Neues vom Wilden in Kurdistan

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 2. August 2016, 01:11

Na ja mit Kurdistan hat die Türkei eigentlich ja nicht so viel zu tun, aber ein Stück davon gehört immerhin auch zur Türkei.
Und ausserdem passts grad so schön.
Hier habe ich eine schöne Zusammenfassung dessen gefunden was bisher geschah:
http://www.focus.de/politik/ausland/macht-wahn-erdogan-wohin-gehst-du-tuerkei_id_5753738.html
Und falls wir und fragen wer dieser Wilde eigentlich ist und wie es zu dieser Entwicklung kam dann ist diese Doku vielleicht nicht uninteressant.
https://www.youtube.com/watch?v=l8zRtT28jYg
L.G.
Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abasin

Weiss gar nicht ob der überhaupt zu dem Buch durchs wilde Kurdistan gehört, passt aber auch grad so schön.
Und solle jemand meine sonstige Ernsthaftigkeit vermissen so kann ich nur sagen dass es bei dem Thema immer schwerer wird "Ernst" zu sein. Aber ich habe mir ja sowieso einen anderen Namen ausgesucht.
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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 2. August 2016, 02:02

Hier kann ich irgendwie auch nicht mehr ernst bleiben, zu durchgeknallt ist dieser Möchtegern-Kalif, da kann man wirklich nur noch Os-Manie vermuten. Man müsste es wirklich mal versuchen und ihm täglich eine therapeutische Dosis Lithium heimlich in den Tee mischen.

Hier eines seiner aktuellen Propaganda-Schmierblätter, man könnte ja herzhaft lachen wenns nicht so krank wäre:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 05699.html

@ Elviera: Und trotzdem wette ich mit dir um nen Kasten Bier, dass Deutschland wieder kuscht und sich vom Sultan am Nasenring vorführen läßt. Erste Indizien gibts ja schon, musste ich doch heute morgen bereits in der Zeitung lesen, dass ein SPD-Politiker die Gülen-Bewegung auf deutschem Boden gerne vom Verfassungsschutz überwachen lassen würde. Perversere Formen der Täter-Opfer-Umkehr gibts ja wohl kaum, denn die Gülen-Bewegung ist in DE von den Erdowahn-Anhängern angegriffen worden und nicht umgekehrt.

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 2. August 2016, 02:41

Oft schon habe ich mich gefragt im Leben wo der Punkt ist wo sSelbstbewusstsein in Dummheit umschlägt, und wo danbei die Grenze zur Dummdreistigkeit überschitten wird.
Die reden immer noch von Demokratie. und das Volk glaubt es obwohl die Zeichen selbst für den allerletzen Ziegenhirten in Ostanatolien, ohne jede Bildung nicht mehr zu übersehen sein dürften?

Im Übrigen schliesse ich keine Wetten ab die ich nicht gewinnen kann. Die Türken führen Deutschland seit Jahren an der Nase rum. Ich würde ja keine Pegida- Demo in Aknara fordern, Rchts und Rechts gesellt sich ja eigentlich gerne.
Aber das wenigsten die christlichen Gemeinden deutscher Touristen und Ruheständler, z. B. in Antallya sich nicht mehr als Verein bezeichnen müssen, sondern als christliche Kirchen auftreten dürfen, das wäre doch schon was.
Von einem Kirchenbau in der Form dass es auf den ersten Blick erkenntlich ist dass es sich um eine Kirche handelt will ich doch gar nicht reden.
Solche Leute reden von Demokratie zu der auch die Religionsfreiheit gehört die sie in Deutschland ja so vehemend einfordern?
https://www.youtube.com/watch?v=5q-6KBEi9TY
Was dem Einen recht ist sollte doch dem Anderen billig sein- oder?
Aber wie läuft das statt dessen?
https://www.youtube.com/watch?v=-tfkdmS90jc
Und so was ist nicht die Ausnahme und auch nicht erst in der letzten Zeit so.
Es war schon immer so dass eine Kirche hätte mit Sicherheit in kürzester Zeit den Roten Hahn auf dem Dach hätte.

