Interkulturelle Missverständnisse

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Goldmarie » 12. August 2016, 21:14

"Die Organisationen wollen gegen das Urteil vorgehen und erwägen den Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte."

Ob das was bringt? Erdogan wird sich eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Türkei verbitten.

LG
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Charon » 13. August 2016, 01:58

Konservativ bzw. rechts regiertes Land liberalisiert Sexualstrafrecht in Bezug auf Kinder ? Das klingt erstmal paradox, ist es aber nicht. Im Gegenteil, das ist geradezu ein Musterbeispiel für das Thema interkulturelle Missverständnisse. Die AKP ist ja die islamisch-konservative Partei, d.h. diese Truppe ist nach türkischem Verständnis konservativ bzw. ev. sogar rechts. Nun, was würde sich ein Europäer eigentlich von einer konservativen Partei erwarten ? Exakt das Gegenteil denke ich mal ! Europäer erwarten von so einer Partei wohl eine Verschärfung des Sexualstrafrechts, insbesondere was Kinder anbelangt. Tja, konservativ ist eben nicht gleich konservativ und Muslime verstehen unter diesem Begriff schlicht und ergreifend eine Partei, die ein möglichst korannahes Leben propagiert.....und das schließt eben diese Liberalisierung beim Thema Kindersex und als logische Konsequenz dann die Erlaubnis von Kinderehen mit ein. Die Türkei ist auf dem besten Weg ins finstere Mittelalter.

lg,

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 13. August 2016, 02:31

@ Maria
Ist nicht jeder so wie die Merkel die vor Angst erschaudert und die Verantwortung auf die Gerichte abschiebt wenn Erdogan wegen Beleidigung klagt und dabei mit der Freiheit der Kunst in Mitteleuropa und Deutschland nix am Hut hat.

Übrigens ist in der Türkei die Beleidigung des Türkentums ein Straftatbestand, und letztlich geht es Erdogan darum und seine Vorstellung von Moral und Sitte aufzuzwingen indem er uns mit unseren eigenen Gesetzen schlägt. Bei uns heisst das Majestätsbeleidigung.
Leider hat man vergessen diesen § zu beseitigen, denn die letzte Majestät hatten wir vor 98 Jahren.
Ich weiss nicht, aber dass alles gerät immer mehr zur Lachnummer wie der uns auf der Nase rumtanzt. Und das er das kann das hat de Demo in Köln gezeigt.
Die Masse die er in Köln und Anderenortes mobilisiert hat kann schon einigen politischen Druck ausüben und uns türkische Vorstellungen von Recht aufs Auge drücke. Ich meine er selber mischt sich in unsere Innenpolitik schon ganz schön ein. Demnächst wird die Beleidigung des Türkentums möglicherweise auch bei uns zu Straftatbestand werden wenn da niemand ist der dem Wilden aus Kurdistan nicht Einhalt gebietet.
Ach nee mit den Kurden hat ers ja nicht so, denn der Türkentumbeleidigungsparagraph dürfte genau hier seinen Ursprung haben.

Ist schon recht prakisch wenn man jeden X- beliebigen Kurden jederzeit einknasten kann, wann immer es einem beliebt.
Irgendwas Beleidigendes findet man ja immer und wann immer man es braucht, denn im Beleidigt sein haben es Manche ja zu einer richtigen Meisterschaft gebracht.
Mittelalter? Wenns nur das wäre...

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 13. August 2016, 03:23

@ Jessica

Ich habe ja schon mal drüber geschrieben und wenns ein paar Hinterwäldler irgendwo im arabischen Kulturkreis, fernab jeder Zivilisation noch so praktizieren ist das die eine Sache.
Doch wenn ein Land dass sich um die EU-Mitgliedschaft bewirbt so was hochoffiziell macht?
Da bleibt einem sie Spucke weg!

Aber ich denke dass man an so was auch genau erkennen kann dass man von Seiten der Türkei an einer EU-Mitgliedschaft nicht mehr wirklich interessiert ist.

