Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgefahr?

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 14. September 2018, 02:21

Nochmal zu unserem obersten Verfassungsschützer, denn man zofft sich jetzt darum, ob er seinen Hut nehmen soll.

Dazu sollte man sich mal in seine Lage versetzen. Der hat das Video gesehen, das die sogenannte Hetzjagd zeigen sollte, aber es ist nur ein Arschtritt in die Luft zu sehen. Was nun ?

Er wusste genau, wenn er die Wahrheit sagen und zugeben würde, dass bei jeder Wackersdorf-Demo und erst recht bei G20 seitens der Linken der Punk abging, während Chemnitz da bei weitem nicht so drastisch war, dann würde es gleich zu einem Aufschrei kommen. Man würde ihn übelst in die braune Ecke stellen, weil anscheinend linke Gewalt auf Demos gnädiger behandelt wird als rechte.

Option zwei: Er hätte knallhart lügen können und bekräftigen, dass da eine derbe Hetzjagd stattgefunden hat. Das hätte nicht von einem ordentlichen Charakter gezeugt, aber seiner Karriere nicht geschadet.

Bleibt nur noch eine Notlüge als dritte Option: Man behauptet, das Video sei ein Fake. Damit hätte es theoretisch vom Tisch sein können. Aber wie wir wissen, ging der Schuss nach hinten los und er ist aufgrund der Notlüge in die braune Ecke gestellt worden.

Er hätte seine Karriere also nur durch eine obrigkeitskonforme Lüge (Option zwei) retten können. So weit sind wir bereits in diesem Lande !

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 14. September 2018, 03:00

Kurt Huber ( Weisse Rose) aus seiner Verteidigungsrede vor dem Volksgerichtshof:

„Ein Staat, der jegliche freie Meinungsäußerung unterbindet und jede, berechtigte Kritik, jeden Verbesserungsvorschlag als ‚Vorbereitung zum Hochverrat‘ unter die furchtbarsten Strafen stellt, bricht ein ungeschriebenes deutsches, germanisches Recht."
Ein Recht das inzwischen sogar vom Grundgesetz garantiert ist!
Warum also stellt man ihn und viele Andere, und uns nach rechts? Weil wir, er und viele Andere nicht alles glauben nur weils von der Obrigkeit kommt? Weil ein Staat, der sich demokratischer Rechtsstaat bezeichnet, keine anderen Möglichkeiten hat?
Denken wir da doch mal drüber nach, auch welche weiteren Möglichkeiten es noch so gibt kritisch fragende Stimmen kaltzustellen.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 15. September 2018, 02:01

Also wenn man die hochkriminellen Varianten des Kaltstellens wie ein Attentat oder das Unterjubeln von kompromittierendem Material (z.B. Drogen oder Kinderpornografie) mal außen vor lässt, dann fällt mir spontan dazu ein: Man kann Kritiker mundtot machen, indem man sie für bekloppt erklärt und ihnen den Aluhut aufsetzt. Und danach braucht man auch gar nicht lange zu suchen, man versucht das bereits im Falle Maaßen: http://m.spiegel.de/politik/deutschland ... 27188.html

Währenddessen fährt das Narrenschiff weiter Richtung Eisberg: http://m.spiegel.de/politik/deutschland ... 27472.html

Da zieht man womöglich in Betracht, deutsche Soldaten nach Syrien in den Krieg zu schicken, während Syriens wehrfähige junge Männer sich in Deutschland die Eier kraulen und Kaffee trinken, und das auch noch auf Kosten des Steuerzahlers ?

Das alleine wird die Rechten noch weiter auf die Palme bringen. Aber man stelle sich mal vor, Assad setzt tatsächlich Kampfgas ein und deutsche Soldaten würden qualvoll durch solche Chemiewaffen sterben. Dann brennt der Reichstag !