Aber wir dürfen das nicht im unseren mit unseren mitteleuropäischen Augen sehen, wo es ein Real-Christentum gibt bei dem die Religion den Zwängen des Alltages weichen muss.
In diesem Kulturkreis ist das völlig anders. Dort muss der Alltag, da die Religion nicht weichen kann, konsequent an die Religion angepasst werden. Und genau das gilt ebenso mit gleicher Konsequenz für die Politik, die in diesem Kulturkreis ebenfalls nicht von der Religion trennbar ist.

Ich glaube daher das eine wirkliche Demokratie, jedenfalls so wie wir sie in Mitteleuropa verstehen, im Islam nicht wirklich möglich ist.
Was das aber bedeutet wenn wie Mutti sagt der Islam zu Deutschland gehört?
Darüber weigere ich mich nachzudenken!

Tatsache bleibt jedoch:
Wenn wir Verträge mit der Türkei wollen dann nur zu deren Bedingungen, zu starr ist das religiös geprägte System der Türkei!

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 8. August 2016, 01:33

Tausende und Abertausende von Verhaftungen in der Türkei.......da ergeben sich diese Konsequenzen automatisch:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/l ... 06436.html

Klar ist aber auch, dass sich nicht in absehbarer Zeit ordentliche neue Gefängnisse aus dem Boden stampfen lassen, denn sowat benötigt schon eine längere Bauzeit. Man benötigt also eine schnellere Lösung, um all die politischen Häftlinge binnen kurzer Zeit unterzubringen. Und die zeichnet sich dann wohl ab: Baracken in Fertigbauweise oder Wellblech hinstellen und Stacheldrahtzaun drumrum. Sowat nennt man dann wohl Konzentrationslager und wir kennen sowat aus unserer Landesgeschichte nur zu gut ! Und wenn Erdogan dann auch noch die Wiedereinführung der Todesstrafe durchdrückt ? Wir erahnen, was dann in den Konzentrationslagern passieren könnte.......

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 8. August 2016, 01:40

Ich glaube das ist auch einer der Gründe warum Erdogan so mit der Todesstrafe liebäugelt.
Wäre nicht da serste Mal in der Geschichte dass man auf diese Weise Raum für den Nachschub an Häftlingen schaft.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 11. August 2016, 01:44

Hier ist eine Umfrage unter Deutschländern zum Thema Erdogan bzw. deutsch-türkisches Verhältnis. Es schon ein breites Spektrum an Meinungen da, aber mich beschleicht das Gefühl, dass eine Erdogan-Unterstützung zumindest in dieser kleinen Stichprobe mit niedrigerem Bildungsstand korreliert, was mich auch nicht sonderlich wundert. Besorgniserregend ist nur, dass der Bildungsstand unter Deutschtürken im Schnitt niedriger sein dürfte als der Bundesdurchschnitt, was auf eine sehr große Anzahl an Erdogan-Fans schließen lässt.

Insgesamt scheint die türkischstämmige Bevölkerung in DE sehr gespalten zu sein, was uns sicherlich noch einigen Kummer bereiten wird. Aber macht euch selbst ein Bild: http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 07002.html

Ach ja, noch an alle Deutschländer, die gerne "eine leichte Diktatur" hätten, wie einer der Befragten: Ein "kleines bisschen Diktatur" ist genausowenig möglich wie "ein kleines bisschen schwanger", aber vor ner richtigen Diktatur scheißt ihr euch ein, gelle ? Und wenn die Erdogan-Fraktion in DE nicht aufhört Ärger zu machen, dann kann es durchaus sein, dass Deutschland wieder in totalitäres Fahrwasser abdriftet. Nur ist das dann nicht das "kleine bisschen Diktatur" wie ihr es euch wünscht, liebe Deutschländer, sondern das wird dann "ein kleines bisschen Adolf", und spätestens dann werdet ihr euch wünschen, ihr hättet euren Verstand mehr benutzt statt einem plumpen Rattenfänger aus der Heimat eurer Vorfahren nachzurennen.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 14. August 2016, 02:24

