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Zuwanderer der 2. Generation gebildeter als Einheimische

BeitragVerfasst: 30. Oktober 2016, 12:54
von Elviera
Und zwar EU weit soll es nach dieser Studie so sein dass die Zuwanderer in Schule und Job erfolgreicher sind als Einheimische.
Aber in Deutschland ist das nicht so.
Woran das wohl liegen mag?

https://www.welt.de/politik/deutschland/article159138130/Zuwanderer-der-zweiten-Generation-besser-als-Einheimische.html

L.G. Elviera

Re: Zuwanderer der 2. Generation gebildeter als Einheimische

BeitragVerfasst: 31. Oktober 2016, 01:06
von Charon
Nun ja, da steht einfach nur "Zuwanderer" ohne weitere Information, das ist ein bißchen mager und es kommen Zweifel an der Vergleichbarkeit der einzelnen Länder auf.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob andere EU-Staaten im Gegensatz zu DE Einwanderungsgesetze haben, d.h. von vorn herein mehr auf die Qualifikation der Zuwanderer geschaut haben anstatt jeden Analphabeten reinzulassen.

Nächste Frage: Aus welchen Ländern bzw. Kulturen kommen die Zuwanderer ? Wenn ein Land mehr "kulturnahe" Einwanderer hat, dann wundert es einen nicht, wenn diese sich leichter integrieren und höhere Bildungsabschlüsse schaffen.

Des weiteren: Wie sieht es mit Integrationsgesetzen in den anderen Ländern aus ? Wurde da mehr Wert auf Integration gelegt anstatt die Entstehung von (bildungsfeindlichen) Parallelkulturen zu fördern, indem man die Zuwanderer sich selbst überlässt und nur deren preisgünstig verfügbare Arbeitsleistung abschöpft ?

Andere Länder haben meist auch weniger Sozialklimbim als DE. Das fördert ev. auch die Bereitschaft, sich mehr anzustrengen und in die eigene Bildung zu investieren.

Da sind massig Fragen offen, aber diese Studie gehr darauf eigentlich gar nicht ein.

lg,

Charon

Re: Zuwanderer der 2. Generation gebildeter als Einheimische

BeitragVerfasst: 31. Oktober 2016, 02:12
von Elviera
Es gibt ja viele Gründe eine Statistik so oder auch so aussehen zu lassen, aber ich musste irgendwie ganz spontan an die Nachkriegszeit denken, da kamen die Heimatvertriebenen mit nichts als den Klamotten auf dem Leib und mussten sich ganz schön tummeln um im Westen Fuss zu fassen.
Untergekommen waren sie in dem was der Krieg übriggelassen hatte. Baracken, Nissenhütten und dergleichen. Da war auch manch ein Kz- Aussenlager dabei wo man einfach nur den Stacheldrahtzaun abgebaut hatte.
Und genau das haben sie auch gemacht, und viele hatten dann so um 1960 ihr Häuschen da stehen.
Das weckte natürlich viel Neid, klar. aber das ist jetzt ne andere Sache.
Tatsache ist dass die Leute die in den Westen kamen Fuss fassen wollten, und deshalb haben sie sich angestrengt.
Könnte es sein dass sich dass vielerorts widerholt, nur nicht in Deutschland, weil ewig unklar bleibt wer bleibt/bleiben darf und wer nicht?
Könnte es sein dass man sich während der Zeit des ewig laufenden Asylverfahrens einfach nur an den Zustand des Nichtstuns gewöhnt hat, ähnlich der Langzeitarbeitslosen?
Die haben ja auch irgendwann ihren Frieden mit der Situation der Arbeitslosigkeit geschlossen. Und warum auch nicht? Die Mittel sind zwar etwas knapper, aber es läuft doch alles irgendwie weiter.

L.G. Elviera

Re: Zuwanderer der 2. Generation gebildeter als Einheimische

BeitragVerfasst: 1. November 2016, 00:33
von Charon
Wurden denn in den anderen Ländern grundsätzlich die Asylverfahren schneller durchgezogen und Leute mit einem Negativbescheid zügig in die Heimat zurückgeschickt ? In dieser Studie geht es ja nicht um die aktuelle Chaos-Flüchtlingswelle, sondern um Zuwanderer der 2. Generation.

lg,

Charon

Re: Zuwanderer der 2. Generation gebildeter als Einheimische

BeitragVerfasst: 1. November 2016, 01:42
von Elviera
Asylverfahren dauern bei uns Monate, man hört auch von Fällen wo es bis zu einem Jahr dauert. Worauf dann ein Widerspruch folgt und im Falle eines erneut negantiven Bescheides dauert es noch mal Monate bis zur endgültigen Abschiebung. In der ganzen Zeit hängen die leute in der Luft und irgendwas zu beginnen das macht unter soclchen Umständen wenig Sinn und verständlicherweise fehlt dann auch die Motivation.
Das benachbarte Ausland benötigt für die ganze Prozedre nur wenige Wochen. Von Holland weiss ich es ganz genau. Vom 1. Antrag und Widerspruchsverfahren bis zur Begleitung zur Grenze vergehen nicht mehr als 4 Wochen. Das ist der ungünstigste Fall. Besteht jedoch Anspruch auf Asyl so ist der Edamer in 2 Wochen gegessen.

L.G. Elviera