Wahlen in Europa

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 24. Juni 2016, 01:06

Oder Bella Italia. Dort feiert die sog. "5-Sterne-Bewegung" gerade einen Wahlerfolg nach dem anderen. Sogar die taufrisch gewählte neue Bürgermeisterin Roms gehört dieser EU-Austritts-Bewegung an. Und die 5-Sterne-Bewegung schreit auch nach so nem Referendum wie in Großbritannien.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Goldmarie » 30. Juni 2016, 18:29

Hier mal ein Beitrag von Harald Lesch zum AfD-Programm:

https://www.youtube.com/watch?v=legMiI6RUuQ

LG
Maria
Es soll sich regen, schaffend handeln, / Erst sich gestalten, dann verwandeln; / Nur scheinbar stehts Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen: / Denn alles muß in Nichts zerfallen, / Wenn es im Sein beharren will.

Johann Wolfgang von Goethe
Benutzeravatar
Goldmarie
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 1209
Registriert: 17. Oktober 2010, 02:14
Plz/Ort: 46049 Oberhausen
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 1. Juli 2016, 01:31

Jaja, die Afd hat Peilung zum Klimawandel und wie immer ganz simple Lösungen parat.
Und die sind derart bestechend einfach dass man sich fragt warum ausser der Afd sonst niemand darauf kommt. :suspekt:

Was sagen die eigentlich zum Energieproblem und den fossilen Energieträgern?
Lasst mich mal raten.
Wir haben ja den deutschen Wald, und in einigen Jahrmillionen wird der zu guter deutscher Steinkohle geworden sein.
Daraus ergibt sich dass es ja gar kein Energieproblem gibt, lediglich die paar Beimengungen an gutem alten deutschen Mutterboden der beim verheizen mit in die Luft geschleudert werden verursachen eine Klimaveränderung. Aber die ist auch nicht wirklich ein Problem wie man sieht.
So einfach ist das bei der Afd. :irre: :hammer: :stupid:

Da ging einmal ein Pfeiffer durch Hameln und spielte eine das wundersame schöne Melodei.
Man sollte solchen Rattenfängern lieber nicht hinterherlaufen wie eigentlich jeder weiss.
Warum aber tuns so viele trotzdem? Ich glaube ich kenne die Antwort.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 2. Juli 2016, 01:11

Tja, denken ist eben anstrengend und verursacht Kopfschmerzen, deshalb frisst man ja die simplen Evangelien so gerne. Ist ja nichts Neues, dass die deutschen Fleißbienchen im Kopf stinkend faul sind.

Aus Ösiland gibts auch Neuigkeiten:

http://www.focus.de/politik/videos/wahl ... 89521.html

Damit dürfte die erfolgte Wahlmanipulation als bewiesen gelten. So erweckt Österreich nicht den Eindruck einer Alpen -, sondern einer Bananenrepublik. Da sollte man doch glatt unabhängige Wahlbeobachter der OSZE für die Neuwahlen nach Ösiland schicken.......

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 2. Juli 2016, 14:55

Durch das Ergebnis der Volksabstimmung bei den Briten haben gewisse Kräfte nun natürlich Oberwasser und reden Klartext.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/rassismus-welle-nach-dem-brexit/ar-AAhR4B7?li=BBqgbZL&ocid=UE07DHP

Erschreckend finde ich ist die hohe Anzahl Derer, und ich fürchte in Frankreich, Italien und selbstverständlich auch bei uns dürte das recht ähnlich aussehen, wenn nicht gar schlimmer.
Hier muss man nämlich bedenken das die Briten dadurch dass sie mit der Zuwanderungszulassung durch vornehme Zurückhaltung geglänzt haben gar nicht so viel von dem mitbekommen haben was die anderen Eu- Länder zu tragen hatten.
Und trotzdem..... .
Aus Brüssel jedoch kommen klare Worte.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 3. Juli 2016, 02:24

Was im Klartext bedeutet, dass den Briten der Brexit gar nicht das bringt, was sie damit unter anderem bezweckt haben: Einen Zuwanderungsstop. Wenn das mal nicht zu mehr Austritten führt.....denn wenn niemand mehr mitspielt, kann es auch keine Freizügigkeit mehr geben.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 14. September 2016, 01:20

Grinsel.....die Ösis haben wohl den Wahltermin für die Präsidentenwahl aufgrund der Schusseligkeit eines Klebstoffherstellers, verbrochen durch dessen Mitarbeiter Herr Rainer Zufall, vom Oktober auf den 4. Dezember verschoben. Mein Vorschlag: Neue Landesflagge für Österreich, nämlich Bananenstaude auf rot-weiß-rotem Grund, und fristlose Kündigung für Rainer Zufall !