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon jessica » 13. August 2016, 14:19

Ich denke mal, dass, wenn wir nicht nach dem handeln, was Erdogan gerne möchte, er uns wer weiß was für Leute schicken wird. Kontrollen werden ja in der Türkey nicht gemacht, was bedeutet, dass hier noch mehr Leute von der IS landen werden. Was dann hier geschieht, kann man sich doch wohl an 5 Fingern ausrechnen.
Ich traue Erdogan nicht über den Weg. Er ist nun mal ein Diktator.
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon jessica » 14. August 2016, 12:08

Auch hier in Deutschland werden Kinderehen geschlossen.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... li=BBqg6Q9
Nur finde ich, dass hier nichts dagegen unternommen wird. Die Regierung kann nicht sagen, dass das dort nicht bekannt ist, und ich verstehe einfach nicht, dass dies so blauäugig behandelt wird.
Wir leben doch in einem Rechtsstaat, wo es so etwas nicht geben sollte. Dass man dann sagt, dass wir in einem Staat in einem Staat leben, wo die Türken und Asylanten dieses Rechtssystem unterwandern, sieht man doch sehr deutlich.
Das sieht man auch an den Demonstrationen, die in Köln usw. stattgefunden haben. Wenn man dann noch die kriminellen Handlungen der Türken usw. dazunimmt, sagt doch das alles.
Ganz abgesehen davon ist es doch so, dass die Polizei sich doch gar nicht mehr so dort blicken lässt, wo diese kriminellen Handlungen vorkommen, denn selbst die Polizisten müssen um ihr Leben fürchten.
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Charon » 16. August 2016, 01:43

Auch dieses Symptom der Nichtakzeptanz deutscher Gesetze wird Gang und Gäbe werden, und es handelt sich m.E. nicht nur um "hochkriminelle Familienclans", sondern um eine allgemeine Verachtung unserer Kultur, die mit steigender Zuwanderung zunehmen wird :

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 25762.html

Und wer glaubt, sowat gibbet nur in Ballungsgebieten, der irrt. So nen Fall gabs erst vor zwei Monaten bei mir um die Ecke. Syrische Flüchtlinge feierten Hochzeit und machten dabei Lärm bis in die Puppen, so dass die Nachbarn schließlich wegen Ruhestörung die Polizei riefen. Die kam dann auch, aber in Nullkommanix war die Streife von ca. 40 Neubürgern umringt, die das Polizeiauto demolierten......

lg,

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon jessica » 18. August 2016, 15:17

Was da nun wieder in der Türkey geschehen ist, ist unwarscheinlich.
https://www.neues-deutschland.de/artike ... anbul.html
Man stelle sich nunmehr vor, dass, weil es ja so viele Türken hier gibt, dies hier auch noch überschwappen wird, denn sehr viele von denen sind ja mit dem, was in der Türkey geschieht, einverstanden.
Im Grunde genommen ist es ja auch das, was die AfD möchte, weil es bei denen in der Form keine Transexullen usw.gibt, und die uns nicht als normal darstellen.
Im Endeffekt heißt das, dass Minderheiten bekämpft und ausgerottet sein müssen.
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 19. August 2016, 00:54

Hallo Jessika,

genau das sind ja die Befürchtungen die wir alle haben und eigentich ist es egal o die AFD uns in die Mangel nimmt oder obs die Muslime tun.
Für unsereinen wird in Zukunft vielleicht so oder so der Wind ganz schön von vorne kommen. Jedenfalls wenns so weiter geht und Mutti sich auch weiterhin befleissigt nix zu merkeln.
Auch ist es jetzt schon so weit dass Erdogans Arm bis nach Deutschland reicht.
Hast Du das Fahnenmeer bei der Demo in Köln gesehen? Angesichts solcher Bilder muss man sich schon fragen was passiert wen erdogan die Deutschtürken zum Wiederstand aufrufen würde.
Im Moment scheint es aber so zu sein danss man so langsam begreift was da an sozialem Sprengstoff in die Luft gehen kann und man scheint auch zu kapieren dass die Lunte möglicherweise schon brennt.

http://www.focus.de/politik/deutschland/aus-sicherheitsgruenden-polizei-sagt-grosses-kurdenfest-in-koeln-ab_id_5834240.html

Dieses Fest musste aufgrund innertürkischer Probleme abgesagt werden, und das heisst die türkischen Konflikte sind bereits hier.
Und nicht nur dieser Konflikt.

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 10. September 2016, 01:28

Das sind die offiziellen Zahlen zu rechtskräftigen Kinderehen und damit legalisierter Pädophilie mitten in Deutschland, wobei ich nir sicher bin dass es sich hier nur uum die Spitze des Eisberges handelt.

http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/kinderehen-in-deutschland-361-verheiratete-unter-14-jahren/ar-AAiFZGW?li=BBqfUd5&ocid=UE07DHP

Hier haben wir das klassische interkulturelle Missverstandnis. Die auf der einen Seite haben die Haare zu Berge stehen während die andernen überhaupt nicht verstehen warum, ist es doch von Alters her guter alter Brauch und es ist auch vollkommen unverständlich das da einer was dagegen haben könnte.
Was mich jedoch ein wenig verwundert ist, dass man da Zahlen bekannt gibt, muss man doch mit einem ganz gewaltigen Aufschrei der Kinderschützer rechnen die ihrerseits verdammt viele Sympathisanten haben dürften.
Nichtsdestotrotz, ich habe ja schon mal drüber geshreiben, haben wir keine Möglickeit, und auch keine juristischen Mittel da einzuschreiten. Zu bizarr war bisher der Gedanke dass es so eine Kulturbereicherung irgendwann mal in Mitteleuropa geben könnte, und daher gibt es auch keine Rechtslage. Nicht mal eine Unbrauchbare.
Gar nichts!

