Epilation- es wird immer schwieriger

Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Elviera » 23. April 2016, 16:16

Es wird immer schwieriger eine Epilation genehmigt zu bekommen und wenn man einen Antrag stellt winden sich die Kk wie ein Aal wobei die Epi ja schon seit Jahren aus dem Standartleistungskatalog der gesetzlichen Kv raus ist. Das Recht ist also zunächst mal auf Seiten der Kk.
Trotzdem sollte man den Antrag stellen denn bei einem Klageverfahren hat man immer noch ein paar Aussichten auf Erfolg.
Aber es wird immer schwerer wie man hier an diesem Beispiel sieht Es ging immerhin durch 2 Instanzen und es war keine Transfrau.


Starke Gesichtsbehaarung bei Frauen - Krankenkasse lehnt Laserbehandlung ab:

Gericht:
LandesSozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 18.02.2016 - L 5 KR 226/15
LSG Rheinland-Pfalz
Rechtsindex - Recht & Urteile

http://www.rechtsindex.de/sozialrecht/5483-urteil-starke-gesichtsbehaarung-bei-frauen-krankenkasse-lehnt-laserbehandlung-ab

So eine Prozedre lohnt wohl nur wenn man Anspruch auf Pkh hat, denn im anderen Falle zahlt man die Gerichtskosten selbst. Und wenn man hier bedenkt dass man vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand ist?
Na ja- die meissten hier sind seit Jahren durch mit Alle, aber es kursieren in der Szene immer noch die wildesten Gerüchte mit der Aussage dass ein Rechtsanspruch auf de Epi besteht.
Dieser Rechtsanspruch besteht nicht, aber über die Einzelfallentscheidung kann es immer noch im Widerspruchsverfahren, notflalls vor Gericht erstritten werden.
Bis jetzt jedenfalls noch,, aber wie man sieht wird es immer schwieriger.

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Goldmarie » 23. April 2016, 21:55

Elviera hat geschrieben:... bei einem Klageverfahren hat man immer noch gute Aussichten auf Erfolg.

Nö. Ich habe in zwei Instanzen verloren.
Es soll sich regen, schaffend handeln, / Erst sich gestalten, dann verwandeln; / Nur scheinbar stehts Momente still.
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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Elviera » 25. April 2016, 02:44

Hallo Maria, ich erinnere mich genau,

Ich wollte es nur mal klarstellen, weil in den sozialen Netzwerken der Eindruck vermittelt wird das immer noch ein Rechtsanspruch bestünde.
Es war vor etlichen Jahren schon schwierig, und das ist inzwischen ganz sicher nicht besser geworden.
Und selbst in einem Klageverfahren ist es schwierig und wird zunehmend schwieriger.
Trotzdem tun einige Leute so als bestünde da immer noch ein Rechstanspruch auf die Epilation, und hetzen die Leute in ein immer sehr teures oft sinnloses Klageverfahren.
Solange man Anspruch auf PKH hat ist es ja relativ egal, auch sind Sozialgerichtsklagen in der 1. Instanz kostenfrei. Den eigenen Rechtsanwalt ausgeschlossen den bezahlt man immer selbst, jedoch besteht kein Anwaltszwang. Aber ohne Anwalt? wenn die Kk mit ner ganzen Rechtsabteilung aufmarschiert?
Man sollte sich das also genau überlegen weils viel Geld kosten kann und der Ausgang ungewiss ist.
Sicher, Manche haben Glück, aber Manche, wohl die Meissten eben auch nicht. Und wer keine Pkh hat für den heisst es oft genug: "Zahlen und Fröhlich sein."

Nichts desto trotz werden die Leute dort unverdrossen weiter aufgehetzt und mit kompakten Nichtwissen was ihre Rechte sind und was nicht aufgeklärt.
Wen wunderts dass es ist wie es ist wenn die Leute solchen Fachleuten die nicht das geringste juristiche Verständnis haben oder über Sozialkompetenz verfügen wie die Lemminge hinterherlaufen bis sich der Abgrund auftut.
Trotzdem, den Antrag bei der Kk sollte man stellen und bei Ablehnung auch wiedersprechen. Das kostet noch nix. Aber alles Andere sollte wohl überlegt sein, und wer sich da auf die Auskünfte in den sozialen Netzwerken verlässt der kann sehr schnell verlassen sein.