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 14. September 2016, 01:56

Köstlich hahaha Bananen.
Könnte aber genau so gut möglich sein dass sie sich, aufgescheucht von dem Rechtsdrall bei der letzten Wahl, noch ein kleines Zeitfenster verschaffen wollen, um in ihrer Politik noch ein paar Korrekturen vornehmen und bei der Gelegenheit die sich günstigerweise so ergeben hat noch ein wenig Wahlkampf betreiben zu können?
Sicherlich- verschwörungstheoretisch.
Aber wenn ich das zu entscheiden hätte und die Zufälle wemm die Zufälle nun mal so gefallen sind?
Dann hast du Ginstig wie Scheijk der brave Soldat sagen würde.
Dann wäre die Versuchung das so zu deichseln schon da.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 3. Oktober 2016, 01:07

Ungarn- Referendum

Zwar gilt Orban als gescheitert weil er die erforderliche Wahlbeteiligung von 50% nicht erreicht hat, aber das Signal ist trotzdem eindeutig.
Es war eine Wahlbeteiligung von nur knapp 40%, aber die war zu 99% gegen eine wertere Zuwanderung. Und das heisst ja nun mal heisst im Klartext das fast 40% gegen die weitere Aufnahme von Asylanten ist.
http://www.sueddeutsche.de/politik/ungarn-fluechtlings-referendum-orbn-scheitert-an-prozent-huerde-1.3188107
Im Grunde müsste man nun nur eine entsprechende Zuwanderung zulassen und abwarten bis die Verhältnisse so sind wie in Frankreich, Deutschland oder Italien.
Dann würde das Referendum wiederholt werden und der Fall ist erledigt.

Und davon mal abgesehen sprechen 40% schon ihre eigene Sprache und daran versucht man gerade mal wieder vorbeizudiskutieren indem man so tut als ob die verbleibenden 60% ausnahmslos alle für eine weitere Zuwanderung ist.
Das aber ist ganz gewiss nicht so, das dürfte jedem der schon mal was von Demographie gehört hat wohlbekannt sein.

Ich denke neben Österreich ist auch Ungarn schon mit einem Fuss aus der EU raus, nur derzeit überwiegen für die Ungarn wohl noch die finenziellen Vorteile einer EU Mitgliedschaft.
Wenn sie aer erst mal merken was die weitere Zuwanderung kostet werden sie entweder an die EU Türe klopfen denn wer die Musik bestellt, der muss sie auch bezahlen. Nur muss man sich auch fragen wovon, falls Frankreich ausscheiden sollte, was immerhin im Bereich den Möglichen ist. In Frankreich wird, wie wir ja wissen im Frühjahr gewählt, und der Rechtsdrall ist in Frankreich stark.
Alternativ? Die Briten habens den Ungarn vorgemacht.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 3. Oktober 2016, 02:01

Sieht aber wohl so aus, als würde sich Orban herzlich wenig von diesem gescheiterten Referendum beeindrucken lassen. Ungarn ist wohl wirklich schon mit einem Fuß raus aus der EU:

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... er-EU.html

Und auch ich gehe davon aus, dass die 60% Nichtwähler hier keineswegs alle für die Aufnahme von Flüchtlingen sind und daher auch einverstanden mit der Beibehaltung von Orbans strengem Kurs sind.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon jessica » 3. Oktober 2016, 09:07