Offensichtlich bekommt man angesichts des Fahnenmeeres bei der Türken-Demo in Köln vor einigen Tagen so langsam kalte Füsse weil man allmählich begreift wie weit Erdogans Arm nach Deutschland und Europa hineinreicht?
https://www.land.nrw/de/appell-ministerpr%C3%A4sidentin-kraft

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 17. August 2016, 00:48

Sollte die Quelle dieses vertraulichen Dokumentes vertrauenswürdig sein?
Dann bestätigt sich hier ein Verdacht den ich irgenwie schon lange hege.
Habs auch mehrmals geäussert, allerdings konnte ich es nie begründen. es war nur so ein gefühl aus dem auch heraus.
Aber erstaunlicherweise bestätigen sich meine Bauchgefühle überraschend oft.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesregierung-wirft-tuerkei-terror-unterstuetzung-vor-a-1107915.html

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 17. August 2016, 01:34

Jaja, wir haben beide dem Herrn Erdogan ein recht eigentümliches Verhältnis zum IS zugeschrieben, und das basierte nicht nur auf reinem Bauchgefühl, sondern da haben wir schon versucht, beobachtbares Verhalten zu erklären, wie z.B. die rätselhafte Passivität Erdogans in Sachen IS oder die aktive Nachschub-Blockade für die syrischen Kurden, welche ja eindeutig gegen den IS gekämpft haben. Natürlich kamen dann von meiner Seite auch selbstgebastelte Verschwörungstheorien, was für nen Nutzen Erdogan von einer Unterstützung solcher Terror-Truppen haben könnte (siehe Rammbock-Theorie); ich habe aber mangels Beweisbarkeit solche Beiträge immer als Aluhüte gekennzeichnet.

Was aber, wenn diese Quelle nun seriös ist ? Dann rückt auch der Gedanke in greifbare Nähe, dass meine Aluhüte womöglich gar keine sind.........

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 2. Oktober 2016, 00:52

Es ist ja bisher nur ne Meldung eines Stadtblattes, aber die Frist für die Visafreiheit der Türkei läuft ja nun mal so langsam ab.
Obwohl es in der letzten Zeit ja recht still geworden ist um Erdogan, so scheint er nun einen erneuten Anlauf zu nehmen und notfalls eine Entscheidung herbeizwingen?
http://www.ksta.de/politik/-am-ende-der-geduld--erdogan-fordert-entscheidung-ueber-eu-beitritt-24835462?dmcid=sm_fb&t=%E2%80%9EAm

Nun ist es ja mitlerweile so das die Eu tief in der Krise steckt und die Stunde der Türkei nun gekommen zu sein scheint.
Irgendwann im Frühling 2017 wird in Frankreich gewählt, und dort ist das rechte Lager mit Le Pen an der Spitze recht stark. Und zwar mindestens etwa so wie die Afd bei uns, wobei Schlimmeres zu befürchten ist, und es gut möglich ist das Holland ins schwimmen gerät.
Sollte Frau Merkel nun auch noch erneut zur Kanzlerwahl stehen so könnte das leicht zur Katastrophe in Frangreich geraten, denn mit ihrer macht hoch die Tür die Tor macht weit hat sie sich nun wirklich keine Freunde gemacht. Weder in Europa und noch weniger in Frankreich war man mit dieser über die ganze EU bestimmenden Politik einverstanden. Ich gehe daher sogar so weit das Le Pen die Wahl in dem Falle mit Abstand gewinnen wird, und dass würde bedeuten das Frankreich als das Letzte verbleibendes Land das man als zahlungfähig betrachten kann aus der EU ausscheiden wird. Auf die Süd- und Osteuropäischen Mitglieder wird man da wohl eher nicht zählen können, folglich stünde Deutschland alleine da.
Und damit wäre die EU Geschichte.
Sollte man aber Erdogans Ansinnen entsprechen, blos um ein in diesem Falle totes Kind namens EU weiterzufüttern, so wäre das bei der Erfahrung die man bisher, besoders aber in den letzten Monaten mit Erdogan gemacht hat meiner Meinung nach eine Bankrotterklärung der Demokratie und der Rechtstaatlichkeit.
Doch solche Meldungen verheissen nichts Gutes. http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/9168938/-wir-haben-die-tiefe-der-tuerkischen-wunde-nicht-erkannt-.html
Bisher war es doch immer so das die Türkei kein wirklich verlässlicher Vertragspartner war, und auch die Reaktionen von Erdogan-Bay waren in der Vergangenheit manchmal recht seltsam, nach mitteleuropischen Masstäben unverständlich und kamen mir bisweilen auch recht Archaisch vor.
Die Schlagzeile Erdogan-Bay ist am Ende seiner Geduld schreibe ich zwar der reisserischen Presse zu, aber zu ihm passen würde es schon.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 2. Oktober 2016, 02:04

