Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Elviera » 16. April 2018, 01:43

Könnte es sein dass man, nachdem man sich jahrelang geweigert hat die Problematik, was die Integration von Flüchtlingen betrifft, endlich zur Kenntnis zu nehmen?
Ich meine so was ist doch mal eine Massnahme die wirklich was bringen könnte.
[url]https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/bouffier-will-flüchtlingskinder-in-rechtskunde-unterrichten-lassen/ar-AAvTw1m?ocid=spartandhp[/url]
Die Generation der Eltern hat man wohl aufgegeben, denn die kulturelle Prägung dürfte wohl mit der einsetzenden Hochpubertät abgeschlossen sein. Da gibt es im affektiven Bereich nichts mehr zu integrieren. Den Eltern kann man nur noch von der kognitiven Seite beikommen indem man keine Zweifel daran lässt was erlaubt ist und was nicht, und es müssen dann auch entsprechende Sanktionen folgen wenn man ernst genommen werden will. Anders wird es wohl nicht gehen bei einer Kultur die einzig auf Autorität basiert.
Hoffen wir das weitere Massnahmen folgen, denn das alleine wird nicht genügen.
Z.B. Tagesschule mit einem angepassten Religionsunterricht in einer Art gesellschaftskonformen also westlich geprägten "Real- Islam". Wenn die Einflüsse von Eltern und Moschee nämlich nicht ein wenig eingedämmt werden dann dürften alle Massnahmen genau so wirkungslos verpuffen wie in der Vergangenheit auch immer verpufft sind.
Bleibt nur noch zu hoffen dass es dazu nicht bereits zu spät ist.

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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Charon » 17. April 2018, 01:14

In der Tat scheint es so, als würde man tatsächlich um einiges mutiger werden und Dinge ins Gespräch bringen, die vor Kurzem noch undenkbar waren. In NRW etwa denkt man über ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren nach: http://m.spiegel.de/lebenundlernen/schu ... 01636.html

Die Religionsmündigkeit hierzulande beträgt nun mal 14 Jahre und von daher würde so eine Regel die Muslime nicht diskriminieren, sondern vielmehr ist das eigentlich eine Gleichstellung. Ab 14 darf man z.B. entscheiden, ob man aus der Kirche austreten will. Warum sollte es also verwerflich sein, sich erst ab 14 für oder gegen ein Kopftuch entscheiden zu dürfen, zumal ich mich frage, was denn ein Kopftuch vor der Pubertät für einen Sinn haben soll ?

Und Herr Dobrindt möchte die H4-Leistungen von abgelehnten Asylbewerbern kürzen. Ja warum denn nicht, weil man sich sowieso die Frage stellen muss, warum jemand nach erfolglosem Asylantrag nicht zurück in die Heimat muss.

Und zu guter Letzt will Seehofer den H4-Beziehern unter den Asylbewerbern den Familiennachzug eventuell verweigern. Im Endeffekt ist das nichts Anderes als eine Auswahl nach Bildungsstand, denn Analphabeten dürften kaum auf dem Arbeitsmarkt integrierbar sein und daher H4 beziehen. Nur ist davon auszugehen, dass die Familien von Analphabeten auch über keinerlei Bildung verfügen und man somit mit Fug und Recht behaupten kann, dass hier eine Einwanderung in die Sozialsysteme stattfinden würde, während die Angehörigen gebildeter Asylbewerber häufig auch über Bildung verfügen dürften und daher leichter integrierbar sind.

Jedes bekannte Einwanderungsland wie z.B. Kanada oder Australien wählt nach Bildungsstand aus, warum sollte Deutschland das nicht auch dürfen ?

LG,

Charon
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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Elviera » 3. September 2018, 11:35

Endlich scheint man darüber nachzudenken wie man einen moderaten Islam in Deutschland fördern kann, auch wenn wie in der Artikel beschrieben es Erdogan auf die Barrikaden bringen könnte.
[url]https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/muslime-in-deutschland-bundesinnenministerium-will-deutschen-islam-fördern/ar-BBML8eE?ocid=crossde
[/url]
Und den wird es dort hinauf treiben denn damit würde er den Einfluss auf die Deutschtürken längerfristig einbüssen.

Kann aber auch sein dass er es gelassen sieht, was ich für wahrscheinlicher halte, denn der Islam hat genügend theologische Hindernisse eingebaut um eben genau so was zu verhindern. Ich tippe dass dabei nicht viel mehr herauskommt als die Schaffung einer weiteren Islam-Konfession die in Zukunft günstigstenfalls den Dhimi ( Schutzbefohlenen )Status erhält. Im schlimmsten Fall aber könnten sie auch als arr-ridda (Abtrünnige) gelten. Und das könne also durchaus in einer weiteren Katastrophe enden. denn der Schutzbefohlenenstatus ist nicht viel wert. Das sieht man an den zahlreichen Christenverfolgungen, die es selbst in gemässigten islamischen Staaten gibt. Wie man mit Abtrünnigen verfährt, ich glaube das wollt ihr gar nicht wirklich wissen.
Aber immerhin hat man damit die in Deutschland lebenden Muslime ihrerseits auch aufgespalten, d. h. falls das Angebot eines gemässigten Islam von den in Deutschland lebenden Muslimen überhaupt angenommen wird, was ich persönlich aber noch bezweifle dass es dazu kommen könnte. Zu gross ist der Absolutheitsanspruch dieser Religion, und zu stark ist die kulturell- religiöse und politische Prägung, zu stark die Bindung an autokratische Systeme die fatalerweise auch noch zu einer gewissen Militanz tendieren. Alles das bekommen sie schon im Vorschulalter in den Koranschulen, wie sie mittlerweile in jeder grösseren Stadt Deutschlands gibt mit auf den Weg. Und das ist auch der Grund warum viele Deutschtürken in der 3. Generation hier lebend allesamt mit deutschen Pässen, immer noch nicht den Koffer ausgepackt haben und denen die türkische Politik, mitsamt Erdogan immer noch wichtiger sind als das was in deutscher Politik so los ist.