Nicht nur in Frankreich wird nächstes Jahr gewählt, sondern auch in den Niederlanden. Le Pen und auch die PVV-Partei von Gerd Wilders wollen aus der EU raus. Was das bedeutet, ist ja wohl klar. Wenn Ungarn, Frankreich und die Niederlande austreten, bedeutet es den Todesstoß für die EU, denn es werden danach wohl auch noch andere Staaten folgen. Hinzu kommt auch noch, dass wir selbst nächstes Jahr Bundestagswahlen haben. Wenn aber Merkel wieter so handelt, sehe ich schwarz, denn wir haben ja auch gesehen, was die letzten Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus ergeben hat. Es wird nämlich der Fehler gemacht, dass nur immer die Wahl in bestimmten Bundesländern genommen wird. Was man aber wirklich tun muss, ist, dass man die Ergebnisse auf ganz Deutschland hochrechnen muss, Jeder, der nur etwas überlegen kann, wird feststellen, dass der Zuspruch zur AfD sehr stark zugenommen hat, obwohl sich die AfD sehr viele Fehler erlaubt hat.
Benutzeravatar
jessica
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 174
Registriert: 24. März 2012, 12:15
Plz/Ort: 24159 Kiel
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 5. Dezember 2016, 00:45

Österreich hat seinen Bundespräsidenten gewählt, und das Ergebniss war für mich überraschend.
[url]
http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 24374.html[/url]

Der Neue Bundespräsident heisst van der Bellen und gehört dem grünen Lager an. Dieses eine Mal feiert die Dummheit keinen Triumpf und für mich ist das ein eindeutiger Sieg der Vernunft.
Jedoch sollte man weder in Österreich noch im Rest Europas jetzt glauben das der Rechtspopulimus jetzt noch ein paar Rückzugsgefechte liefern würde und dann sang und klanglos verschwinden würde.
Ich denke vielmehr dass man nun von Rechts mit Argusaugen nach Österreich schauen wird um alles entspreched ausschlachten zu können, gemäss der in jeder Demokratie üblichen Regel:
Die Regierungspartei muss beweisen, die Opposition in erster Linie nur meckern!
Also schön wachsam bleiben, das ist mitnichten vorbei!

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 5. Dezember 2016, 23:43

Und so sehr man sich über den kleinen Lichtblick aus Österreich auch freut, so schnell kommt der Dämpfer hintendrein, und zwar aus Italien:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 24502.html


Der alte Regierungschef hat sich quasi selbst abgewählt, es riecht verdammt nach Neuwahlen und die Rechten scharren bereits mit den Hufen.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 6. Dezember 2016, 01:02

Und das bedeutet dass Italien so weiterwurschtelt wie bisher, die Banken wackeln und sich irgendwann in recht naher Zukunf dort wiederfinden wird wo Griechenland jetzt schon steht. Viel fehlt da sowieso nicht mehr.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/italien-referendum-was-die-regierungskrise-fuer-europas-wirtschaft-bedeutet-a-1124458.html
Aber trotzdem wird es einen Unterschied geben, nämlich dass man die italienischen Banken wohl nicht mehr retten kann da leztlich auch der europäische Wohlstand begrenzt ist.
Vergessen wir nicht, ausser Frankreich, Östereich und Deutschland hängt der ganze Rest der EU, mal mehr mal weniger am Tropf dieser Länder, und zunehmend muss man sich fragen wo der Sinn in der Zukunft ist ein totes Kind zu füttern.
Wirtschafllich dürfte das wohl nicht mehr lange zu vertreten sein.
Und vergessen wir nicht das Frankreich in näherer Zukunft wählen wird und die Aussichten für die Eu bei den Kandidaten sind eher nicht so gut, egal wer gewinnt. Frankreich ist also auch zum Wackelkandidaten geworden England ist raus, und die Lage diesbezüglich hat sich in Österreich auch nicht wirklich vebessert durch die Wahl am Sonntag. Und mit Italien wird wie es aussieht auch nicht mehr zu rechnen sein. Mit oder ohne Flüchtlingskrise kann es gut sein dass die Eu nun am Ende ist.

Mal unter uns Pastorentöchtern: Ich würde nicht mehr Kanzler werden wollen, denn dann kann ich mich nämlich nicht mehr aus der Affäre ziehen wenn die Geschichte mir den Zusammenbruch der EU ans Knie nagelt. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, so wills der gute alte Brauch.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon jessica » 6. Dezember 2016, 13:43

Man darf aber auch nicht vergessen, dass im nächsten Jahr auch in den Niederlanden Wahlen sind, und ich denke mal, dass es dort auch nicht rosig aussieht.
Benutzeravatar
jessica
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 174
Registriert: 24. März 2012, 12:15
Plz/Ort: 24159 Kiel
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 7. Dezember 2016, 00:57

Hallo Jessica, stimmt Holland und die anderen ehemanigen Be-Ne-Lux- Länder habe ich vergessen.