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Goldmarie » 27. April 2016, 22:58

Hallo Elviera,

ich bin heilfroh, dass ich nicht vors Bundesverfassungsgericht gezogen bin, das hatte die Deborah mir ja angeboten. Ich hätte mich dumm und dusselig gezahlt - für nix und wieder nix.

Inzwischen brauche ich keine Epilation mehr. Ich habe die Zähne zusammengebissen und das Epiliergerät angesetzt. Und fleißig mit der Pinzette gezupft. So langsam zeitigt das Erfolg, ich brauche nur noch alle paar Tage den nachwachsenden Flaum zu entfernen. Meine Freundin Hannelore hat einen stärkeren Bartwuchs als ich. :)

LG
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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Elviera » 30. April 2016, 13:54

Das ist es ja, es ist manchmal besser und vor allen Dingen billiger, weniger aufwändig nach anderen Lösungen zu suchen.
Letztlich ist es doch so dass selbst wenn man recht bekommt das an Bedingungen gebunden ist die z.T. nur schwer erfüllar sind.
Z. B. Vertragsärzte der Krankenkassen die nie freie Termine haben, und wenn dann selten mehr als eine Stunde mit endlosen Fahrtzeiten und denen ausserdem noch die Übung fehlt und die Aufgrund dessen viell. gerade mal 40 Haare die Stunde epilieren können.
Damit wird die ganze Epi nicht nur zum Geduldsspiel, sondern zur Lebensaufgabe. Denn um bei durchschnittlichem Bartwuchs eine merkliche Verbesserung zu erzielen braucht man schon seine 400 Stunden. Und das heisst nicht dass man sich dann nicht mehr rasieren muss.
Also bei mir ist irgendwie der Eindruck entstanden dass das Ganze System hat, und zwar den der endlosen Verzögerung so das die Leute von selber die Geduld verlieren, und irgendwann von selber nach anderen Lösungen suchen. U.A. auch nicht nur wegen der Langwierigkeit sondern auch wegen dem Zeitaufwand der damit verunden ist.
Oft ist das bei normaler Berufstätigkeit schon unerfüllbar.
Ich glaube manchmal das hat System, :o :shock: oder wie die Krankenkasse sagen würde: Jo des is`jo des. :mrgreen:

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon jessica » 5. Mai 2016, 14:37

Nicht umsonst hat eine Krankenkasse, ich glaube, dass es die Barmer Ersatzkasse, einen Prozess geführt, dass nur Hautärzte die Epi durchführen darf.
Diesen Prozess hat die KK durchgesetzt, was also bedeutet, obwohl Epilationsstudios günstiger sind, muss man dies durch Hautärzte durchführen lassen.
Da es aber kaum Hautärzte gibt, die diese Nadelepi durchführen, und wenn, sind die erheblich teurer als die besagten Studios, bedeutet es eine Unmöglichkeit, zumal, wenn dies eine KK übernimmt, die KK nur einen Betrag von rund 80 € pro Stunde übernimmt. Hautärzte verlangen dafür 120 - 150 €, wenn nicht sogar noch mehr.
Also ist man gezwungen, sich nach anderen Lösungen umzuschauen.
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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Goldmarie » 6. Mai 2016, 00:59

Petra Manco nimmt 60€ die Stunde. Vor ein paar Jahren hat sie ihren Sohn angelernt, der machte es für 30€ die Stunden. Ob das jetzt immer noch so ist, weiß ich nicht. Was ich bei dieser ganzen Geschichte bemerkenswert finde: Sie garantiert, dass es keine Narben gibt, während Hautärzte, mit denen ich gesprochen habe, sagten, dass Narbenbildung unvermeidlich sei. Da offenbart sich die ganze Schizophrenie der Geschichte.

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Elviera » 6. Mai 2016, 02:15

Ob es bei der Narbenbildung nur daran liegen könnte das ein Arzt der sich sein Geld leicher verdienen kann, einfach nur nicht genügend Übung hat, und deshalb öfter mal daneben sticht, anstatt die Sonde (Nadel)dem Haarkanal folgend bis an die Haarwurzel zu führen?
Meines Wissens entstehen Narben nämlich nur dann!

