Erdogan und die Freiheit der Kunst

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Charon » 15. Mai 2016, 02:37

Und wenn man schon meint, wegen so einer männlichen Zicke so ein Fass aufmachen zu müssen und Mücken zu Elefanten macht so als gäbe es nichts wichtigeres zu tun, dann sollte man das "Schmähgedicht" wenigstens nicht permanent aus dem Kontext reißen.

Es gab ja *knapp vor* diesem Gedicht ein erdogankritisches Satireliedchen, dessen Melodie von dem Nena-Song "Irgendwo, irgendwie, irgendwann" stammte. Inhaltlich enthielt der Text keine solchen Inhalte wie das "Schmähgedicht", sondern hier gings um Kritik an Erdogans despotischem Regierungsstil. Auch der Videoclip zu diesem Lied zeigte passende Szenen, so z.B. wie Erdogans Polizei auf Demonstranten eindrischt. Und bereits dieses Lied, das nichts anderes war als "klassische" Satire bzw. Systemkritik (also nix "Majestätsbeleidigung"), hat Erdogan bereits auf die Palme gebracht und er hat dieses Lied bereits als Schmählied bezeichnet, das man verbieten müsse. Das Schmähgedicht war nur Böhmermanns (zugegeben etwas trotzige) Reaktion auf Erdogans mimosenhaftes Verhalten, und er hat eindeutig gesagt: Lieber Erdogan, das Nena-Lied ist kein Schmählied, sondern Systemkritik ! Schmählieder sind nämlich in Deutschland auch nicht erlaubt und damit du den Unterschied in Zukunft kapierst, bekommst du jetzt ein echtes Schmähgedicht zu hören, d.h. eines, das nicht erlaubt ist.

Warum wurde nach Veröffentlichung des Schmähgedichts dauernd dieser Zusammenhang nicht erwähnt und das Ganze somit aus dem Kontext gerissen ? Ganz klar, weil sonst die Menschen den schlüpfrigen Inhalt dieses Gedichts eher relativiert bzw. als satirisches Stilmittel gesehen hätten denn als bloße und plumpe Schmähung. Der deutsche Staat hat da somit eindeutig nicht zugunsten der Meinungsfreiheit gehandelt, sondern gezielt dagegengesteuert. Und noch erbärmlicher finde ich, dass man das Nena-Lied auch sofort aus dem Verkehr gezogen hat, obwohl dessen Text keine (noch) strafwürdige "Majestätsbeleidigung" darstellt.

lg,

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Goldmarie » 15. Mai 2016, 14:00

Elviera hat geschrieben:Ich will jetzt mal zugunsten Ergogans annehmen das es sich hier um ne Presseente handelt.

Das ist keine Ente, sondern Satire. Inzwischen meint wohl jeder Hinz und Kunz, seinen satirischen Beitrag zum Thema leisten zu müssen, ob es nun Didi Hallervorden ist, der Postillion oder ein Burgerverkäufer. Aber so langsam wird's langweilig.

LG
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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 15. Mai 2016, 14:28

Man kanns kaum noch unterscheiden.
Ich würde mir wünschen dass man sich mehr auf sachliche Berichterstattung konzentrieren würde.
Na ja Ergogan wohl auch.
Nur frage ich mich ob Erdogan und ich auch nur eine annähernd ähnliche Vorstellung von Sachlichkeit haben.

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Minka » 19. Juni 2016, 01:30

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 10. Juli 2016, 01:18

Der Besuch bei Putin hat wohl nix gebracht?

http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/erdo%c4%9fan-fordert-vers%c3%b6hnliche-geste-von-merkel/ar-BBu7WRR?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP

Folglich versucht man den Basar in Deutschland wiederzueröffnen und fordert eine wie hiess es in der türkischen Pressse:

"...keine Entschuldigung für die Armenien- Resolution, aber doch eine "Geste". Merkel solle öffentlich deutlich machen, dass die Resolution nicht die offizielle deutsche Position wiedergebe."
Die Abstimmung war eindeutig und das Erbgebnis war so gut wie absolut, lediglich Merkel hat sich, wohl in der Hauptsache aus diplomatischen Erwägungen, enthalten. Ich denke auch dass das alles war was sie für ihren Frreund am Bosporus tun konnte, denn mit Genoziden kennen wir uns in Deutschland traurigerweise gut aus und wissen daher auch ganz genau was ein Völkermord ist und was nicht.
Dabei scheint er immer noch nicht begriffen zu haben wie eine Demokratie funktioniert denn der Ansprechpartner ist nicht Merkel sondern das deutsche Volk und deren gewählte Vertreter.
Und bei seinem Verhalten in der jüngeren Vergangenheit, ganz speziell zu diesem Thema, dürfte es schwer sein irgend jemanden zu überzeugen das die Abschlachtung von Millionen Zivilisten eine akzeptable politische oder mülitärische Lösung, egal wo auf der Welt und was auch immer das Problem gewesen sein mag sein könnte

Aber nicht nur was dieses Thema betrifft war sein Verhalten in der letzten Zeit recht unverständlich, sagen wir es mal so.
Und die Neueröffnung des diplomatischen Basars nachdem er bei Putin offensichtlich abgeblitzt ist?
Ich habe die Frage ja schon mal gestellt.

Hilft Lithium eigentlich auch bei Os-Manie? Ich würd´s ihm verschreiben.

Hinzu kommt noch das die Armenien Resolution ja nicht aus purem Zufall just zu dieser Zeit kam, und auch Merkel schwimmen die Felle weg. Mag die Presse sie auch noch so unterstützen.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/07/18/umfrage-99-prozent-der-deutschen-wollen-merkel-als-kanzlerin/
Aber manchmal fliegt das doch was auf was der Wahrheit recht nahe kommt.
Meisst ist so was nur nur ganz am Rande und hat auch so gar nix mit Politik zu tun. Von vielen auch völlig unbemerkt da man ja in den pol Spalten der Presse nachsieht wenn man Infos dazu sucht. Aber ehrlichere Antworten findet man manchmal ganz wo anders.
So hat auch mal das Handelsblatt über den Tellerrand geguckt.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/zdf-umfrage-betrug-merkel-doch-nicht-beliebteste-deutsche/10206278.html?share=fb
Sieht schlecht aus mit Merkels Wiederwahl wenn sich nicht bald was ändert, und daher könnte es schon sein das Erdogan sowieso auf das falsche Pferd setzt.


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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Charon » 10. Juli 2016, 02:15

Ist zwar ein bisschen OT hier im Erdogan-Strang, aber da der Umfrage-Betrug hier verlinkt wurde......

Natürlich ist bei den beliebtesten Männern der erste Platz Gerhard Schröders auch wegmanipuliert worden. Typischer Fall eines Eingreifens der antirussischen Propagandamaschine, denn es darf nun mal nicht der offiziellen Wahrheit entsprechen, dass "Putin-Freund" Schröder im Beliebtheitsranking ganz oben steht.

Dabei sollte das auch ein Warnsignal an die Politik sein, dass hier statt belangloser Schlagerstars wie bei den Frauen hier ein Mann gewählt wurde, der erstens den Amis nicht in den Arsch gekrochen ist (siehe Nein zum Irak-Krieg), und sich zweitens um ein gutes Verhältnis zu Russland bemüht hat, auch wenn selbstverständlich seine Russland-Deals alles andere als koscher waren.

Ein Indiz dafür, dass das Volk wohl nicht nur vom Missmanagement in Sachen Flüchtlingskrise, sondern auch vom aktuellen Kalten Krieg und von der Kuscherei vor den Amis die Schnauze voll hat.

lg,

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 14. Juli 2016, 02:24

Und wenn die Ziegen hundertmal verboten sind, ein Gerücht. und sei es noch so an den Haaren herbeigezogen. Das schaft man nicht mit einer Klage wieder aus der Welt, sondern man hats am Hals.
Um so mehr wenn man nicht der alten Bauernregen folgt die da lautet: Wer sich verteidigt klagt sich an.