Scheint als wäre da was Wahres dran an Erdogans Drohung, denn andere Quellen berichten auch bereits davon:

http://www.focus.de/politik/ausland/eu- ... 17011.html

Und was Muttis Kanzlerkandidatur anbelangt, da hat sie vielleicht die selben Gedanken im Kopf wie Elviera:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 09827.html

Bekanntgabe erst im Frühling 2017. Sieht fast danach aus, als wolle sie erst nach den Wahlen in Frankreich die Katze aus dem Sack lassen, um einen Sieg des Front National und damit den EU-Austritt Frankreichs zu verhindern ?

Naja, die Türkei als EU-Land, das ist nicht nur eine Bankrotterklärung der Demokratie, sondern auch ein wirtschaftliches Fiasko. Denn für sonderlich zahlungsfähig halte ich die Türken auch nicht.......die stecken zur Zeit wirtschaftlich derbe in der Krise, weil Dank Erdogan und Dank des IS-Terrors der Tourismus in den Keller gerauscht ist......die Menschen machen jetzt lieber in Spanien Urlaub. Der Tourismus ist aber eine der Haupteinnahmequellen der Türkei. Und ein totalitär regiertes Land ohne Zaster in die EU ? Da können wir ja gleich Takatukaland in die EU aufnehmen, denn dort soll zumindest der Goldschatz von Pippi Langstrumpfs Vater versteckt sein.......

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 2. Oktober 2016, 03:30

Den Verdacht habe ich auch dass die Kanzlerkandidatur dieses Mal ganz kurzfristig bekanntgegeben wird.
Aber nach der Wahl in Frankreich? Das wäre wohl im März oder April.
Wenn sie dann wiedergewählt werden will dann sollte sie aber jetzt schon mit dem Wahlkampf beginnen.
Aber nicht wie sonst mit leeren Versprechungen die nichts anderes aussagen als dass sie fortzufahren gedenkt wie gehabt, sondern mit Taten die die Situation wenigstens ein Stück weit bereinigen.
Frankreich schaut auch nach Deutschland, und besonders Merkel auf die Finger.
Und wenn da nämlich nix kommt, dann wird Le Pen das für ihren Wahlkampf wohl auch zu nutzen wissen.
Versprechen klingen zwar gut, aber nur Taten werden für sich, und d. h. für Merkel sprechen.
Ansonsten ist zu befürchten dass auch dieser Schuss nach hinten losgeht.
Ich glaube es könnte sich lohnen den Wahlampf in Frankreich etwas ganuer zu beobachten wenn man sich fragt wie die Chancen für die EU stehen.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 30. Oktober 2016, 01:21

Es ist ja nicht neu, die Wiedereinführung der Todesstrafe hat Erdogan ja schon mal erwogen.
Nun ist es aber wieder im Gespräch, jedoch mittels Parllamentsbeschluss.
Erste Kommentare aus Europa waren natürlich dementsprechend.
http://www.focus.de/politik/ausland/in-rede-angekuendigt-erdogan-will-parlament-ueber-todesstrafe-abstimmen-lassen_id_6133067.html
Was ich mich frage ist: Wie ist das eigentlich mit der Einführung der Todesstrafe nach dem Beitritt der Türkei in die EU?
Würde man die Türkei dann wider ausschliessen? Und wenn ja, würde sich das genau so lange hinziehen wie die Beitrittsverhandlungen die sich mittlerweile schon 10 Jahre laufen weil die Türkei weder gewillt, noch in der Lage ist die Beitrittskriterien zu erfüllen?