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Charon » 12. September 2016, 02:20

Wäre mal interessant was passieren würde sollten sich die in DE lebenden Japaner mal dazu entschließen, ein bisschen Brauchtum aus ihrer Heimat auf deutschem Boden zu praktizieren. So könnte ich mir vorstellen, dass da z.B. im Frühling bunte Prozessionen zu sehen wären, bei denen man auch kleine japanische Kinder sehen könnte, die an einem Fruchteis in Penisform nuckeln. Was würde da die Staatsmacht wohl tun ?????? Dabei wäre dieses Fest vollkommen harmlos und da finden ganz sicher keine pädophilen Orgien statt. Und das Lutschen am Pimmel-Eis ist nicht schlimmer als das Verhalten eines deutschen Kindes, das jeden Frühling einem Schokoladen-Rammler (!) zur Osterzeit die Ohren abbeißt. Alte Fruchtbarkeitsfeste hier und dort. Die Kinderehen der Muslime sind da ein ganz anderes Kaliber !

Aber die "Exil-Japaner" verzichten wohl in weiser Voraussicht gezielt auf Brauchtum, das von Europäern missverstanden werden könnte ? Und sie leben trotz der gewaltigen kulturellen Unterschiede friedlich mit den Deutschen zusammen. Ganz anders als viele Muslime........

lg,

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Levanah » 12. September 2016, 11:25

über das pimmel-eis müsste sich keiner aufregen
das japanische eis ist bei uns einfach unauffälliger :lol:

ein als rakete getarnter pimmel, ganzjährig verfügbar und seit jahrzehnten bei kindern beliebt

Bild

unauffällig ist auch die ebenfalls ganzjährig erhältliche und bliebte schweizer schokoladestange branchli.
einem phallischen teil auch erheblich näher als ein osterhasenohr

Bild


:hallo:
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 26. Oktober 2016, 00:27

Überhaupt, wenn man sich die Markennnamen von Speiseeis am Stiel so anschaut... dann bräuchte man sich eigentlich keine weiteren Gedanken mehr darüber machen.
So was wie z.B. Flutschfinger und Ed von Schleck, das ist wohl schon aussagekräftig genug. Hehe! ;-) :lol:

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 26. Oktober 2016, 00:45

Derzeit ist im Gespräch das Albanien ebenfalls der Eu beitreten will oder soll.
Die Politik kann nur froh sein dass der Bürger im Regelfall von diesem Land und dessen Kultur so gut wie nichts weiss.
Wenn das hier nämlich jeder wüsste dann vermute ich dass es niemand glauben würde, zu bizarr und für uns Mitteleuropäer nicht vorstellbar.
Albanien ist nämlich nicht nur ziemlich rückständig und hat ebenso wie Bulgarien ebenfalls jede Menge Roma in ihrer Bevölkerung, sondern Albanien hat auch den Kanun.
Was das ist? Guckt ihr hier:https://www.youtube.com/watch?v=SJLXhku48Kc
Diese Quelle ist keine Hetzadresse der Links-Rechts-Gender oder Religionsfaschisten, sondern die Organisation "Kirche in Not", und die Aussagen decken sich auch weitestgeghend mit meinen Kenntnissen.

Folgendes wäre aber trotzdem noch anzumerken.
Es gibt Stimmen die sagen das es lange nicht mehr so streng genommen würde mit dem Kanun und nur noch einige ganz abgelegene wenige Landstriche im Norden Albaniens gibt, wo der Kanun Anwendung finden würde. Der Kanun dürfte auch in der gesammten Gesellschaft des östlichen Balkans seine Prägung sein, auch dort wo man ihn viell. nicht mehr so direkt anwendet.
In Albanien jedoch denke ich ist er weitgehend noch genau so präsent wie seit Jahrhunderten denn die Rechtsprechung ist gegenüber dem Kanun immer noch recht lax, man trägt ihm also Rechnung wie es scheint.
Und es gibt auch Stimmen die behaupten dass etwa 40% der albanischen Bürger männlichen Geschlechts im Kanun leben. (Frauen zählen nicht, d.h. sie sind nicht satisfaktionsfähig) Im Kanun leben heisst im Klartext dass man unmittelbar von der Blutrache bedroht ist, die auch mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit irgendwann zur Anwendung kommt. 10 Jahre später oder 30 Jahre? Egal!
Und wenn kein Erwachsener mehr da ist? Dann müssen Kinder ran oder sind dran. Wer männlich ist ne Knarre halten kann, viell. so mit 5 oder 6 Jahren, der kann auch schiessen oder erschossen werden Das sagt der Kanun.
https://www.youtube.com/watch?v=6PKw7ZIAMZg