Aber hier jetzt mal ne Gesamteinschätzung der EU-Lage:

Die Präsidentenwahl in Österreich ist nur scheinbar ein Sieg der Vernunft.
Jedoch die Zahlen sprechen für sich, und Österreich wird trotzdem zu einem grossen Teil nach Rechts abdriften und überdies dürfte Österreich mit einem Fuss aus der EU raus sein. Die Rechtenn haben bei der Wahl am Sonntag mit über 40% abgeschnitten, und das ist ne klare Aussage!
Das abgeschmetterte Referendum in Italien machts auch nicht besser, denn das bedeutet das Italien so weiterwurschteln wird wie bisher. Und das bedeutet eine nicht einzuschätzende politische Lage mit wackenden Banken. Es gibt inzwischen Stimmen die behaupten das Italien inzwischen kaum noch besser als Griechenland dastünde, allerdings mit einem Unterschied. Nämlich das die italienischen Banken nicht wie die Griechischen zu retten sein werden. Man muss bedenken das Frankreich denmächst ja auch wählt, Holland nicht mehr will und die beiden ande ren Kandidaten sind alle beide nicht gerade Eu freundlich. Das die Le Pen auch nur anch eine Mark in die EU steckt ist nicht z erwarten und war von vorne rein klar. Und der andere Fiffi da? Wie heisst er noch? Der ist erzkonservativ und das bedeutet in Frankreich nationalisisch. Da ist auch keine Politik der offenen europäischen Türen für Leute die keine Franzosen sind zu erwarten. Und hier meine ich nicht nur die Asylanten, denn auch Europäer zu sein dürfte nicht genügen und wenigstens so ne Art Franzose zu sein. Nationalistisch waren die Franzosen ja schon immer, aber in der Kombination mit einer konservativen Haltung ist für Frankreich wohl der auch Schluss mit der EU.

Einzig Merkel bildet sich noch ein dass wir das schaffen und tritt zur Wahl an, dabei scheint sie völlig zu ignorieren das ssie mittlerweile alleine da steht und lieber zusehen sollte dass sie den schwarzen Peter wieder los wird damit das Scheitern der EU nicht an ihr hängen bleibt. Ein Rücktritt wäre zu offenschichtlich, aber wieder zur Wahl antreten? Sie sollte lieber nicht mehr kandidieren, im eigenen Interesse, denn ich würde nicht in die Geschichte eingehen wollen als der Kanzler der die EU in Grund und Boden gewirtschaftet hat.
Doch zurück zur EU, den Maccaronis und ihrer desolaten Lage. Die Briten sind schon raus aus der EU-Nummer und nun muss man sich fragen wer denn die italienischen Banken retten, und Griechenland ernähren soll damit auch dort die Korruption weiterblüht wie bisher. Etwa Deutschland alleine? Vieleicht unter Mithilfe von Rumänien, Lithauen, Polen, den neuen Mitgliedsländern Bulgarien und Albanien oder des winzig kleinen Hollands das auch schon mit einem Fuss draussen sind? Aber das wäre noch Luxenburg und Belgien, da bin ich zwar über die derzeitige EU-Stimmung nicht so genau informiert, doch denle ich dass diese Mitgliedsstaaten wie Holland viel zu klein sind um eine wirkliche Rolle spielen zu können- Ich fürchte was Schlimmeres, es könnte die Türkei sein.
Aber das wäre auch nur eine vorrübergehende Lösung, denn der wirtschaftliche Aufschwung der Türkei ist auch nur auf Pump. Und Kredite werden irgendwann zurückgezahlt werden müssen. Jedoch von was denn? So kapitalkräftig ist die Türkei nämlich nicht.
Wenn ein Staat jahrelang immer nur haarscharf an der Pleite vorbeirutscht, woran erinnert mich das nur? Auch der Cäsarenwahn von Erdogan passt hierzu wie die Faust aufs Auge. Blos nicht drüber nachdenken
Nur wie auch immer, die EU scheint kaputt zu sein und unsere Prognose vom Frühjahr 2016 lautete: Bis Ende des Jahres. Und im Moment sieht es fast so aus als ob wir wieder mal recht behalten würden.
Über diese ganze Entwicklung bin ich alles Andere als glücklich denn Europa steckt nun endgültig bis zu Hals, vielleicht sogar bis über den Kopf in der Kriese.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 7. Dezember 2016, 01:43