Was ist wenn die Verhandlungsposition sich dann so darstell das wir mehr von denen wollen als die von uns?
Im Moment ist die Eu ja im Vorteil. Das jedoch wäre nach einem Beitritt wohl genau anders herrum.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 30. Oktober 2016, 01:39

Jegliche Beitrittsverhandlungen mit der Türkei lassen einem derzeit nur noch die Haare zu Berge stehen. Und dazu brauchts nicht mal die Todesstrafe, das hier ist schon Schande genug:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 18097.html

Den Ausnahmezustand hat Erdowahn auch verlängert, meines Wissens um 3 weitere Monate. Der macht weiter, bis auch der letzte Systemkritiker im Knast ist. Und wenn dann die Todesstrafe eingeführt wird, dann sehe ich eigentlich nichts mehr, was Erdowahn noch vom einem Genozid abhalten könnte. Mit so einem Land werden EU-Beitrittsverhandlungen geführt ??????

Ach ja, der Patient leidet in der Tat an besorgniserregender Os-Manie, jetzt treten die Symptome wohl immer offener zu Tage: http://www.focus.de/politik/videos/die- ... 13021.html

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 31. Oktober 2016, 02:46

Das ist noch lange nicht vorbei, und das hatte ich auch nicht wirklich erwartet. Aber so langsam wirds richtig gruselig.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/erdogan-will-t%C3%BCrkei-erweitern/ar-AAjCfwW?ocid=UE07DHP

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 1. November 2016, 00:54

Auch die politische Säuberung geht weiter, heute hat Erdogan die Zeitung Cum huriyet hochgenommen, den Chefredakteur und weitere Mitglieder der Redaktion festgenommen.
http://www.tagesschau.de/ausland/cumhuriyet-117.html
Eigentlich wundert es mich dass es erst jetzt geschieht, denn die Huriyet ist dafür behkannt dass sie pro westlich, pro-kurdisch, pro Atatürk und regierungskritisch ist.
Sie hat mit ca. 100 000 eine verhältnismässig kleine Auflage aber wird im Ausland viel gelesen, besonders von Regimekritikern. I
Ich vermute das ihre Beliebtheit im Ausland sie bisher vor dem Zugriff von Erdogans Schergen bewahrt hat.
Dass so was im Westen natürlich nicht unbemerkrt bleiben würde war aber klar, und prompt reagierte man, indem man der Zeitung den alternativen Nobelpreis verliehen hat.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/alternativer-nobelpreis-auszeichnung-fuer-zeitung-cumhuriyet-a-1113256.html

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 1. November 2016, 01:09

Elviera hat geschrieben:
Dass so was im Westen natürlich nicht unbemerkrt bleiben würde war aber klar, und prompt reagierte man, indem man der Zeitung den alternativen Nobelpreis verliehen hat.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/alternativer-nobelpreis-auszeichnung-fuer-zeitung-cumhuriyet-a-1113256.html


Oh, oh, wie Erdogans Antwort auf diese Tat wohl aussehen könnte ? Mir schwant da was: https://kulturstudio.files.wordpress.co ... rwurst.gif

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 1. November 2016, 02:03

Natürlich wird er toben, aber ihm sollte so langsam klar werden dass Europa ihn nicht so wie er es gerne hätte, und ausschliesslich zu seinen Bedingungen in der EU aufnimmt, sondern allenfalls nach EU Standarts und Bedingungen. Aber er rückt näher an Putin ran, und das ist auch ein guter Grund sich zu sorgen.

Die Botschaft des Nobelpreises aber dürfte klar sein.
Die Intelligenz will ihn nicht, der Bürger will ihn nicht, und die Arbeiterschaft sowie die sozial Schwachen die dazu verdonnert sind in Stadteilen wie Marxloh und Hochfeld zu leben, da habe ich auch so meine Zweifel,
Einzig die Politik, aber die nächste Wahl wird zeigen wie es weitergeht, denn letztlich entscheidet das Volk, und das sind die Leute die ich gerade aufgezählt habe.
Und die Zeiten wo man deutschen Demostranten von polizeilicher Seite sagt: "Nehmen sie die Fahne runter ( einfach nur Schwarz rot Gold, ohne Nazisymbole) die dürften dann vobei sein." Kein Scherz, das war vor kurzem noch in der Tagesschau. Nur ne kurze Einstellung. Übrigens die Antwort des Demostranten lautete: " Was ist das für ein Land wo ich noch nicht mal die eigene Fahne zeigen darf?"