Desweiteren führen Viele die Entstehung des Kanuns auf den Koran zurück, d. h. auf die Zeit von Mohammed.
Tatsache ist jedoch das der Kanun in Wirklichkeit viel älter ist und in seinen Ursprüngen aus der vorchristlichen Zeit stammen soll, und ich habe mich oft gefragt ob der Kanun nicht hier und da Einfluss auf die Sharia, die aus der Zeit Mohammeds stammen soll genommen haben könnte. Bisher habe ich noch keine Gelegenheit dieser Sache mal nachzugehen gehabt. Aber mal sehen, vielleicht ergibt es sich irgendwann einmal.

Aber wie auch immer, so was gibs in Europa auch noch, da müssen wir gar nicht bis weiss Gott wohin, so was haben wir vor unserer Haustüre, und hoffen wir nur dass wir uns diese kulturellen Missverständnisse nicht auch noch ins Haus holen, damit wird man mit den bisherigen rechtsstaatlichen Mitteln wohl nicht fertig werden.

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 21. November 2016, 01:26

Man muss ja mit solchen Meldungen ein wenig vorsichtig sein denn derzeit macht die Presse ziemlich Mobil gegen die Türkei
Aer wenn das wahr ist? http://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/t%c3%bcrkei-sexuelle-straft%c3%a4ter-bei-heirat-straffrei/ar-AAkvMo2?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP
Schadenersatz für die erfolgte Defloration könnte man ja vielleicht noch verstehen, obwohl nach meinem Empfinden so was auch schon ein, öööh- ich weiss nicht was" wäre.
Aber nun gut, andere Länder andere Sitten, und wenn die Kuh in diesem Kulturkreis (sorry aber so kommt mir das vor) nun nix mehr wert ist dann muss es ne Regelung geben,
Aber so was?
Die Frau mit ihrem Vergewaltiger zu verheiraten und ihn dadurch straffrei aus der Nummer rauskommen zu lassen?
Du meine Güte.
Ist es denn in diesem Kulturkreis völlig unverständlich dass eine Frau ihren Peiniger auf gar keinen Fall heiraten kann?
Das ist Folter!
Das Ganze ist irgendwie zu schräg um das glauben zu können.

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Charon » 23. November 2016, 01:48

Natürlich ist das Folter ! Zumindest nach den Vorstellungen unseres Kulturkreises. Aber wer weiß schon genau, wie seltsam archaisch andere Kulturkreise denken. Vielleicht würde das Leben als "wertlose Kuh", die keiner mehr heiraten will, eine noch größere Folter darstellen als eine "ordentlich geschlossene" Ehe mit einem Sexualstraftäter ? Fast sieht es so aus, denn man vernimmt keinen Protest seitens der Frauen......weder in der Türkei noch seitens der Deutschländerinnen. Stattdessen hat man bei den Pro-Erdogan-Demos in DE auch zahlreiche Frauen gesehen und es ist absolut sicher, dass zahlreiche Frauen auch Erdogan gewählt haben.

Die Rätselfrage des weiblichen Verhaltens in Sachen Despoten stellt sich immer wieder: Hitler hatte ein absolut frauenverachtendes Parteiprogramm und gab dieses auch ganz offen kund. Aber trotzdem hatte er glühende weibliche Fans und viele Frauen wählten ihn.

Und ganz aktuell Trump: Der hat ja "Vorschläge" zum Umgang mit Frauen zum Besten gegeben, die definitiv sexuelle Übergriffe darstellen ("zwischen die Beine greifen" und so) und man fragt sich, wie weit so jemand noch von einer Billigung von Vergewaltigung entfernt ist. Regelmäßig hat er in seinen Reden ein menschenverachtendes Frauenbild in die Welt posaunt, aber trotzdem hat auch er glühende weibliche Fans und viele Frauen haben ihn gewählt....... trotz einer Gegenkandidatin, welche im Falle ihres Sieges die erste Frau im Weißen Haus gewesen wäre !