Elviera hat geschrieben:
Einzig Merkel bildet sich noch ein dass wir das schaffen und tritt zur Wahl an, dabei scheint sie völlig zu ignorieren das ssie mittlerweile alleine da steht und lieber zusehen sollte dass sie den schwarzen Peter wieder los wird damit das Scheitern der EU nicht an ihr hängen bleibt. Ein Rücktritt wäre zu offenschichtlich, aber wieder zur Wahl antreten? Sie sollte lieber nicht mehr kandidieren, im eigenen Interesse, denn ich würde nicht in die Geschichte eingehen wollen als der Kanzler der die EU in Grund und Boden gewirtschaftet hat.


Im Endeffekt kann man das EU-Experiment schon als gescheitert betrachten, nur wird man m.E. noch versuchen, ein Jahr mit Bankenrettung etc. weiterzuwursteln, so dass der wirkliche Zusammenbruch des Euroraums erst Ende 2017 bis Anfang 2018 kommt, d.h. ein paar Monate nach den Wahlen in DE. So denke ich mal, ist Muttis Kalkül.

Einfach nicht mehr zur Wahl anzutreten, das hätte wohl zu sehr nach einem Zugeben von schweren Fehlern und damit einem Gestehen zumindest einer Teilschuld am Zusammenbruch der EU gerochen. Mutti hat nach der bekannten technologiebegeisterten "Weiter so"-Rede bei Anne Will noch eine weitere Rede in dieser Richtung gehalten, nämlich jüngst auf dem Parteitag in Essen. Und in dieser Rede hat sie den Flüchtlingsdeal mit Sultan Erdowahn als eine große, wenn nicht die größte Errungenschaft dargestellt. Dass sich da den meisten Bürgern die Nackenhaare sträuben, das dürfte klar sein, und das ist auch Merkel klar....erst recht, wenn Erdowahn den Deal noch während des Wahlkampfs kündigt.

Sie verhält sich bisher also wie eine Politikerin, die zwar nochmal zur Wahl antritt, aber die sicherstellen will, dass sie nicht nochmal gewählt wird, sondern das arme Schwein von Gegenkandidat, wer auch immer das sein wird. Und dieses arme Schwein wird dann den Zusammenbruch der EU ans Knie genagelt bekommen, denn man wird vergessen, dass diese Person zum Zeitpunkt des EU-Zusammenbruchs erst wenige Monate im Amt war und gar nichts mehr hätte retten können. Er war zum Zeitpunkt X an der Macht und damit ist er auch der Kanzler des Zusammenbruchs.

Und Mutti kann nicht nur ihre Mitschuld am Zusammenbruch der EU von sich weisen, sondern auch noch Vorwürfe äußern: Ach hättet ihr doch mich nochmal gewählt, dann wäre es anders geworden, aber ihr bösen Bürger habt euch ja für den Gegenkandidaten entschieden, also seid ihr selbst schuld. Und wenn Erdowahn zusätzlich noch den Flüchtlingsdeal kündigt, dann hat ja Erdowahn gekündigt und trägt damit die Schuld, und Mutti ist wieder fein raus. Und kann als "Mutti Theresa" in die Geschichte eingehen, welche die Bürger aufgrund grenzenloser Dummheit nicht mehr wählen wollten, obwohl sie ja angetreten ist.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 1. März 2017, 01:23

Ein absolutes Bonbon, und das mitten in der heißen Phase des Frankreich-Wahlkampfes :mrgreen: :mrgreen: :

http://www.focus.de/politik/ausland/eu- ... 20426.html

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 1. März 2017, 01:46

Die Kunde höre ich wohl, aber zu bedenken ist dass sie selbst bei Aufhebung der Immunität trotzdem in Amt uns Würden bleiben würde. Einzig dass die Staatsanwaltshaft ermitteln kann. Aber w3as würde das bringen? 1. Bist die zu Potte gekommen sind ist die Wahl längst vorbei. 2. Sind die Rechtswähler ein ziemlich treuer Wählerkreis, ich glaube nicht da sie sich davon beeindrucken lassen würden, zumal es auch sofort entsprechenden pol. Massnahmen kommen würde den in der heissen Phase des Wahlkampfes sind die pol. Dreckschleudern immer besonders Kreativ.
3. Es ist ja nicht neu unliebsame Politiker mit so was aus dem Weg zu räumen, denken wir doch nur mal an die Wolfshatz vor einigen Jahren.
Da ist auch in der Mülltonne des Bundespräsidenten gewühlt worden. Und weil nichts anderes zu finden war als dass er sich bei den falschen Leuten ein paar Kröten gepumpt hat, hat man so getan als ob der Untergang des Abendlandes davon abhing.
Genau überlegt wars doch einfach nur lächerlich.
Indes hat Wolf wahrscheinlich gar kein Interesse gehabt sich grossartig zu wehren, verm. war inzwischen seine Pension auf Lebenszeit, auf welche Weise auch immer gesichert.