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 1. November 2016, 02:17

Hier mal ne Bestandsaufnahme was aktuell in der Türkei los zu sein scheint:
[url]
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... id=UE07DHP[/url]

Mich erinnert das aber weniger an Putins Machtübernahme in Russland, sondern an ganz was Anderes.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon jessica » 1. November 2016, 13:13

Ich muss Elviera da Recht geben, denn es gibt ja da noch etwas.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... li=BBqg6Q9
Dies erinnert mich stark an die Machtergreifung von Hitler, der auch nur darauf aus war, seine Macht auf das europäische Umland usw. zu erweitern
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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 1. November 2016, 15:25

Stimmt, er scheint ne ganz aggressive Expansionspolitik im Kopf zu haben. Vergessen wir auch den Zypernkrieg Mitte der 70er nicht, denn Zypern ist ja zur Hälfte türkisch und zur anderen Hälfte griechisch. Das war den Türken damals schon ein Furunkel a exponierter Stelle, und daran hat sich nichts geändert. Das wird wohl ne Neuauflage geben, aber mit einem kleinen Unterschied. Griechenland wird das dieses Mal nicht so wie damals alleine ausbaden müssen, sondern als Bündnispartner sind wir Europäer dann mittenmang dabei. Sollte der Schulterschluss mit Putin klappen so wird Erdogan wohl keine Hemmungen mehr haben.

Was geht in diesem Kopf blos vor??????

Cäsarenwahn????

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 2. November 2016, 01:05

Umso wichtiger wäre es angesichts der aktuellen Situation, den aktuellen Kalten Krieg mit Russland zu beenden, um Putin und Erdowahn nicht noch enger zusammenzuschweißen. Es sieht aber ganz und gar nicht danach aus:

Nächste Woche sind ja Wahlen in Amiland und ehrlich gesagt kann ich beide Präsidentschaftskandidaten nicht ab. Nur ergreift bei uns die Presse i.d.R. klar Partei für die Clinton, die mit einem blütenweißen Scheinheiligenschein gegen den bösen Obernazi und Putinfreund Trump antritt. Nur ist die Clinton eine erklärte Russland-Hasserin, welche die alte Leier von Luke Skywalker (= Amiland) und Darth Vader (= Russland) abnudelt und klar betont, dass Amerika als "Hüter der Demokratie" in der Rolle des Weltpolizisten noch aktiver werden müsse. Und Europa würde wohl im Falle ihres Wahlsieges wieder brav auf die Stimme des großen Meisters jenseits des großen Wassers hören und die feindselige Politik gegenüber Russland in treuem Kadavergehorsam fortführen.

Trump ist zwar ein grenzdebiler Kotzbrocken mit rassistischen und sexistischen Gedanken in der schmalen Birne, aber er kann gut mit Putin und betont auch, dass im Falle seiner Präsidentschaft Schluss mit dem Kalten Krieg wäre und ein positiveres Verhältnis zu Russland auf dem Programm stünde. Außerdem will er als erklärter Nationalist Amerika eher vom Rest der Welt abschotten (siehe Mauerbau Richtung Mexiko) und sich erstmal um die Probleme im eigenen Land kümmern statt Weltpolizei zu spielen.

Fazit: Auch wenn westliche Pressestimmen oft hinter Clinton stehen, so gehe ich davon aus, dass die Gefahr einer Verbrüderung zwischen Erdowahn und Putin unter ihrer Herrschaft viel größer ist. Und wenn man das bereits in diesem Strang Geschriebene mit hinzunimmt dann muss man leider ganz klar erkennen, dass damit auch die Gefahr für einen WK 3.0 unter einer Clinton-Präsidentschaft wohl größer ist als unter einer Trump-Präsidentschaft. Mal ganz abgesehen wäre Trump als Präsident wohl eine bessere Chance für Europa und insbesondere DE, sich endlich mal von Amiland abzunabeln.