Erklär mir mal einer so ein irrationales Verhalten ! Es fühlt sich fast so an, als wäre da noch etwas ganz "Dunkles" und Archaisches in den Frauen, das sie eine dumpfe Faszination für dominante, ja fast schon brutal wirkende Männer empfinden läßt und Unterwerfung irgendwie als "sexy" empfunden wird ?

Es geht aber noch schräger: Jeder Gefängnisdirektor wird bestätigen können, dass inhaftierte Serienvergewaltiger oder Sexualmörder oft körbeweise Fanpost von Frauen bekommen, kein Witz ! Und diese Fanpost enthält i.d.R. heiße Liebesschwüre und sogar Heiratswünsche, und etliche dieser Frauen beginnen auch, das Ziel ihrer Begierde im Knast zu besuchen ! Westliche Frauen wollen *freiwillig* einen Sexualstraftäter heiraten, absurder gehts wohl nimmer. Und das sind keineswegs alles psychisch kranke Frauen, etliche von ihnen leben eigentlich ein recht bürgerliches Leben.

Da wundert einen so manches steinzeitliche Gesetz in archaischen Kulturen nicht mehr.........man geht da wohl tatsächlich davon aus, dass auch aus so einer Zwangsehe mit einem Vergewaltiger sowas wie eine Beziehung entstehen kann. Schwer bis komplett unvorstellbar für uns.

lg,

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 24. November 2016, 01:09

Ich denke ich weiss was Du meinst, und änhliches scheint auch in unserer Kultur verankert zu sein. Möglicherweise geht da sogar was Kulturübergreifendes ab?

Wir werden es alle schon mal beobachtet habe das ein Mann einer Frau nachpfeift.
Ich persönlich betrachte so was als allerunterstes Niveau und ein Mann der so was tut dnr hat sich mach meiner Vorstellung restlos selber disqualifiziert da es ihm offensichtlich nicht möglich ist sich einer Frau auf einigermassen kultivierte Art zu nähern. Es ist einfach nur vulgär. dumm und völlig einfallslos. Einfach nur unterstes Niveau und mit solchen Leuten würde ich nichts zu tun haben wollen.
Ich gehe sogar so weit jetzt zu behaupten dass es so ne Art verbales begrabschen ist, und man sollte meinen dass ein solcher Mann, bei dem Frauenbild, und was er sonst offensichtlich noch so im Kopf hat von Frauen ausser Verachtung und Ablehnung nichts weiter erfährt.
Aber oft genug ist das Gegenteil der Fall, die Frauen scheinen so ein Verhalten in den meissten Fällen nicht nur gar nicht schlimm zu finden, sondern sie bestätigen dieses Fehlverhalten und ermutigen den Mann oft genug körpersprachlich auch noch weiter zu machen.
Dabei sollte man doch eigentlich meinen das eine mitteleuropäische Frau einem solchen Mann wohl kaum mehr als Verachtung entgegenbringen würde.
Ich habs nie verstanden.

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Goldmarie » 25. November 2016, 00:09

Ach, das ist doch ganz einfach. Frau freut sich doch, wenn ein Mann sie sexy findet, und bei einer zufälligen Begegnung irgendwo auf der Straße gibt es kaum eine andere Möglichkeit, das zum Ausdruck zu bringen. Es mag primitiv und verachtenswert sein, aber da klingen eben archaische Urbilder an.

Ich bin davor auch nicht gefeit, sonst würde ich nicht immer wieder den Schmeicheleien meines Liebhabers erliegen, obwohl ich ziemlich genau weiß, dass er mich schamlos belügt. Seine Frau weiß das auch, da bin ich mir ganz sicher, die macht den Zirkus jetzt schon über 50 Jahre lang mit.
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Charon » 25. November 2016, 02:03

Elviera hat geschrieben:Ich denke ich weiss was Du meinst, und änhliches scheint auch in unserer Kultur verankert zu sein. Möglicherweise geht da sogar was Kulturübergreifendes ab?


Ja, ich denke, du hast es erfasst.

So ein Beitrag ist in Zeiten des Feminismus und der Gender-Ideologie Zündstoff, aber ich kann halt mal nicht von der Freigeisterei lassen. :lol: 8-) Und vor allem ist so ein Beitrag Zündstoff wenn man davon ausgehen muss, dass die meisten passiven Mitleser hier wohl vom Feminismus und/oder der Genderei geprägt sein dürften, denn dies ist ja eigentlich ein TS-Forum.....es herrscht also Troll-Gefahr.