Und das heisst: Es wäre klug von Erdogan gewesen das zu ignorieren, besonders dann wenn sowieso nicht stimmt.
Oder wie der Psychologe sagen würde: Warum regst Du dich denn so auf wennns doch nur Blödsinn ist wie Du behauptest?
Und ausserdem wissen wir alle schon aus dem Kindergarten das es am klügsten ist Spott zu ignorieren denn dann wirds schnell langweilig.
Aber nee-es muss ordentlich Wirbel um diesen Blödsinn gemacht werden, wobei ich bei den Sprayern keine Verhaltensauffälligkeit bemerken kann.
Die tun nur das was wir in jeder Sandkiste der Kindergarten weltweit beobachten können.
Wenn sich nämlich einer so richtig aufregt, dann macht es doch erst so richtig Spass. Als Politiker sollte man solche einfachen Regeln aus dem Kindergarten doch eigentlich kennen.
Aber nee- da wird richtig Palaver gemacht dass weltweit auch alles schön breitgetreten wird. Dieses Mal lacht die Schweiz und man kann auch keinen verklagen da dem neuesten Richterspuch, nämlich das Ziegenficker verboten hat. Was Böhmermann auch nur unter dem Hinweiss das er es eigentlich nicht sagen darf gesagt hat, Rechnung getragen wurde.
Erdogan und Ziegen ist damit also zulässig.
Man Erdogan, hätteste einfach nur die Klappe gehalten, und kein Mensch würde inzwischen noch drüber reden. So aber...... und wie oft noch?
http://www.focus.de/politik/videos/provokante-boehmermann-these-sbb-chef-nicht-begeistert-zuercher-erdobahn-rollt-mit-schmaeh-graffiti-durch-die-stadt_id_5472439.html

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 30. Juli 2016, 02:26

Noch so ne Seltsamkeit:

Erdogan zieht alle Anzeigen zurück und empfielt das Deutschland und Europa sich gefälligst um seinen eigenen Kram kümmern sollte.
http://www.focus.de/politik/ausland/ankara-teilt-mit-erdogan-kuendigt-rueckzug-aller-klagen-wegen-beleidigung-an_id_5775772.html
Ich denke er meint damit die Kritik an seinem Verhalten nach dem Putsch.
Wenn er selber versucht auf unsere Innenpolitik massiv Einfluss zu nehmen ist das ja ganz was anderes.
Ja klar, ist doch logo versteht jeder- nöch?

Anstatt ein zweideutiges Signal, von Merkel kommend, das letztlich die Verantwortung auf die Gerichte zu schieben versuchte, die ihrerseits auch so salomonisch wie nur irgend möglich versuchten zu urteilen hätte ihm gleich klar und unzweideutig auf die Finger klopfen, und erklären müssen wie das so ist in einer Demokratie.
Und auch dass es in einer Demokratie keine Majestäten mehr gäbe, somit eine Majestätsbeleidigung nicht möglich ist.
Mittelalterliche Ehrbegriffe wären kein Straftatbestand und auch keine Begründung für irgendwelche Schadenersatzforderungen.
Darüber hinaus hätte man sagen müssen was gesagt werden musste, womit Erdogan selber nicht eine Minute hinterm Berg gehalten hat, wohl auch weil er kein Interesse mehr an Europa hat.
Bei der Gelegenheit hätte man auch klar Position beziehen müssen und erklären sollen das wir andere Ehrbegriffe, die für uns in Deutschland und Europa absolut bindend sind haben, und wir diese auch nicht an seinen Kulturkreis anpassen werden, nur weil ers gerne so hätte.
Und bei der Gelegenheit hätte man auch gleich klarstellen sollen das man sich jede innenpolitische Einmischung von Seiten Erdogans vebittet.
Flagge zeigen wäre das einzig Richtige gewesen.

Mir kommts bald so vor als ob der uns verarscht.


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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon jessica » 30. Juli 2016, 10:49

In meinen Augen ist Erdogan verrückt.
Nun will er ja sämtlich Anzeigen zurückziehen. Es sind mehr als 2000 Anzeigen.
Gleichzeitig sagt er, dass wir uns um unsere eigenen innerpolitischen Sachen kümmern sollen.
Das ist doch sehr seltsam.
Wie kann es dann sein, dass hier in Köln eine Demo der Erdoganbeführworter stattfinden kann, wo auch türkische Politiker eingeladen werden?
Dies führt automatisch zu Gegendemos, wobei noch unklar ist, wie viele staatsgefährdende Sachen geschehen werden.
Klar ist, dass diese Türken als Gastarbeiter nach dem 2. Weltkrieg hier hingeholt wurden für den Wiederaufbau. Dass die sich aber nie als Gäste aufgeführt haben, sieht man ja an den Vorfällen der letzten Zeit. Fakt ist nämlich, wenn ein Deutscher usw. sich das in der Türkey herausgenommen hätte, wäre er sofort inhaftiert worden, weil wir dann Volksverhetzer in den Augen von Erdogan wären.
Ich frage mich nur, was geschieht nach der Demo in Köln, wenn dann kriminelle Handlungen geschehen.
Wie reagiert dann die Bundesregierung? Lässt sich Frau Merkel von Erdogan wie üblich wieder auf die Finger klopfen, obwohl es ja eine innerpolitische Angelegenheit ist?
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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 30. Juli 2016, 11:53