Es sieht aber den amerikanischen Umfragen nach eher nach einem Sieg für Clinton aus in dieser Wahl, die mehr einer Schlammschlacht gleicht.

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 2. November 2016, 01:55

Und es sieht wohl wirklich danach aus, als wäre er nicht der Weihnachtsmann, sondern eher der Gasmann: http://www.focus.de/politik/ausland/sor ... 44836.html

Der ist richtig gruselig.

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 3. November 2016, 01:27

Es passt auch hier ganz gut hin.
Wie der Artikel der Majestätsbeleidigung ist in Deutschand noch ganz was anderes vergessen worden abzuschaffen.
Bitte hinsetzen vorm Lesen. http://www.focus.de/politik/deutschland/todesurteil-noch-moeglich-in-diesem-bundesland-wurde-die-todesstrafe-bis-heute-nicht-abgeschafft_id_6146733.html

Und rümpfen wir nicht die Nase über die Türkei die bisher nur darüber nachdenkt sie wieder einzuführen
Wir haben sie noch die Todesstrafe, nicht zu glauben. :shock:

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 5. November 2016, 01:15

Hm.....irgendwie wundert mich das gar nicht mal so. Es geistert in einem Bundesland auch noch ein anderer Paragraph herum, der auch ganz gut in Erdowahns religiös geprägte Türkei passen würde: Die Gotteslästerung als Straftatbestand. http://www.sueddeutsche.de/bayern/blasp ... -1.2307082

Weder Todesstrafe noch Knast aufgrund von Gotteslästerung finden in DE noch Anwendung, da hier wohl Bundesrecht Landesrecht übertrumpfen dürfte wie eben der Ober den Unter sticht.

Ein kleiner Abstecher ins "Elvieraversum":

Wie gesagt, mich wundert es nicht, dass in einem Land, in dem der Staat noch immer für die Kirche den Zehnten eintreibt (heißt jetzt nur Kirchensteuer), noch solche kuriosen Paragraphen herumspuken. Mag es auch etwas penibel klingen, ich sehe in der Kirchensteuer ein Laizismusdefizit, bei dem Atatürk wohl auch mit den Augen gerollt hätte. Und meines Wissens ist die Krichensteuer auch etwas ganz Deutschlandspezifisches. Sind da die Ideen der Aufklärung in DE etwa weniger tiefgreifend in den Köpfen der Menschen angelangt als in anderen europäischen Ländern ?

Und wenn man diese Frage für sich selbst mit ja beantwortet, gilt dieses Ja dann nicht nur für den Laizismus, sondern auch für andere Punkte, etwa für die Naturrechtslehre und darauf aufbauend die Menschenrechte ? Spukt in den Köpfen der Deutschen etwa deshalb noch eine Art Residuum der mittelalterlichen Ständeordnung herum, was zu einer erhöhten Akzeptanzneigung für faschistoide Kastensysteme führen könnte ? Adel versus Plebs, Gläubige versus Ungläubige, Arier versus Nichtarier, Herrenmenschen versus Untermenschen, die Liste könnte man noch verlängern, aber es sind alles nur andere Bezeichnungen für ein ähnliches System, dem des Faschismus.

Wenn man diese Fragen mit ja beantwortet, dann dürfte ganz klar sein, dass unsere Demokratie nicht so gesund ist wie es scheint, die Decke der Zivilisation verdammt dünn ist und wir nicht nur beim Thema Erdowahn die Nase rümpfen sollten, sondern auch darauf aufpassen müssen, dass wir in DE nicht nochmal in so ein faschistoides System zurückfallen. Erdowahn ist weniger weit weg als wir denken !

Die andernorts erwähnte seltsame Angst vor den Freimaurern, die speziell in DE immer wieder aufflammt, ist m.E. auch ein Indiz für meine besorgniserregende Theorie. ;) In Ländern wie England oder wohl auch in Frankreich kann man über Freimaurerei so locker und offen plaudern wie übern Kegelclub, aber in Deutschland kursieren diese absurden Verschwörungstheorien.