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Goldmarie » 6. Mai 2016, 02:22

Ja, genau so ist es...
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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon jessica » 6. Mai 2016, 14:12

selbst wenn wir 60 € pro Stunde bezahlen müssen, und wir im Schnitt 400 Stunden brauchen, kostet es 24.000 €
Bei 30 € wären das, 12.000 €.
Ich hätte nicht so viel Geld, um das zu bezahlen, denn die KK übernimmt es nur noch selten.
Da mache ich doch lieber die Epilation selber mit einer Braun, und einer Pinzette
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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Elviera » 7. Mai 2016, 02:38

Wer von uns hat schon so viel Geld?
Besonders wenn man bedenkt wie viele von uns währernd der Transition arbeitslos werden, im Zuge der weiteren Entwicklung letztlich geschieden werden und Unterhalt zahlen müssen usw.
Da greift man schon zu solchen Brachialmethoden wie z.B. einer Rupfmaschine.

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Elviera » 11. September 2017, 01:32

Hallo ihr Lieben,
das ist gerade bei Facebook aufgetaucht, und ist damit also nicht gerade zitierfähig.
https://transallianceproject.files.wordpress.com/2017/08/laser-epilation-kassenleistung-v2-03.png
Es kursieren zu viele Fake News als dass ich noch irgendwas unbehirnt glauben würde, ganz besonders aber bei so einer Quelle und bei der Wichtigkeit dieser Info

Wie denkt Ihr darüber?

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Charon » 11. September 2017, 01:43

Ich weiss nicht so recht.......bei der angespannten Lage im Gesundheitssystem und bei unserem sich eher suboptimal entwickelnden politischen Klima soll es so ein dickes Bonbon für TS seitens der Kassen geben ?

LG,

Charon
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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Elviera » 12. September 2017, 02:36

Gesundes Misstrauen kann ja nie schaden, besonders bei solchen Quellen
Hier ist der zitierfähige Link: http://www.kbv.de/html/1150_30396.php
Allerdings gilt nach wie vor dass es von einem Vertragsarzt bzw. von einer vom Vertragsarzt beauftragten Person durchzuführen ist.

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Minka » 13. September 2017, 01:05

Es muss nicht nur irgendein Vertragsarzt sein, sondern
"Sie können von Hautärzten, Chirurgen und Gynäkologen für die Epilation im Gesicht und/oder am Hals sowie an einer Hand und/oder beiden Händen berechnet werden."
Das heißt also an den üblicherweise sichtbaren Körperstellen. Das heißt aber auch, dass z. B. eine Brustbehaarung nicht dazu gehört.

Und es gilt zunächst nur befristet: " Die Finanzierung erfolgt zunächst für zwei Jahre befristet".

Und es gibt eine zeitliche Begrenzung: "... im Krankheitsfall (= ein Jahr) bis 160 Minuten erlaubt."
Das heißt also insgesamt höchstens 320 Minuten.

Und es muss die Indikation für TS vorliegen: "Die Berechnung der GOP setzt voraus, dass eine Begutachtung vorliegt, aus der die medizinische Indikation zur Durchführung geschlechtsangleichender Maßnahmen bei Transsexualismus hervorgeht (ICD-10-GM: F64.0)."

Das zur angespannten Lage im Gesundheitswesen. :-)

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Re: Epilation- es wird immer schwieriger

Beitragvon Goldmarie » 13. September 2017, 02:07

Der Arztvorbehalt ist der springende Punkt, auch bei der Elektrokoagulation. Die TK hätte es ja bezahlt, wenn ein Arzt mir das Gesicht zerstochen hätte. Aber die Elektrologistin, die ihr Handwerk perfekt beherrschte, durfte es nicht machen.

Ach, ich rege mich nicht mehr darüber auf. Ich habe vor zwei Jahren den Rasierapparat eingemottet und eine Zupforgie veranstaltet. Mit der Pinzette. Die Indianer haben das ja wohl auch so gemacht und auch meine Oma. Es zeigt Wirkung. Jeden Morgen die paar Härchen wegzupfen, die sich noch hervortrauen... es wird weniger.

LG
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