Hier mal ein anderer Link:http://web.de/magazine/politik/erdogan-unterstellt-deutschland-defizit-meinungsfreiheit-31742590

Wenn es eskaliert dann ist es leicht möglich dass es derart eskaliert wie wir und das derzeit noch nicht vorstellen können.
Das geht nicht ab wie bei unseren Demos, Linksradikalinskies verkloppen Rechtsradikalinskis und die Polizei verkloppt alle.
Macht Spass, ist doch zünftig und danach ist dat jut, und dann gehen wir alle wieder nach Hause, manchmal sogar mit der gleichen S-Bahn, :mrgreen: 8-)


Das was dann kommt das dürfte ne andere Qualität haben, denn da sind tiefere eingentlich schon jahrhundertealte Konflikte im Spiel.
Und der gegenseitige Hass geht tief.
Es ist daher gut möglich dass es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommt und es danach in den Türkenghettos weitergeht.
Genau so wie in der Türkei, und wenn so was ein mal begonnen hat dann wird sich das so schnell auch nicht mehr beruhigen.
So was gehört dann zu unserem Alltag und wir werden die Uhr dann auch nicht zurückdrehen können.
Bedenken wir auch wie leicht sich Bildungsfremde radikalisieren lassen, wir haben ja auch darüber schon hier geschrieben.
Was haben die Leute die hier bgeboren sind eigentlich noch mit der Politik in der Türkei zu tun?
Hier könnte sich die 40 Jahre lang versäumte Integrationspolitik rächen.

Übrigens das Beflaggungsverbot hats wirklich gegeben, und zwar in Österreich.
Irgend ein Bürgermeister in irgend einer Kleinstadt hats ausgeschprochen, habs aber als nicht weiter wichtig erachtet, und deshalb vergessen wo das war.
Inwieweit er seine Kompetenzen da überschritten hat weiss ich nicht, aber ich denke hier in Deutschland bestünde da keine Rechtsgrundlage.

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 30. Juli 2016, 11:58

Nachtrag:
Es ist ja wohl selstverständlich dass wenn es wirklich dazu kommen sollte sich nicht einfach nur gekloppt wird, sondern da wird wohl auch ziemlich schnell geschossen werden. Man mache sich das mal klar, wegen dem Oberindianer in der Türkei gibs hier mitten ind Deutschland einen Indianerkrieg?
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/steinmeier-konflikt-in-der-t%c3%bcrkei-darf-nicht-nach-deutschland-getragen-werden/ar-BBv2wI0?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon jessica » 30. Juli 2016, 15:07

Das ist die Apocalypse wie in Lied beschrieben:

https://www.youtube.com/watch?v=JSUIQgEVDM4
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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Charon » 31. Juli 2016, 02:01

Als Apokalypse definiert als totalen Untergang der Welt sehe ich das Ganze nicht. Wohl aber als einen weiteren Zyklus in der Menschheitsgeschichte, und von diesen sich wiederholenden Zyklen gab es aufgrund der Lernresistenz der Menschheit schon mehrere, man denke z.B. an die ollen Ägypter oder die Römer. Eine Hochkultur (in diesem Fall die europäische bzw. "westliche") geht unter und zurück bleibt erst mal Verwüstung und ein herber Rückfall was sowohl die technische als auch die gesellschaftliche Entwicklung anbelangt. Man kann das "ein erneutes Mittelalter" oder wie auch immer nennen. Das wäre m.E. das Worst Case Szenario, wenn wir nicht aufpassen.

lg,

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Charon » 31. Juli 2016, 02:17

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon jessica » 31. Juli 2016, 13:41