Aber mal ehrlich, man darf ja sehr offen darüber sprechen, wenn Männer ein Verhalten zeigen, das "primatenhaft" wirkt und wirklich an ein uraltes Erbe denken läßt. Nur will man nicht sehen, dass nicht nur der Mann, sondern der Mensch an und für sich ein Primat ohne Fell ist, d.h. man muss da die anderen 50% der Menschheit (also die Frauen) schon auch mit einbeziehen. Es ist numal definitiv nicht so, dass die Männer als Affen auf Bäumen lebten, als plötzlich die Frauen als hochentwickelte Aliens vom Himmel kamen um die Erde zu zivilisieren. Und gibt es so ein altes Erbe, dann ist es natürlich kulturübergreifend.

Ist es denn nicht so, dass gerade die simplen Heilsbotschaften ewiggestriger Irrlehren jene Instinkte ansprechen, die man gemeinhin als "primitiv" ansehen muss, und zwar unabhängig, ob die Irrlehre jetzt einen orientalischen oder einen westlichen Anstrich hat ? Und können solche uralten Instinkte nicht mitverantwortlich sein, dass Menschen immer wieder auf den gleichen simplen Mist hereinfallen, so vollkommen bar jeder Vernunft ?

Nun ja, das "Hinterherpfeifen", meine Partnerin hat da eine andere Meinung als Maria: Sie sagt, wenn ein Mann auf geistreiche Art und Weise mit ihr flirten würde, dann würde sie das als schmeichelhaft ansehen, auch wenn natürlich auch hier klar ist, was er damit bezweckt. Wenn ihr aber einer hinterherpfeift, dann würde sie überprüfen, ob ihre Kleidung bzw. ihr Erscheinungsbild zu vulgär und offenherzig wirkt, da sie wohl die falschen Männer (Prollos) damit anspricht.

lg,

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 25. November 2016, 11:23

Also ich würde das auch so empfinden, schlimmer noch würde ich darin eine Beleidigung sehen. Für was hält ein Mann der so was tut mich denn?
Für Freiwild? Ne Schlampe? Für völlig blöde?
Von einem potentiellem Flirt-Partner (oder auch mehr)würde ich aber was anderes erwarten, nämlich dass er gewisse Regeln einzuhalten in der Lage, und darüber hinaus auch der deutschen Sprache mächtig ist.
Einem Flirt gehen immer gewisse Rituale voraus die es einzuhalten gilt. Das übliche halt Blickkontakte usw. da merkt man meisst schon ob weitere Aktivitäten Sinn malchen oder ob die Dame lieber in Ruhe gelassen werden möchte. Schon dieses Ritual abzukürzen indem man einen Pfiff ablässt signalisiert doch nur dass man entweder ausserstande ist sich einer vernünftigen Kinderstube zu bedienen oder das man für eine Art Bordsteinschwalbe gehalten wird die sich ihrerseits auch nicht lange mit irgendwelchem Gehampel aufhalten will.
Männer die so was auch noch gut finden sollten lieber ins nächste Bordell gehen, da ist wenigstens geschützter Verkehr so habwegs sichergestellt. Und Frauen die so was in Ordnung finden wären dort ebenfalls besser aufgehoben, denn wenn dort Männer und Frauen zusammenkommen dann sind die Verhältnisse klar und man braucht nicht mal mehr zu pfeifen.
Ansonsten würde ich empfehlen bei allen Ankoppelungsmanövern die üblichen Rituale einzuhalten sich dabei der deutschen Sprache und seiner Höflichkeit zu bedienen.
Wie wärs z. B. nachdem man festgestellt hat das die Dame vielleicht nicht abgeneigt ist zu sagen:
Entschuldigen sie wenn ich sie einfach anspreche, das ist sonst eigentlich nicht meine Art wildfremde Fauen einfach anzsprechen. Aber ich finde sie sehr nett und würde mich gerne ein wenig mit ihnen unterhalten?
Man macht sich in dem Moment ziemlich verwundbar, und man muss der potentiellen Partnerin dabei in die Augen sehen. Das muss ausgehalten werden. Und auch das man riskiert einen Korb zu bekommen muss ausgehalten werden.
Männer die dieses Risiko scheuen indem sie all dies auf wenige Sekunden reduzieren indem sie einen Pfiff vewenden, denen bin ich offensichtlich nichts wert, und damit sind sie bei mir raus aus der Nummer.
Disqualifiziert auf der ganzen Linie, und nicht mal eines Korbes würdig, allenfalls ein Blick im Zorn gepaart mit völliger Verachtung. D. h. wenn ich denn überhaupt an Männern interessiert wäre.
Sollte ich mal in die Situation kommen das mich ein Mann einigermassen Niveavoll anspricht, so würde ich mich höflich bedanken, sagen dass ich mich geschmeichelt fühle, aber leider kein Interesse an Männern habe.
So macht man das, jedenfalls wenn man auch nur über ein Quentchen Kinderstube verfügt, und dabei ist es völlig egal ob man trans, lesbisch schwul, hetero, Mann oder Frau herero ist. Frauen die das anders handhaben geben auch klar zu erkennen wes Geistes Kind sie sind.
Es kommt lediglich darauf an ob man seinem Gegenüber Achtung entgegenbringt und man sich darüber klar ist das hier Kinderstube gefragt ist.
Und wenn man diesen Masstab anlegt dann schützt es einen oft auch vor schrägen Vögeln die einen allenfalls als Masturationsobjekt anssehen und vielfach gar nicht an einer wirkichen Beziehung interessiert vielleicht sogar beziehungsunfähig sind.
Das Bordell ist solchen Kerlen zu teuer, das so scheinen sie zu glauben geht auch billiger? da weiss man doch gleich wo man in den Augen solcher Kerle steht!
Sorry aber ich verstehe die Frauen nicht die sich dann auch noch so billig machen, und so betrachtet ist es nicht weiter verwunderlich dass eine bestimmte Sorte Frau (und umgekehrt) auf wundersame?! Weise an eine bestimmte Sorte Partner gerät. Aber wenn man sich das hier mal vor Augen führt dann ist es gar nicht mehr so verwunderlich.