Im Wahlkampf jedoch ist das was Anderes, der hat nämlich bisher schon zu viel Geld gekostet als das man einfach zurücktreten könnte.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 15. März 2017, 01:51

Es geht los, der erste Magenschmerz-Termin heuer steht unmittelbar bevor: http://www.spiegel.de/politik/ausland/n ... 38677.html

Schaun wir mal wie es ausgeht. Würde braun gewählt werden, wäre das ein Tag der Traurigkeit für mich, denn ich fühle mich diesem Ländchen doch etwas verbunden und von einer braunen Seite dort habe ich nie was zu spüren bekommen, trotz damals ja noch sichtbarer TS.

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 16. März 2017, 01:11

Holland hat gewählt und die Wilder-Gang ist mit 19 von 150 Sitzen im Parlament vertreten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/prognose-premier-rutte-siegt-in-den-niederlanden-a-1138953.html
Das ist zwar nicht der überwältigenden Sieg den die Einen erhofft und die Anderen befürchtet haben, aber um im Parlament kräftig mitzupalavern reicht es allemal.
Also ich würde hier nicht von einem Sieg der Demokratie reden wollen, denn der Rechtspopulismus macht sich zunehmend auch in anderen Parteien breit, von denen die Niederlande wegen der nicht wie bei uns vorhandenen 5% Hürde ja genug haben.


L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 16. März 2017, 01:37

Da hat wohl der blitzschnelle und knallharte Erdowahn-Bann durch die Regierung dem Wilders wohl ein paar Prozentpunkte gekostet. :D

Trotzdem, die Braunen sind dicke im Palaverment vertreten, und wir erinnern uns, dass der Gasmann erstmal auch nicht gleich regiert hat. Und zusätzlich eine Regierungsbildung bei diesem Wahlausgang recht schwierig werden dürfte und ne recht holprig zusammengeschusterte Koalition zusammenkommen dürfte, bei der sich die Parteien ständig gegenseitig im Weg stehen könnten......

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Goldmarie » 17. März 2017, 17:19

Elviera hat geschrieben:... aber um im Parlament kräftig mitzupalavern reicht es allemal.

Das Mitpalavern bringt denen nicht unbedingt was. Ich erinnere mich an Landtage, in denen die NPD gesessen hat. Die hat sich da mehr blamiert als sonst was und ist prompt wieder rausgeflogen.

LG
Maria
Es soll sich regen, schaffend handeln, / Erst sich gestalten, dann verwandeln; / Nur scheinbar stehts Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen: / Denn alles muß in Nichts zerfallen, / Wenn es im Sein beharren will.

Johann Wolfgang von Goethe
Benutzeravatar
Goldmarie
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 1209
Registriert: 17. Oktober 2010, 02:14
Plz/Ort: 46049 Oberhausen
Länderflagge: Germany (de)
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 18. März 2017, 01:46

Sicher war das so dass die NPD sich allenfalls auf Störungen verlegen konnte
Aber Wilders ist mit 19 Sitzen vertreten und ist 2. stärkste Partei.
Die Holländer haben auch keine 5% Hürde und das bedeutet das viele verschiedene Parteien im Parlament sind die alle ihre Politik vergtreten. Einige davon auch rechtskonservativ, manche davon ziemlich extrem, und vergessen wir die Linksextremen nicht die durchaus hier und da mit Wilders sympatisieren werden.
Und diese alle zusammengenommen macht noch einige Sitze mehr aus.
Dazu kommt dass Aufgrund der Vielfalt in der parlamentarischen Landschaft der Niederlande es für Rutters schwierig werden wird eine Koalisation zu bilden die er dem entgegensetzen kann.
Auch wenn es so aussehen mag und auch in de Oresse so hingestellt wird, ich glaube trotzdem nicht dass es wirklich ein Sieg der Demokratie war.