Tatsache ist nun mal, dass alles, was in der Türkey geschieht, hier von den hier lebenden Türken aufgenommen wird, und sich über die hier bestehenhenden Gesetze hinweggesetzt wird.
Freiheit und Demokratie bestehen doch in der Türkey nicht,und schon keine Pressefreiheit.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... 6Q9#page=1

In Deutschland selbst hat sich ja schon ein Staat in einem Staat gebildet.
Ich glaube mal, dass alles, was in der Türkey geschieht noch mehr hier überschwappen wird, und die kriminellen Handlungen noch mehr zunehmen werden.
Deswegen habe ich auch geschrieben, dass es eine Apokalypse ist.
Ich frage mich dabei nur, was die Regierung dagegen unternehmen will, wenn die in der Form sich alles von der Türkey und den hier lebenden Türken alles gefallen lassen, und sich auf der Nase herumspringen lassen?
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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 1. August 2016, 00:50

Glücklicherweise ist es im Grossen und Ganzen ruhig geblieben, jedenfalls für dieses Mal.
Lediglich war Pro NRW auffällig und deren Demo ist deshalb auch gleich aufgelöst worden.
Darüber hinaus war die Trennung der beiden türkischen Lager auf die rechte und die linke Rheinseite wogl ein wirlkich kluger Schachzug, so konnten sie sch gegenseitig nicht ins Gehege kommen.
http://www.huffingtonpost.de/2016/07/31 ... 40_germany
Huffingten Post spricht von 20000 Teilnehmern aber die Tagesschau von 30000 bis 40000, nur was auch immer, die Veranstaltung hat gezeigt wie leicht die Deutschtürken auch in grösseren Massen zu mobilisieren sind.
Unter diesen Umständen ist es wohl leicht zu erraten welches Potential sie haben.
Hoffentlich bleibt es auch weiterhin so friedlich auf deren Demos, denn ich denke solche Demos wirds in Zukunft mehr geben.

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Charon » 1. August 2016, 01:57

Ich befürchte, diese Großdemo war eine Machtdemonstration Erdogans Richtung Deutschland. Gut möglich, dass er für diese Demo die Deutschländer im türkischen Staatsfernsehen (und das werden sich die Deutschländer alle reinziehen) explizit dazu aufgefordert hat, während dieser Demo friedlich zu bleiben und nur die Macht der Anwesenheitszahlen für sich sprechen zu lassen.

Ich meine, bei so einem Despoten und dessen Anhängerschaft dürfte das Führerprinzip gelten, und der Führer ist für die Deutschländer eben Erdogan. Das bedeutet aber, dass Erdogan seinen deutschen Fanclub jederzeit zu gewaltsamem Widerstand aufrufen kann wenn Mutti mal was macht, was Erdogan nicht passt....und die Deutschländer würden dann - so meine Befürchtung - ihrem Führer treu ergeben sofort zu den Waffen greifen. Das könnte regelrechte bürgerkriegsähnliche Zustände auslösen ! Zumindest kann ichs mir nicht anders erklären, dass Erdogan - obwohl es zur Zeit Kritik aus allen EU-Ländern wegen der Auflösung des Rechtsstaats in der Türkei hagelt - rotzfrech und selbstbewusst der ersten Großdemo gleich Forderungen hinterherschiebt, nämlich Visafreiheit ab Oktober 2016:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 05547.html

So nach dem Motto: Mutti, entweder du tust was ich sage oder es knallt gewaltig vor deiner Haustür.......

lg,

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon jessica » 1. August 2016, 11:33

Eskommt noch besser.
Weil Erdogan nicht auf einer Videoleinwand live sprechen durfte, zitierte erwieder jemanden zu sich hin.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... li=BBqg6Q9
Ich frage mich wirklich, ob Erdogan noch alle Tassen im Schramk hat.
In der Türkey kann er das ja machen, aber hier in Deutschland ist er nichts anderes als ein ausländischer Staatschef. der nicht anderes tut, um seine Gesinnungsgenossen in einem fremden Land aufzustacheln.
Was noch dazukommt, dass es hier ja schon zu Gewalttaten gekommen ist, siehe dazu Duisburg Marxloh, wo selbst die Polizei sich nicht mehr so blicken lässt wie frührer.
Und was ist mit den morddrohungen der Gülenbewegung hier in Deutschland. Einrichtungen der Gülenbewegung sind doch auch schon angegriffen worden.
Woher nehmen diese kriminellen Türken das Recht, Einrichtungen anzugreifen, und derartige Beschädigungen zu begehen, wie auf bestimmten Videos schon zu sehen war.
Der Personenkreis, der dann dafür wieder in die Presche treten muss, ist ja wohl wieder die Polizei, wobei es dabei auch wieder zu Übergriffen der Türken hierzulande kommt.
Wenn es doch so ist, dass Erdogan meint, dass er die hier lebenden Türken gegen Deutschland aufwiegeln muss, sollten seine Anhänger hier nach der Türkey ausgewiesen werden, weil die sich nie und nimmer nach den deutschen Gesetzen richten werden.
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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon jessica » 2. August 2016, 13:54