Im Falle einer Transfrau kann es auch noch an anderen Dingen liegen, vergessen wir nämlich nicht dass wir teilweise männlich sozialisiert sind.
Auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen, es ist so! ;-)

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Goldmarie » 25. November 2016, 17:28

Schon wieder ein Missverständnis? Ich glaube nicht, dass ich eine andere Meinung habe als Charons Partnerin, ich kleide mich ja auch dezent und mir hat noch nie einer hinterhergepfiffen und mir würde das auch nicht gefallen, ich wollte ja auch nur sagen, dass ich durchaus Verständnis dafür habe, dass es Frauen gibt, denen das nichts ausmacht.

Elviera, Du hast völlig Recht mir dem, was Du beschreibst, aber das ist eine Flirtsituation und keine kurze zufällige Begegnung auf der Straße.
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 26. November 2016, 01:32

Es beginnt ja immer mit einer nur kurzen Flirtbegegnung, ob mehr draus wird das muss sich ergeben, und es ist ja auch nicht immer erwünscht dass sich mehr daraiús ergibt.
Nur wenn man sich durch sein Verhalten schon im Vorfeld unmöglich gemacht hat dann ergibt sich nicht mal die minimalste Flirtbegegnung.

Was Charon meint ist die Frage ob eine Frau durch ihr Erscheinungsbild und/oder ihr Outfit Männern Grund gegeben hat sie für etwas zu halten was sie nicht ist. Da muss man schon mal an sich runterschauen und genau prüfen ob man da nicht vielleicht einen Fehler gemacht hat. Ein Spiegel ist dort wo man angeflirtet wird ja meisst nicht zur Hand. ;-)
Und das ist es auch was ich meine wenn ich sage: Vermeide alles was Signalwirkung hat, besonders auf Männer, dann kannst Du kaum beachtet und ohne Probleme in der Menschenmenge einer Einkaufspassage mitschwimmen, selbst dann wenn das Passing nicht so gut ist.

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Charon » 26. November 2016, 01:33

@ Maria: Nö, das mit dem Hinterherpfeifen war nicht auf dich gemünzt, denn ich kenne dich und weiß, dass du nicht der Typ Frau bist, welcher auf Prollos wirkt. Wohl aber habe ich an jene Frauen gedacht, die drauf stehen, wenn Männer ihnen hinterherpfeifen. Nicht dass ich sie nicht toleriere, aber diese Frauen sollten mal drüber nachdenken, welches männliche Klientel sie ansprechen.

Übrigens glaube ich, dass man in weiteren sozialen Normen bzw. Bewertungen bei uns noch ein (kulturübergreifendes) archaisches Erbe erkennen kann. Wir haben ja schon oft darüber geschrieben, dass es legale Ehen mit minderjährigen Mädchen in vielen muslimischen Ländern gibt. Westliche Länder haben da hingegen eindeutige Gesetze, was die Altersgrenze sowohl für die Ehe als auch für sexuelle Handlungen generell betrifft. Alles, was diese Grenze unterschreitet, ist Pädophilie und wird mit Knast geahndet.

Aber stellt euch mal einen fuffzigjährigen Mann vor, der ein Techtelmechtel mit einer 25-jährigen Frau hat. Der Mann ist exakt doppelt so alt, aber wie beurteilt das wohl die Gesellschaft hierzulande ? Und nun vertauscht mal die Geschlechter in diesem Beispiel, d.h. junger Mann hat ne Beziehung zu ner doppelt so alten Frau. Wie beurteilt das die Gesellschaft ?