LG,

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Goldmarie » 15. September 2018, 22:52

Die Grünen waren mal Pazifisten. yau :nighty:
Es soll sich regen, schaffend handeln, / Erst sich gestalten, dann verwandeln; / Nur scheinbar stehts Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen: / Denn alles muß in Nichts zerfallen, / Wenn es im Sein beharren will.

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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Elviera » 16. September 2018, 01:49

Man hat zwar immer noch keine Beweise für die Hetzjagt gefunden, und das obwohl am besagten Tage mit Sicherheit Unmengen Hanys im Einsatz waren gibt auch Youtube nichts her was wenigstens so einigermassen eine stattgefundene Hetzjagt beweisen konnte.
Aber Kopf hoch. immerhin hat es heute in Chemnitz Ärger gegeben, Eine Selbsternannte Bürgerwehr ist aktiv geworden und hat fremdenfeindliche Atacken gestartet.
[url]https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/mitglieder-selbsternannter-bürgerwehr-attackieren-migranten/ar-BBNnhuk?ocid=spartandhp[/url]
Manchen Presseberichten zufolge, z.B. N-TV, sollen sie im Schnellverfahren abgeurteilt werden. ( Woran erinnert mich das wieder?)

Desweiteren standen heute über 3000 Polizisten im Hambacher Forst todesmutig gerade mal 150 Naturschützern gegenüber.
Hier sind sie weniger mutig scheint mir.[url] https://www.derwesten.de/staedte/duisbu ... 41531.html
[/url] Und wahrscheinlich ist es auch nicht so wichtig denn gerade mal eine Hundertschaft steht zur Unterstützung der Streifenpolizei zu Verfügung. Wie viele Hundertschaften 3000 Mann sind, die Frage zu beantworten überlasse ich den Mathematikexperten.

@ Charon
Praktizierte Demokratie halt. :lol:

@ Maria
Man denkt ja z.Z. über einen Bundeswehreinsatz in Syrien nach. Wie stehen die Grünen eigentlich dazu? Oder haben sie noch keine Position eingenommen? Was ist aus Schwerter zu Pflugschaaren, Frieden schaffen ohne Waffen eigentlich geworden?

Ach ja- das hatte ich völlig vergessen. Erdogan kommt nach Deutschland zu einem Staatsbesuch und vielleicht will er auch die Kölner Grossmoschee eröffnen, obwohl sie schon seit Jahren im Betrieb ist. Dass es da wohl weniger um eine Erföffnungsfeierlichkeit sondern mehr um eine Propagandaveranstaltung geht könnte schon gut möglich sein.

Ein Glück dass, wie man sieht, der Rechtstaat immer noch funktioniert.


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Re: Erste Strassenschlachten und langfristig Bürgerkriegsgef

Beitragvon Charon » 19. September 2018, 02:18

Schnellverfahren für rechte Straftäter ? Und dabei dachte ich, Schnellverfahren seien nur in Bananenrepubliken oder in Diktaturen Gang und Gäbe. So kann man sich täuschen.

Und während man Rechte derart aburteilt, wird bei Ausländern, die erstens straffällig geworden sind und zweitens auch noch ausreisepflichtig sind, Ausrede um Ausrede hervorgebracht, warum man sie angeblich nicht abschieben kann: https://www.welt.de/regionales/nrw/arti ... sitesearch

Wie wäre es denn z.B. mit Sprachgutachten bei fehlendem Pass und erstmal Abschiebung in die Transitzonen der Flughäfen in den Herkunftsländern, denn dort ist ja quasi "Niemandsland" ? Wo ein Wille, da ist auch ein Weg ! Aber ich habe das Gefühl, man will nicht.

Lieber erweckt die Politik mal wieder den Eindruck, es gäbe zweierlei Recht: Den Knüppel für Einheimische und die Kuscheljustiz für Migranten. Die Folge: Noch mehr Wut und weiterer Zulauf für die AfD !!!!

LG,

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