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 9. November 2016, 01:11

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Levanah » 9. November 2016, 09:34

eigentlich eine seltsame und vorallem inkonsequente haltung hat der typ

zur kritik aus den reihen der eu sagt er, die gehe beim einen ohr rein und beim anderen wieder raus. warum bei der kritik seitens interner opposition nicht?
irgendwann geht ihm vielleicht mal ein full metal jacket beim einen ohr rein und beim anderen wieder raus.

:hallo:
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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 14. November 2016, 01:26

Hatten wir genau das nicht schon vor über einem Jahr hier im Forum vorausgesagt, in einem alten Türkei-Strang ?

https://www.contra-magazin.com/2016/11/ ... i-startet/

Das ist finster.......Kaffeesatzlesung um Kaffeesatzlesung wird Realität. :(

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 14. November 2016, 02:27

Allerdings dürfte es sich dabei um die gut ausgebildete Mittelschicht handeln die jetzt von Erdogan verfolgt wird.
Solche Leute können üerall auf der welt Asyl bekommen, aber ich würde mir schon wünschen das erdogan seiner Türkei den Kopf zu unseren Gunsten abschneidet.
Auch bilde ich mir ein im Laufe der letzten 50 Jahre beobachtet zu haben das die Integrationsfähigkeit stark abhängig ist vom Bildungsstand.
Wenn wir also ( laut Merkel) über jeden syrischen Ziegenhirten glücklich sind der in Deutschland pol. Asyl beantragt, den man aber erst mal aphabetisieren müsste bevor man an Integration denken kann? Also warum haben wir dann Bedenken bei gut ausgebildeten Türken?
Soll Erdogan sie doch ruhig weg-ekeln, denn der ganze Rest der Welt wird sich über solche Zuwanderer freuen.
Ob der Wilde dann mit den Leuten die ihm verbleiben ein Land regieren kann? Mir doch wurscht, Haupsache die intellekte Oberschicht der Türkei trifft sich in Deutschland wieder und bringt sich bei uns ein.
Wirderschonseh`n watterdavonhat! :D

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 16. November 2016, 01:11

Da stellt sich die Frage, ob man in Deutschland die türkischen Intellektuellen und kritischen Geister überhaupt haben will. Bei den Einheimischen will man sie nicht so gerne haben, so zumindest mein Eindruck. Schließlich lässt Erdowahn diese Menschen verfolgen, weil sie ihm keinen bedingungslosen Gehorsam leisten. Und wenn man nach wie vor von der Arbeitshypothese ausgeht, dass die Politik noch immer in weiten Teilen Büttel der Wirtschaft ist, dann sind jene Migranten willkommen, welche sich nach dem Irrglauben vieler Konzernchefs nach deren Ebenbilde formen lassen, und zwar zu falt - und stapelbaren Mitarbeitern.

Mich beschleicht das Gefühl, als würde man irrtümlicherweise den Analphabeten für eine Art "Tabula Rasa" halten, die man nach eigenem Gutdünken vollschreiben kann......den Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Integrationsfähigkeit scheint man wohl noch nicht erkannt zu haben ? Und warum sollte man bei den Migranten andere Wünsche haben als bei den Einheimischen ? Dauernd lese ich Schlagzeilen wie "Hauptschüler sind die besseren Facharbeiter" oder "Praktikum statt Mathearbeit" etc., d.h. man bejubelt Leute mit geringer Bildung und rollt ihnen den roten Teppich aus. Warum sollte man also geistige Eliten aus welchem Land auch immer willkommen heißen ?

Wir haben auch schon mehrmals darüber geschrieben, dass wir eventuell auf totalitäre Strukturen zusteuern bzw. dass die Gefahr für so eine Entwicklung keinesfalls gering ist. Und was will man in totalitären Strukturen ? Richtig, gehorsame Fleißtrottel, die brav in Reih und Glied marschieren, aber sicher keine Leute, die denken können und Dinge hinterfragen.

Also da beschleicht einen schon manchmal so ein Verdacht dass der junge, gesunde und körperlich kräftige Ziegenhirte willkommener sein könnte als die geistigen Eliten.

lg,

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