Ich vermute dass Erdogan sich ganz gelassen bei Popcorn und Cola in seinem Lehnstuhl zurücklehnen, der Dinge die da kommen beobachtet, in dem Bewusstsein das Deutschland von nun an sich nicht nur mit der AfD rumärgern muss, sondern auch noch religiöse Fanatiker am Hals hat. Und das bedeutet erst mal so richtig Ärger den man dann ja wohl als Religionskrieg bezeichnen muss.
Ich glaube nicht dass ein gemässigter Islam, geprägt von westlich/europäischen Werten eine Zukunft hat, egal wo auf der Welt!
Und Erdogan kennt seine Pappenheimer auch deshalb könnte es gut möglich sein dass er schon jetzt ein breites Grinsen im Gesicht hat.


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mal das dieses Vorhaben sowieso keine Zukunft hat.
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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Goldmarie » 10. September 2018, 16:19

Bei all dem Schrecklichen, das zurzeit in TV und Presse zu sehen ist, finde ich es besonders erfreulich, auch mal ein Beispiel für eine gelungene Integration zu zeigen, die sogar Kreise zieht: Eine Gruppe von Syrern, die von der Aktion "Lirich ist bunt" betreut worden waren und sich inzwischen gut eingelebt haben und auch passabel bis z. T. sehr gut deutsch sprechen, hat in Oberhausen die Initiative "Gib etwas zurück" gegründet. Die Homepage http://www.gib-etwas-zurueck.de ist derzeit noch im Aufbau, aber sie haben einen schönen Flyer, den ich mal eingescannt habe.

Auf unserem gestrigen Gemeindefest haben sie mitgemacht, rund ein Dutzend junger Frauen und Männer: Sie haben Falafel gebacken und verkauft (der Erlös ging in die Gemeindekasse), beim Spülen geholfen und einen Tanz aufgeführt. Sie trugen einheitlich ein hellblaues T-Shirt mit dem Gib-etwas-zurück-Logo und hatten einen Infostand, an dem sie den Flyer verteilten und mit den Leuten ins Gespräch kamen. Ich finde das eine ganz tolle Sache!

LG
Maria
Dateianhänge
Gib etwas zurück.pdf
Flyer der Initiative "Gib etwas zurück"
(737.87 KiB) 6-mal heruntergeladen
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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Minka » 11. September 2018, 00:20

Das ist ein schönes Beispiel wie Integration laufen kann, Maria. Insbesondere, dass sie sich auch in einer katholischen Gemeinde beteiligen. Oder sind sie auch christlichen Glaubens?

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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Elviera » 11. September 2018, 01:33

Solche Initiativen würde ich mir viel mehr wünschen gerade jetzt wo sich die Gemüter in der deutschen Bevölkerung zu erhitzen beginnen wäre es enorm wichtig Flagge zu zeigen dass nicht alle Asylanten so sind. Warum gibt es nur weinige Aktionen dieser Art?

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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Goldmarie » 11. September 2018, 13:21

Minka hat geschrieben:Das ist ein schönes Beispiel wie Integration laufen kann, Maria. Insbesondere, dass sie sich auch in einer katholischen Gemeinde beteiligen. Oder sind sie auch christlichen Glaubens?

LG Minka

Das weiß ich nicht, glaube eher nicht, die Frauen trugen mehrheitlich Kopftücher. Aber das ist bei uns Tradition: Die Leute, die zu uns kommen, fragen wir nicht: Bist du katholisch oder evangelisch oder Muslim oder Jude? Bei uns sind alle gleichermaßen willkommen.

LG
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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Minka » 11. September 2018, 13:39

[/quote]
Bei uns sind alle gleichermaßen willkommen.

LG
Maria[/quote]

Hallo Maria,
das habe ich auch nicht angezweifelt. Ich dachte nur, dass manche Muslime nicht gerne in christliche Gemeinden gehen. Mir sagte mal eine Muslimin, dass sie aus Glaubensgründen nicht in eine christliche Kirche gehen dürfte.

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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Goldmarie » 11. September 2018, 18:19

Ja klar, dürfen die eigentlich nicht, sie waren ja auch nicht in der Kirche, sondern nur auf dem Fest. Wir durften früher auch nicht in eine evangelische Kirche gehen und jetzt gehen wir ganz selbstverständlich mit zum Abendmahl. Unser Pastor gibt auch Evangelischen die Kommunion, obwohl er es offiziell (noch) nicht darf. Gott sei Dank ändert sich da langsam mal was.

LG
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Re: Es tut sich endlich was in Sachen Integration

Beitragvon Goldmarie » 11. September 2018, 19:50

Bild
WAZ Oberhausen 11.09.2018
Am linken Rand sieht man die Syrer in ihren hellblauen T-Shirts
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