Ich sags ja, die Decke unserer Zivilisation ist vielleicht dünner als wir denken........

lg,

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Goldmarie » 27. November 2016, 00:50

Ich habe heute etwas Interessantes erlebt, das ist vielleicht OT, möchte ich aber erzählen.

Wir hatten einen Auftritt bei der Weihnachtsfeier des VdK im Bürgergarten in Mülheim, da standen wir im hell erleuchteten Saal mit dem Publikum auf Tuchfühlung und ich in der ersten Reihe - die Altistinnen, die sonst in der ersten Reihe stehen, waren heute nicht da. Eine Frau ganz vorne im Publikum starrte mich fast die ganze Zeit an. Ich dachte erst, die kennt mich irgendwoher, aber sie war mir völlig unbekannt. Was mag sie wohl gedacht haben?

So habe ich ausgesehen - vielleicht (hoffentlich) etwas frischer als auf diesem spätabendlichen Selfie:

Bild

LG
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Zuletzt geändert von Goldmarie am 27. November 2016, 01:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 27. November 2016, 01:01

Schon möglich dass sie Dich irgendwann schon mal gesehen hat. Auch grosse Städte sind manchmal kleiner als man denkt.

Was die Leute aber immer so denken? Oft genug sehen die Leute nur nachdenklich aus, aber sie denken eigentlich gerade nichts, oder auch an ganz was anderes. Man weiss es nicht und wirds normalerweise auch nie erfahren. Also was solls?

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Charon » 3. Dezember 2016, 01:43

Als hättens wir nicht schon längst gewusst:

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 88016.html

lg,

Charon
Zuletzt geändert von Charon am 3. Dezember 2016, 01:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 3. Dezember 2016, 01:53

Genau das haben wir in der Vergangenheit schon öfter gesagt, und ich fürchte in der Zukunft werden wir es noch viel öfter sagen müssen.
Leider, denn des Öfternen mal Unrecht zu haben wäre viel schöner.

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Elviera » 17. Dezember 2016, 02:24

Noch so ein interkulturelles Missverständnis bei dem einige Leute unseren Rechtsstaat wohl sehr genau verstanden zu haben scheinen.
http://www.focus.de/politik/deutschland/presseschau-so-kommentiert-deutschland-anschlags-versuch-eines-12-jaehrigen_id_6368299.html
Juristisch haben wir hierrauf auch keine Antwort denn der radikalisierte Knirps ist nicht strafmündig und kann daher nicht belangt und auch nicht aus dem Verkehr gezogen werden.
Man kann ihn nur gleich wieder laufen lassen, dabei mit dem Finger drohen und auf den nächsten Anschlagsversuch warten.
Bin mal gespannt ob dieses Beispiel Schule macht, und wenn, wie kann man solchen Sachen eigentlich begegnen ohne rechtsstatliche Prinzipien zu verletzen?

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Levanah » 17. Dezember 2016, 09:39

na ja, die politiker und juristen sind ja sonst auch nicht fantasielos, wenn es darum geht einen sachverhalt mit fadensscheinigen argumenten zu bergründen oder zu verdrehen.
man könnte die religiöse radikalisierung in dieser form als eklatante gefährdung des kindswohls auslegen, verbunden mit einer durch die radikalisierung hervorgerufenen, seelischen traumatisierung welche eine längerdauernde stationäre behandlung (zur sanften deradikalisierung) benötigt.

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Re: Interkulturelle Missverständnisse

Beitragvon Charon » 18. Dezember 2016, 01:12

Levanah hat geschrieben:na ja, die politiker und juristen sind ja sonst auch nicht fantasielos, wenn es darum geht einen sachverhalt mit fadensscheinigen argumenten zu bergründen oder zu verdrehen.
man könnte die religiöse radikalisierung in dieser form als eklatante gefährdung des kindswohls auslegen, verbunden mit einer durch die radikalisierung hervorgerufenen, seelischen traumatisierung welche eine längerdauernde stationäre behandlung (zur sanften deradikalisierung) benötigt.

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Ab in die Kinder - und Jugendpsychiatrie, das wäre ein gangbarer Weg denke ich mal. Das wäre gar nicht mal so fadenscheinig bzw. abstrus. Derartiger religiöser Fanatismus hat ja viel gemeinsam mit psychischer Krankheit, wir haben ja in einem anderen Strang schon recht ausgiebig über die Psychologie des Fanatismus geschrieben: viewtopic.php?f=33&t=1314&p=12606&hilit=psychisch+kranke#p12606

lg,

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