Wenn man das liest, weiß man genau, wo es hinführt.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... li=BBqg6Q9
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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon jessica » 2. August 2016, 15:02

Ich finde es vollkommen in Ordnung, dass die Rede von Erdogan bei der Demo in Köln unterbunden wurde.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/ot ... li=BBqg6Q9
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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 3. August 2016, 01:43

Ganz genau, und wer weiss was passiert wäre wenn er seine Leute heiss gemacht hätte.
In Stuttgart lief zeitgleich auch so eine Veranstaltung, und dort ist es nicht ruhig geblieben.
Übrigens hat Erdogan sich doch wieder durchgesetzt, denn in Köln hat jemand gesprochen.
Ich glaube es war so ein Sportminister, der zwar pol. von untergeordneter Bedeutung aber, aber darum ging es nicht.
Es war ein offiziller türkischer Regierungsvertreter, und damit war das Urteil unterlaufen.

Erdogan fährt ganz schön Schlitten mit uns, und jeder hat das wohl auch begriffen, nur die deutsche Politik nicht denn auch Tage danach findet sie diese Tatsache entweder nicht erwähnenswert, oder aber es ist nicht mal bemerkt worden.
Erdogan lacht den Rechststaat nicht an, sondern er lacht ihn aus, denn der Rechtsstaat hat offensichtlich keine Antwort darauf ausser: Der darf dat nich`.
Und wenn er es trotzdem tut? Dann folgt tiefes Schweigen.

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon jessica » 3. August 2016, 10:53

Was Erdogan sich vorstellt, ist, dass er hier seine sogenannten politischen Verantstaltungen durchführen kann.
Sinn und Zweck ist, dass er seine Genossen, die ja in einem anderen Land wohnen, aufzuwiegeln.
Bevor aber so etwas genehmigt wird, ob das nicht gegen die Gesetze des betreffendes landes verstößt, was es nach meiner Auffassung ja auch tut.
Fakt ist nun einmal, dass es danach zu kriminellen Handlungen kommt.
Daher meine ich auch, dass jedem Türken klargemacht wird, dass, wenn er zu einer Veranstaltung geht, und es kommt danach zu Auseinandersetzungen, ausgewiesen werden sollte, weil er sich nicht an die Gesetze in dem entsprechenden Land hält.
Fakt ist weiterhin, dass diese Türken nach dem 2. Weltkrieg uns Land geholt wurden, um bei dem Wiederaufbau zu helfen.
Im Endeffekt waren diese Türken aber nur Gäste, die sich auch danach richten sollten, was für Gesetze herrschen.
Dadurch, dass diese Türken gar nicht intregiert werden konnten, haben wir heute diese Probleme.
Deswegen sage ich auch, dass wir einen Staat in einem Staat haben.
Nach meiner Ansicht sind diese Veranstaltungen alle politisch, wobei Erdogan und deren Genossen diese Gastarbeiter zur Rebellion anstiften will.
Diese Veranstalzungen müssten in Deutschland verboten werden.
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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Charon » 4. August 2016, 01:44

Jaja, es stimmt schon, dass die Wurzel des Problems bei den Fehlern der Integrationspolitik der 50er und 60er Jahre zu suchen ist. Nur hat die jetzt in DE lebende v.A. jüngere Generation von Deutschen keine Lust darauf, für diese Fehler büßen zu müssen.....genausowenig wie die Deutschen Lust darauf haben, für die nächsten 500 Jahre das "3. Reich" vorgehalten zu bekommen. Sieht aber nicht so aus, als ob die Politik dies interessieren würde.....

