rechts anzusehen, halte ich für einen Witz. Hätte es da die große Gratis-Sause nicht gegeben, wären eben die Nazis mehr gewesen, nämlich doppelt so viele wie das eben am Tag zuvor der Fall war. Und die Braunen haben bisher den Spaßfaktor noch gar nicht ausgenutzt. Wenn die zusätzlich auch noch anfangen sollten, Schnaps zu verteilen, dann Prost Mahlzeit !

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 11. September 2018, 11:11

Hier mal ein Lesetipp der den einen oder anderen Aufschluss geben könnte ob wir wirklich auf 1933 zusteuern:https://www.berliner-zeitung.de/politik/originaltexte-aus-1934-deutsche-beschreiben--warum-sie-nazis-wurden-31235180
Einige Komponenten fehlen noch denn der wohlstandsverwahrloste Durchnittsbürger kämpft nicht gerne, und solange er genug zu fressen hat sieht er auch keine Notwendigkeit dazu.
Ähnlich ist es mit den notorisch Unzufriedenen, solange der Sozialstaat genug Sozialhilfe zahlen kann werden sie auch schweigen. Und weil sie eigentlich so gar nichts haben worum sie sich sorgen müssten, beklagen sie das viele Unrecht in der Welt um ihre Depressionen zu füttern. Sie sind mit ihren Spiegelfechtereien also ebenfalls gut beschäftigt. Dass man das nur anders kanalisieren bräuchte ist ne andere Sache. An faschistische Strukuren in ihren Organisationen, die für die Wiedervereinigung der Spalttablette kämpfen sind sie längst gewöhnt. (Wer nicht "bedingungs- und widerspruchslos" für uns und unsere Idee ist der ist gegen uns und wird gemobbt) Wie nennt man so eine Haltung eigentlich?
Auch gibt es noch keinen Ruf nach dem starken Mann, solange man nur genug zu fressen hat, und die Strassenkämpfe sind bisher noch eher zögerlich, aber deutlich vorhanden. Die rechte Szene und deren Sympathisanten ist derzeit noch relativ unorganisiert, aber das kann sich ganz schnell ändern.
Es müsste nur mal jemand machen, dann hätten wir wieder so was wie eine Sturm-Abteilung, bekannter ist der Name SA.

Fazit: Kein Grund zur Sorge, Klabautermann führt das Narrenschiff!
https://www.youtube.com/watch?v=Zwsof2nG4p4

Möge Euch Euer Wohlstand also ewig erhalten bleiben Ephesäer, auf dass ihr niemals merket wie nahe ihr am Abgrund steht!

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 12. September 2018, 02:06

Wohlstand bzw. dessen Absenz (also Armut) sind relative Begriffe, erinnern wir uns doch nur an den "Glücks-Index", nach dem Deutschland unter ferner liefen landete, während nach westlichen Maßstäben bettelarme Länder die vorderen Plätze belegten.

Von daher gehe ich nicht davon aus, dass der Michel erst dann mit dem Kämpfen beginnt, wenn er wirklich im physischen Sinne hungern muss. Es würden bei der derzeitigen angespannten Lage bereits Umsetzungen von aberwitzigen Plänen genügen, wie z.B. die Grünen sie verfolgen. Die wollen nämlich die Einführung einer Steuer auf alle Fleischwaren, d.h. eine signifikante Lebensmittelteuerung. Da will eine Partei dem deutschen Geringverdiener das Schnitzel vom Teller klauen, während ein und dieselbe Partei alles was Beine hat ins Sozialsystem einwandern lassen will ? Sowas würde eventuell bereits ausreichen für ein 1933, obwohl das definitiv noch keine Hungersnot auslösen würde. Wie gesagt, Armut ist relativ !

Und faschistische Systeme und Depression ? Man frage sich nur mal, welcher Mensch den Satz " Du bist ein Nichts" unterschreiben würde. Das tun nur Menschen, deren Selbstwertgefühl komplett auf null gesunken ist, d.h. da hat die Depression bereits ihre Wirkung getan.

Jetzt sage man: "Du bist zwar ein Nichts, aber du kannst dich trotzdem für ein wichtiges, übergeordnetes Ganzes sinnvoll einsetzen, z.B. für " dein Volk ". Da würden sicherlich viele Depressive mitmachen, da so ein Einsatz für das Wohlergehen des Volkes dem eigenen Leben wieder Sinn zu geben scheint, auch wenn man selbst nach wie vor " ein Nichts" ist. Fügt man aber nun die beiden Teilsätze zusammen, so ergibt sich etwas in Richtung von "Du bist nichts, dein Volk ist alles ! " Und diese Parole kennen wir doch irgendwo her !

Den zweiten Teilsatz kann man beliebig austauschen und den völkischen Kram durch was anderes ersetzen, und schon wird aus der braunen eine linke, religiöse oder was auch immer faschistoide Parole: "Du bist nichts, der Tierschutz/der Islam/der Kommunismus/der Weiß der Teufel was ist alles !" So zieht man Menschen in militante Gruppen, die sich als ein Nichts fühlen. Und wenn man noch davon ausgeht, dass die Depression in Deutschland zur Volkskrankheit geworden ist, dann bekommt man eine Vorstellung davon, wie es um die Demokratiefähigkeit hierzulande steht.

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