Und darüber hinaus ist da noch der Duck aus der Bevölkerung, und das bedeutet dass auch Rütters gezwungen sein wird einiges von Wilders Parteiprogramm zu übernehmen wo immer das nur einigermassen vertretbar ist.
Denk doch mal dran wer 1979 über Umweltschutz geredet hat. Ausser den Grünen niemand und die SPD und CDU schon mal gar nicht, denn in deren Darstellungen waren das alles völlig weltfremde Spinner.
Und heute?
Sie haben es auch übernommen um nicht noch mehr Wähler an die Grünen zu verlieren.
Und genau so wirds auch in Holland kommen. Wetten?
Auch muss man fragen wie die Wahl wohl ausgegangen wäre wenn die nicht 2 Tage vor der Wahl den Türken gezeigt hätten wo es langgeht in Holland.
Das kann man eindeutig als Indiz werten dass ich meine Wette wohl gewinnen werde. Auch möchte ich nicht fragen wie die Wahl ausgegangen wäre wenn man nicht in Rotterdam ganz klare Kante gezeigt hätte.

Was ich aber nicht verstehe ist das Erdogan in diese Falle getappt ist. 2 Tage vor einer Wahl so eine Aktion? Das konnte doch eigentlich nicht gut gehen. Aber das Ausmass und die Konsequenz dieser Aktion der Holländer gegen den Aufritt der Türken, das dürfte nicht nur mich überrascht haben.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 20. April 2017, 00:52

So, kommenden Sonntag ist wohl ein entscheidender Termin für die Zukunft der EU, nämlich die Wahl in Frankreich. Und viele Wahlberechtigte scheinen wohl nicht dem Motto "wer nicht wählt, unterstützt die Extremisten am linken und rechten Rand" zu folgen, sondern ihre Zweifel an der Politik durch Boykott ausdrücken zu wollen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 43733.html

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 20. April 2017, 01:46

Wir sollten bei allem Rummel den die Presse am Sonntag vermutlich machen wird dürfen wir nicht vergessen dass das Wahlergebnis nicht nur für Frankreichs Zukunft richtungsweisend sein wird. sondern dass es auch für die EU buchstäblich um die Wurscht geht.
Ich denke dass der Sonntag für manch Einen aus der Politik ne ganz schöne Zitterpartie werden wird, und mein Tipp ist, dass es auch dort ein ziemlich knappes Ergebnis werden wird, und wer das Rennen macht ist völlig offen.
Ich persönlich würde mir wünschen dass die Demokratie ganz knapp vorneweg ist, aber sicher ist das keineswegs, nicht mal wahrscheinlich.
Es ist nur möglich- mehr nicht!
Aber ob nun Rechts oder Konservativ? Ich glaube das ist letztlich für die Zukunft der EU egal.


L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 24. April 2017, 01:13

Die erste Schlacht in Frankreich ist geschlagen, aber das ist ja nur die halbe Miete denn ers steht ja noch die Stichwahl aus.
Am 7. Mai soll die sein?
Doch wie auch immer, es ist wie gestern schon vermutet ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Macron und Le Pen.
Nach den ersten schätzometrischen Hochrechnungen kam Macron auf 23 bis 24 Prozent und Le Pen auf 21,6 bis 23 Prozent, und bis Mai kann noch viel passieren. Im Grunde ist also nichts wirklich entschieden.
Aber es sieht trotzdem nicht so trübe aus, denn der konservative Kandidat François Fillon hat offensichtlich begriffen das es nun an der Zeit ist persönliche Eitelkeiten beiseite zu schieben, räumte seine Wahlniederlage ein und rief seine Wähler zur Wahl Macrons auf.
Ich denke dass dieser Aufruf genug Stimmen mobilisieren kann das Macron sich bei der Stichwahl deutlich von Le Pen absetzen kann.
[url]
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/po ... id=UE07DHP[/url]

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 24. April 2017, 01:48

So, nun isses raus: Frankreich muß sich in der Stichwahl zwischen radikal und anders, aber auch radikal entscheiden, die etablierten Parteien wurden gnadenlos abgestraft.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/w ... 44481.html