Ich meine, vielleicht ist ja mein Rechtsverständnis ein bissken verkorkst, aber ich weiß, dass bestimmte Parteien verboten wurden, wie z.B. die KPD. Ich weiß auch, dass zur Zeit wieder ein NPD-Verbotsverfahren am Laufen ist. Und die logische Konsequenz daraus müsste m.E. die zügige Umsetzung eines AKP-Verbotes auf deutschem Boden sein, denn Erdogans Verhalten zeigt ganz klar, dass die AKP genausowenig demokratisch ist wie andere Parteien, die man bereits verboten hat.

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 5. Oktober 2016, 01:20

Ein Urteil das mich doch wieder ein wenig mehr an den Rechtsstaat glauben lässt und auch daran das die Gerichte nicht vor jeder beleidigten Leberwurst so kuschen wie manch Anderer aus der Politik. https://www.tagesschau.de/inland/faq-boehmermann-101.html
Zwar ist die zivilrechtliche Seite noch offen und da kann es immer noch ne satte Schadenersatzforderung geben, aber im Grossen und Ganzen dürfte nun klar sein wie das deutsche Recht zur Freiheit von Meinung und Kunst steht, und es ist auch klar gesagt worden dass man nicht für alles was in anderen Ländern eine Frage von unverständlich überzogenen Ehrbegriffen ist, zu einen Fall für deutsche Gerichte gerät. Die haben auch so genug zu tun.
Nun gut, wir haben völlig vergessen den § der Majestätsbeleidigung abzuschaffen, aber ist Herr Erdogan denn eine Majestät von Gottes Gnaden?
Manchmal sieht es so aus als würde er sich für so was halten? Bliebe aber nun noch der § Beleidigung des Türkentum betreffend , denn wenn her Erdogan auch keine Majestät ist, so ist er zumindest Türke.
Aber hier hat er das Problem dass die Beleidigung des Türkentums in der Türkei zwar ein Straftatbestand ist, aber nicht in Deutschland.
Und was den Vorwurf der Kinderpornografie betrifft?
Hat die Türkei nicht gerade erst den § der Kinderehe betreffend gelockert?
Aber-na ja- gut- damit hat Herr Erdogan ja nichts zu tun.

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Charon » 5. Oktober 2016, 01:54

Hm......meines Wissens hat die Türkei schnell nach der umstrittenen Gesetzesänderung bezüglich Sex mit Minderjährigen diese Lockerung ca. zwei Wochen nach dem Beschluss wieder zurückgenommen.......zu groß war wohl hier der Aufschrei des Westens. Ich finde nur den relevanten Artikel nicht mehr.......

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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Minka » 18. Oktober 2016, 01:38

Die ausführliche Stellungnahme der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz zum Fall Böhmermann ist online

http://www2.mjv.rlp.de/icc/justiz/nav/a0b/binarywriterservlet?imgUid=b3420dc9-0951-c751-b5e8-0d0102e4e271&uBasVariant=11111111-1111-1111-1111-111111111111


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Re: Erdogan und die Freiheit der Kunst

Beitragvon Elviera » 13. Juli 2017, 02:15

Man glaubt es nicht, Erdogan eröffnet die nächste Runde gegen die Freiheit der Kunst.
http://www.focus.de/kultur/kino_tv/boehmermann-gedicht-erdogan-legt-berufung-gegen-schmaehgedicht-urteil-ein_id_7347978.html

Offensichtlich hat er immer noch nicht begriffen dass man in einem Rechtsstaat wo Wissenschaft und Kunst unter dem Schutz desselben stehen das eine oder Andere aushalten muss, ganz besonders wenn man im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht und sich daneben benimmt.
Früher wars ja Majestätsbeleidigung, aber in einem demokratischen Rechtsstaat gibt es nun mal keine Majestäten mehr, und was es nicht gibt kann nun mal nicht beleidigt werden. Ausserdem hat Bömermann ja nur das aufgezählt was man nicht sagen kann und darf. Und wenns nicht stimmt dann fragt sich doch jeder vernünfige Wensch warum er sich dann so aufregt.
Kinderkram- als ob unsere Gerichte nichts anderes zu tun haben.
Aber ich lach mich weg er bekommt in der nächsten Instanz recht, nur damit `s endlich a Rua is.

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