Zur braunen Le Pen brauche ich wohl nichts mehr zu sagen, denn jeder weiß wofür sie steht. Aber was wissen wir über den Gegenkandidaten ? So gut wie gar nichts, und das ist auch erschreckend. Also mir kommt er vor wie Trump, bloß ohne Rassismus, dafür aber mit umso mehr Radikalkapitalismus. Wie Trump ist er unter ner goldenen Käseglocke aufgewachsen, und wie Trump hat er es in der Finanzecke ohne jemals groß Leistung zu erbringen zu großem Reichtum gebracht. Und von Politik hat er genauso viel Ahnung und Erfahrung wie Trump, nämlich Null. Aber im Gegensatz zu Trump hat er eigentlich überhaupt kein politisches Programm außer Wirtschaft, und letztere , so klingt es zumindest, soll radikal neoliberal reformiert werden. Klingt nach nem altmodischen Sklaventreiber in modernem Gewand. Politisch großgeworden ist er nicht durch Sachargumente, sondern rein mittels körperlicher Attraktivität (er ist eigentlich auch zu jung für diesen Job !) und Charisma, welches er beides in lauten Shows nach Art der US-amerikanischen "Tschakka-Motivationstrainer" zur Schau gestellt hat. Also ich weiß nicht, sieht so eine demokratische Alternative aus ? Eine reine Wahl der Emotionen, aber auf keinen Fall der Vernunft ?

Also der wird denke ich mal das Rennen in der Stichwahl machen und die Le Pen kann dann breit grinsen, wenn er sein einziges eindeutiges Wahlversprechen einlöst und in Frankreich die Schleusen für viele, viele Flüchtlinge öffnet. Das hat er nämlich versprochen, natürlich nicht ohne die begleitenden Nächstenliebe-Tränchen......ein Banker und Nächstenliebe, ich lach mir nen Ast. Viele Asylanten, und das bei den bereits bestehenden Problemen mit den Zuwanderern, einer großen Masse an Rechtswählern und einer braun dominierten Opposition. Und obendrauf Wirtschaftreformen, die - so glaube ich - in Richtung einer Einführung von H4 in Frankreich gehen werden. Alles in allem ne Mischung, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu mächtigem Krawall führen wird, so dass die Le Pen grinsend dem jüngsten Präsidenten des Landes beim kuriosen Scheitern zusehen kann und mit Popcorn in der Hand drauf warten kann, dass das Volk fordert, Le Pen möge doch endlich das Steuerrad an sich reißen und das Chaos endlich beenden.

Soll das Europa Hoffnung geben ?

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Charon » 6. Mai 2017, 01:00

Hier ganz kurz vor der Frankreich-Wahl noch eine kritische Stimme, die ebenfalls vor zu frühem Jubel und einem "weiter so" in der Politik warnt: http://www.spiegel.de/wirtschaft/donald ... 46071.html

lg,

Charon
"Tatsächlich sind Freiheit und Fähigkeit zum Ungehorsam nicht voneinander zu trennen. Daher kann kein gesellschaftliches,politisches oder religiöses System,das Freiheit proklamiert und Ungehorsam verteufelt,die Wahrheit sprechen."(Erich Fromm)
Benutzeravatar
Charon
Stammuser
Stammuser
 
Beiträge: 2323
Registriert: 19. Oktober 2010, 18:32
Plz/Ort: Bayern
Länderflagge: Netherlands (nl)
Geschlecht: männlich

Re: Wahlen in Europa

Beitragvon Elviera » 6. Mai 2017, 10:52

Berlin hat sich in dieser Frage parteiübergreifend zwar ganz klar positioniiert, jedoch wenn ich an das letzte türkische Referendum denke dann fehlt mir irgendwie der wirkliche Glaube daran dass sie auch wirklich meinen was sie sagen.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundesregierung-positioniert-sich-kein-todesstrafen-referendum-von-erdogan-in-deutschland/19761352.html
Es wäre nicht das erste Mal das sich nach der Wahl eine seltsame Amnäsie in Regierungskreisen breit macht.

L.G. Elviera
Schuft euch durch Strombart über Glenz,
sonat mekelt hartes Lechem ihr.
Benutzeravatar
Elviera
 
Beiträge: 3570
Registriert: 16. Oktober 2010, 00:14
Geschlecht: weiblich

VorherigeNächste

Zurück zu Zur Lage der Nation

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron