Erleuchtungen der Politik und der Presse

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 31. August 2016, 01:27

Außer der Zumauer-Aktion gab es vor ein paar Tagen noch eine Aktion der rechtsgerichteten "Identitären Bewegung", und zwar in Berlin: Von denen wurde direkt am Brandenburger Tor ein riesiges zuwanderungskritisches Transparent angebracht. Das war aufgrund der exponierten Stelle schon ein deutliches Signal, aber hier kam es wohl nicht mal zu ner wirklichen Sachbeschädigung, denn es wurde wirklich nur ein Transparent aufgehängt, mehr nicht.

Und auch hier wurde das von den Medien breit getreten, und von der Politik gabs den üblichen erhobenen Zeigefinger plus Bürgerbashing. Wie deutlich sollen denn die Signale der Unzufriedenheit im Volk noch werden, damit die Politik die Bürger endlich ernst nimmt ? Muß da erst Blut fließen, damit sich was bewegt ? Denn es dürfte klar sein was passiert, wenn den Unzufriedenen weiterhin vor Augen geführt wird, dass unblutige Protestaktionen anscheinend nicht ernst genommen werden und die Obrigkeit den Bürger immer wieder wie ein unmündiges kleines Kind mit dem erhobenen Zeigefinger abwatscht. Oder will man etwa, dass es mal so richtig scheppert ? Den Franzosen wäre bei so einer ignoranten und hochnäsigen Behandlung seitens der sog. Volksvertreter schon längst der Kragen geplatzt.......

lg,

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 20. September 2016, 00:55

Na ja, von einer Erleuchtung kann man nun wirklich nicht sprechen denn mir kommt es trotz der Wahlschlappe in Berlin immer noch so vor das unsere Kanzlerin auch weiterhin nichts zu merkeln scheint.
http://www.focus.de/politik/videos/nach-wahlschlappe-in-berlin-bundeskanzlerin-richtet-emtionale-botschaft-an-alle-merkel-muss-weg-schreier_id_5959311.html

So we es aussieht gedenkt sie auch weiterhin an ihrer bisherigen Politik festzuhalten in der Hoffnung es aussitzen zu können, und auch in der Hoffnung dass die erhitzen gemüter sich nach einiger Zeit von selber wieder beruhigen werden.
Da merkt man doch gleich bei wem sie ihr politisches Handwerk gelernt hat, nur sollte sie bedenken das die Verhältnisse inzwischen grundlegend anders sind als zu Kohls Zeiten.
Dieses Spielchen zu treiben kann heutzutage nämlich verdammt gefährlich werden, nicht nur für die CDU, die riskiert nur die Wiederwahl, sondern besonders für den Bürger auf den Strassen.
Die Prügleien zwischen Zuwanderern und Deutschen scheinen sich mittlerweile zu häufen. Und was völlig neu ist das ist die Tatsache das nicht die rechten Deutschen auf die Asylanten losgegen, sondern die Asylanten auf die rechten Demonstranten.
Oder anders: Sie wehren sich, und das ist ja auch nicht weiter verwunderlich das es irgendwann so weit sein würde dass sie zurückschlagen.
Und wenn sich das ausweitet?
Wovon eigentlich auszugehen ist wenn jetzt nichts passiert.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 20. September 2016, 01:58

Jaja, aussitzen wie einst Birne Kohl.

Daher kommt in diesem aktuellen "Wort zur Wahlschlappe" - wenn auch weniger deutlich - auch wieder rüber, dass sie die Bürger für doof hält. Im Klartext: Die Bürger handeln nur rein emotional und sind zu rationalem Denken nicht fähig, während ihre Politik, an der sie ja eindeutig festzuhalten gedenkt, rein der Ratio entspringt wie sie sagt.

Nun, sie soll sich mal vor Augen führen, wie irrational ihre Politik auf die Menschen wirkt. Und sie soll sich mal vor Augen führen, wie sie ihre Politik dauernd verkaufen wollte......wie viel *rein emotionales* Gelaber vom Akt der Nächstenliebe blabla da zum Besten gegeben wurde, ich kann solche Pharisäerreden nicht mehr hören. Kein Wort von rational wohlbegründetem Vorgehen, sondern nur Moralingesäuertes. Und da wundert sie sich, dass die Menschen auch emotional reagieren ?

Also im Endeffekt war dieses neue "Wort zur Wahlschlappe" inhaltlich eins zu eins dasselbe wie beim letzten Wahldebakel und dasselbe wie bei Anne Will: Sie sagt, ihre Poiltik entspringe der Vernunft (da isser wieder, der ominöse "genau durchdachte Plan") , aber sie weigert sich weiterhin, die Bürger aufzuklären, sondern drückt ihnen wieder mal aufs Auge, dass sie sie für doof hält.

Klar, dat mit der Aussitz-Strategie hat Kohl auch praktiziert. Aber ich glaube nicht, dass Mutti mit dieser Strategie einfach nur unreflektiert ein erlerntes Muster runterspult, das ihr der Lehrer Kohl vorgemacht hat. Sie ist sich sehr wohl bewußt, was ein Aussitzen bewirkt, wenn man auf einem Pulverfass mit bereits glimmender Lunte sitzt, das unterstelle ich ihr einfach mal kackfrech. Und was das für die Zukunft heißt, das wissen wir auch.......aussitzen bis es "Bumm !" macht als Teil des Plans, ich mag gar nicht an sowas denken........

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 12. Oktober 2016, 01:50

Ist schon seltsam für jemanden zu bürgen den man gar nicht kennt. :o
Ist eine Bürgschaft sowieso schon immer ne windige Sache gewesen, und wie oft schon hat man dabei die Leute für die man einsteht erst richtig kennengelernt. Eigentlich weiss das doch jeder dass man gelinde gesagt bei einer Bürgschaft eine gewisse Vorsicht walten lassen sollte.
Aber so was-Du meine Güte!
https://www.welt.de/politik/deutschland/article158694415/Fluechtlingshelfer-geraten-ploetzlich-in-finanzielle-Not.html
Aber wenns der Papst doch gesagt hat? Vielleicht kann man ja dem die Rechnung schicken?
Auf die Politik die von je her in Geldangelegenheiten noch nie wirklich zuverlässig war sollte man jedenfalls niemals bauen, denn z.B. nach einer Wahl wird eine andere Politik verfolgt und man steht dann da.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 21. Oktober 2016, 01:06

Das glaube ich doch jetzt nicht....
http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/9304140/-tagesschau--nennt-afd-nicht-mehr--rechtspopulistisch-.html
Bei Focus war auch ein Artikel dieser Art, aber der scheint gelöscht worden zu sein.

Aber zeitgleich erscheint so was:
http://m.focus.de/kultur/medien/tagesschau-und-tagesthemen-ard-raeumt-falsches-fluechtlingsbild-ein_id_5001222.html
Hier ist zwar nur von kulleräugige Kindern die Rede, was ja zunächst nucg recht unverfänglich klingt, aber in dem Kontext mit der Meldung zur Salonfähigkeit der AFd lässt das nichts Gutes erahnen.
Ich werde also in Zukunft ein besonderes wachsames Holzauge auf die Art der Berichterstattung haben.

Wenn die Afd also so langsam gesellschaftsfähig gemacht wird/werden soll, dann frage ich mich: Sollte es Leute geben die ein wirkliches Interesse haben dass in Deutschland ein gewisser Rechtsdrall entsteht und sich fest etabliert?
Wehe wenn der wie dereinst schon einmal irgendwann ausser Kontrolle gerät.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 21. Oktober 2016, 01:58

Elviera hat geschrieben:
Wenn die Afd also so langsam gesellschaftsfähig gemacht wird/werden soll, dann frage ich mich: Sollte es Leute geben die ein wirkliches Interesse haben dass in Deutschland ein gewisser Rechtsdrall entsteht und sich fest etabliert?

L.G. Elviera


Das würde ja unsere Aluhut-Thesen weiter nähren : Zuerst hat man streckenweise völlig irrational erscheinende Politik gemacht, mit der man der AfD die Wähler massenweise in die Arme getrieben hat. Das war quasi "Phase 1". Und jetzt, da man die AfD rein prozentetechnisch mittlerweile ja fast schon zu den etablierten Parteien zählen muß (Zur Erinnerung: Zweistellige Ergebnisse fast überall und 2016 bei jeder Wahl in den Landtag gekommen !), kann man "Phase 1" wohl als erfolgreich betrachten und nun pünktlich zum Bundestagswahlkampf für 2017 zu "Phase 2" übergehen: Der Öffentlichkeits - bzw. Propagandaarbeit, um die AfD gesellschaftlich als hoffähig darzustellen. Im Strang zur Bundestagswahl 2017 habe ich ja einen Artikel verlinkt, der eigentlich auch hier reinpassen würde: Da sagte ein Unionspolitiker, dass man eine Koalition mit der AfD nicht mehr als NoGo betrachten sollte........

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 21. Oktober 2016, 02:21

Und die Antwort der AfD hat nicht lange auf sich warten lassen.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/frauke-petry-freut-sich-tagesschau-bezeichnet-afd-nicht-mehr-als-%E2%80%9Erechtspopulistisch%E2%80%9D/ar-AAjb0dd?ocid=UE07DHP
Darüber hinaus soll Petry sich auch schon mit Le Pen getroffen haben.
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-10/afd-frauke-petry-marine-le-pen-front-national-treffen

Erste Seilschaften bilden sich bereits jetzt schon, aus denen vielleicht irgendwann einmal unheilige Allianzen entstehen könnten.
Eine gesude Demokrtie wird das verkraften können, wohl war. Aber wie gesund ist unsere Demokrate eigentlich?
Ich denke dass wir es wohl erfahren werden, denn die erste richtige Zerreisprobe seit 1945 steht kurz bevor wie es scheint.

Ach ja, und vielen Dank für die Kulturbereicherungen die sich nun offensichtlich, zumindest gefördert durch die merkelsche Politikt, so allmählich zu offenbaren beginnen.
Und das ist erst der Anfang, wenn der Ton nämlich rauher wird dann stehen wir vor dem hausgemachten Problem was mit den Geistern die Merkel rief werden wrd.
Stumme Dulder so wie die Leute zwischen 1933 und 45 werden das wohl ganz gewiss nicht sein.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 26. Oktober 2016, 02:09

Elviera hat geschrieben:Eine gesude Demokrtie wird das verkraften können, wohl war. Aber wie gesund ist unsere Demokrate eigentlich?
Ich denke dass wir es wohl erfahren werden, denn die erste richtige Zerreisprobe seit 1945 steht kurz bevor wie es scheint.


Ich weiß nicht, vielleicht sehe ich hier ein bisschen zu schwarz, aber ich sehe die Möglichkeit, dass hier wieder das Motto "Wer die Vergangenheit kennt, kann in die Zukunft sehen" gilt. Und der Blick in die Geschichtsbücher verheißt nichts Gutes.

Deutschlands früheres demokratisches Experiment, die Weimarer Republik, hat die erste Zerreißprobe in Gestalt einer verheerenden Weltwirtschaftskrise nicht überlebt. Und auch jetzt zeichnet sich schon wieder ab, dass wir wohl nichts aus der Geschichte gelernt haben......schon wieder läuft man hierzulande den Rattenfängern hinterher, siehe AfD-Wahlergebnisse.

Und genau wie Deutschland nach dem verlorenen WK 1.0 diese Staatsform quasi aufgezwungen wurde, so wurde nach dem WK 2.0 die deutsche Demokratie im Endeffekt von den westlichen Siegermächten holterdipolter vom Turm geblasen. Nur funtionieren aufgezwungene Demokratien nicht lange, sondern sie sind nur sowat wie eine "Schönwetterfreundschaft": Sobald es zum Ersten Mal richtig Regen gibt, geht die Freundschaft in die Brüche.

Demokratie funktioniert nicht wenn man sie schnell durchdrückt bzw. mit Waffengewalt herbeibombt. Für ein stabile, gesunde Demokratie ist hingegen Einsicht notwendig, und eine ordentliche Prise Selbstbewusstsein und Rückgrat seitens der einzelnen Bürger, denn wer sowat nicht hat, der braucht nen starken (totalitären) Leithammel. Eben dieses Selbstbewusstsein, das wurde den Deutschen nach dem WK 2.0 restlos geraubt.

Neben der Weimarer Republik ist auch die Türkei ein recht klassisches Beispiel. Ich sehe hier das Experiment des Herrn Atatürk als gescheitert an. Gescheitert, weil auch in einer Hau-Ruck-Aktion vom Müllitär herbeigeballert. Und es war sowas von glasklar, dass beim Auftauchen eines Charismatikers, der die religiösen Flötentöne beherrscht, das ganze System zurück in die alten Strukturen des religiösen Kalifats bzw. der "Os-Manie" kippen würde. Man kann nunmal kein Land in einer Blitzaktion und mit Waffengewalt aus dem Mittelalter direkt in die Gegenwart ballern.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 30. Oktober 2016, 01:16

Der Ton in der Politik scheint derber zu werden, und zwar nicht nur bei der AfD:

http://www.faz.net/aktuell/politik/euro ... 03596.html

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 5. November 2016, 13:20

Nein ich schreibe nichts dazu denn ich würde mich diesesmal nur endlos wiederholen.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/merkels-politik-wird-zur-farce/ar-AAjUEfN?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP

Das alles ist uns hier schon lange bekannt, und bereits in der Vergangenheit ist hier in diessem Bereich des Forums monatelang alles ziemlich lückenlos dokumemtiert worden. Nicht etwa weil wir hellseherische Fähigkeiten haben oder ganz gewiefte Berufspolitiker sind, sondern weil wir einfach nur über einen gesunden Menschenverstand und ein paar Kenntnisse über die sozialen Zusammenhänge in Deutschland und Europa verfügen.
Dabei haben wir uns manchmal recht weit aus dem Fenster gelehnt, aber wenns sonst niemand tut?

Um es auf den Punkt zu bringen: Wir haben das Sehen und das Denken noch nicht verlernt und wir würden uns wünschen das dieses Beispiel Schule macht und auch Andere ein wenig Mut entwickeln, bevor uns die braune Jauche in Deutschland und Europa immer mehr ansteigt bis sie uns eines Tages überspült.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 8. November 2016, 12:47

Also an den Erleuchtungen der Presse mag ich nun auch nicht mehr wirklich glauben.
Muss man denn unbedingt nur um der Einschaltquoten Willen solche Gäste einladen und damit den Rechten noch mehr Wasser auf die Mühlen giessen dass sie sich noch schneller drehen als sie es ohnehin schon tun?
http://www.focus.de/kultur/kino_tv/skandal-auftritt-bei-anne-will-schweizer-justiz-warnte-ard-vor-radikaler-niqab-muslima_id_6174438.html

Begreift den niemand in Deutschland was die Stunde geschlagen hat?
Versteht den wirklich keiner das nach der Vorstellung solcher extremen Leute wie diese Nora Illi nur eine Integration möglich ist wenn die westliche Welt im Islam integriert?
Übrigens ist sie, so sagt man jedenfalls, zum Islam konvertiert. Und man munkelt ausserdem dass sie davor Punkerin war.
Also ich weiss nicht, so ganz ohne Punk geht's bei ihr wohl immer noch nicht. :lol:
Hier ist die ganze Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=LBVciB1A0Cg


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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 9. November 2016, 01:37

Wenn diese Trulla mal Punkerin war, dann hat sie ihr Feld der Rebellion gegen die Gesellschaft einfach nur verlagert.......und nicht behirnt, dass sie aus der Anarchisten-Ecke direkt im Religionsfaschismus gelandet ist. Ich habe die Sendung gesehen und dieser Frau kein Wort geglaubt, wenn sie salbungsvoll über Toleranz geschwafelt hat, denn für diese Frau gilt die Takiya ( = Ungläubige darf man belügen). Umso enttäuschter bin ich, dass niemand in der Runde sie auf das Thema Takiya angesprochen hat ! Und das Zeug auf ihrer Webseite.....übelste islamistische Kriegspropaganda, und sowat im öffentlich-rechtlichen Fernsehen......die AfD freut sich sicher über diese Sendung.

Nur frage ich mich, was man mit dieser Talkrunde bezweckt hat, denn mir braucht niemand zu erzählen, dass man nicht sauber genug recherchiert und Auskünfte über diese verschleierte Trulla eingeholt hat. Erweckt ja fast den Anschein, als würde man in den Medien immer mehr gezielt dazu übergehen, die Rechten zu füttern......

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 19. November 2016, 02:07

Sollte man begriffen haben was die Stunde geschlagen hat?
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/merkel-bereitet-bev%c3%b6lkerung-auf-schwierige-zeiten-vor/ar-AAkt00M?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP

Das war ja meine Hoffnung als die CSU den Vorreiter mit ihrem Programm vor einiger Zeit gemacht hat.
Aber so recht glauben kann ich es noch nicht wirklich denn irgendwie wäre es auch ne Bankrotterklärung für Merkel und ihrer wir schaffen das Politik.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 20. November 2016, 01:22

Oha, das sind ja plötzlich ganz andere Töne ! Warum denn nicht schon viel früher ? Ne Bankrotterklärung für die "Wir-schaffen-das-Politik" wäre das so oder so gewesen, egal ob so ein Kurswechsel früher oder später kommt. Aber weil es eben jetzt erst kommt (Stichwort Wahlkampf mit der AfD im Nacken), glaube ich erst an diesen Kurswechsel, wenn ich Taten sehe. Übrigens ist das wohl auch ein starker Indikator für eine erneute Kandidatur seitens Merkel.

lg,

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 21. November 2016, 01:11

Ich habs ja auch befürchtet, und jetzt ist die Katze auch aus dem Sack.
Weil der Rückhhalt in der Bevölkerung so gross ist (ich kenne zwar niemanden) kandidiert sie erneut.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article159632215/Ich-muss-meinen-Dienst-fuer-Deutschland-tun.html

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 22. November 2016, 00:55

Es ist ja noch zu früh was Genaueres zu sagen, aber wie es hiernach aussieht gedenkt sie auch weiterhin ihre Abwiegelschiene "alles kein Problem und wir schaffen das zu fahren?"

http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/weitermerkeln-nein-jetzt-steht-eine-revolution-an/ar-AAkA6tF?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 22. November 2016, 01:01

Auch in diesem recht aktuellen Interview klingt das alles mehr so nach "weiter so", und dem drängendsten Thema namens Flüchtlingskrise weicht sie komplett aus:

http://www.ardmediathek.de/tv/Anne-Will ... d=39059850

lg,

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 22. November 2016, 01:44

Die Afd wird grinsen bis anne Ohren.
Aber davon mal abgesehen, mir kam es so vor dass die Merkel nur kandidiert hat weil da sonst keiner mehr war?
Das Interesse für die Kanzlerkandidatur erschien mit jedenfalls recht begrenzt zu sein, aber gewählt werden muss ja.
Und Merkel ja oder nein? Würde ja auch blöde, auch ein wenig undemokratisch aussehen und der Afd nicht nur ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern. Mal schauen ob sich noch ein ernstzunehmender Gegenkandidat findet.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 23. November 2016, 01:07

Der Gabriel wäre kein ernstzunehmender Gegner. Der hatte nicht die Bohne Mumm, um Muttis Flüchtlingspolitik auch mal zu kritisieren. Im Gegenteil, er hat sich mehr als ihr treuer Wachhund präsentiert mit seinen unprofessionellen Entgleisungen gegenüber den Rechten ("Pack", Stinkefinger zeigen). Wie kann man so jemanden denn als ernstzunehmenden Gegenkandidaten in dieser Wahl wahrnehmen ? Wenn der antritt, dann grinst die AfD nur noch breiter.........

lg,

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 29. November 2016, 00:57

Ja wenns doch vonnöten ist dann sollte man wissen was man tun kann.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/marokko-staatssender-zeigt-schminktipps-fuer-geschlagene-frauen-a-1123368.html
Und tun wir nicht so als ob es das nur in Marokko gäbe. Allerdings so ein Thema im Fernsehen? Das ist schon heftig.
Nur frage ich mich was misshandelte Männer tun können. Etwa den Liedschatten und Lippenstift etwas dicker auftragen?
Und tun wir auch nicht so als ob es so was nicht auch gäbe.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 29. November 2016, 01:59

Elviera hat geschrieben:Nur frage ich mich was misshandelte Männer tun können. Etwa den Liedschatten und Lippenstift etwas dicker auftragen?
Und tun wir auch nicht so als ob es so was nicht auch gäbe.


Tendenz steigend hierzulande, nur wirds totgeschwiegen und die Dunkelziffer dürfte sehr, sehr hoch sein: http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... alt-frauen

Dass das nur an "alten Rollenklischees" liegt, das glaube ich nicht, denn eben jene Rollenklischees werden in unserer Gesellschaft ja regelrecht verteufelt. Man betrachte nur mal so scheinbar satirische Auswüchse wie die "Burschenschaft Hysteria". Man betrachte, wie spindeldürre Männlein wie Conchita Wurst zum Modetrend erklärt werden und es wohl als chic gilt, wenn Mann Damengröße 36 tragen kann. Deshalb gibt es mittlerweile wohl auch das hier mit steigender Tendenz: http://www.sueddeutsche.de/leben/magers ... -1.1373559
Und im Gegensatz hierzu scheint sich das Schönheitsideal für Frauen auch zu verändern, und zwar in diese Richtung: https://magazin.spiegel.de/SP/2016/45/1 ... index.html

Manchmal kommt es einem wirklich so vor, als lebe man in einem Land wie dem "Zauberländchen Umgekehrt", und das weißgott nicht nur aufs Geschlecht bezogen. Minderheiten schreiben der Mehrheit vor wie sie zu leben hat, Ungebildete befehligen Gebildete.....der Beispiele gäbe es viele. Nur löse ich keine Probleme, indem ich die alten Verhältnisse einfach um 180 drehe.

lg,

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 30. November 2016, 01:08

Da schau mal an, die ach so liberalen Niederländer haben nun auch ein Verschleierungsverbot.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/niederlande-teilverbot-von-vollverschleierung/ar-AAkUsnW?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP
Es gehört nun mal zu eiem wesentlichen Merkmal unseres Kulturkreises den Leuten mit denen man sich unterhält ins Gesicht zu schauen. Das lernt man schon im Kindergarten.
Darüber hinaus finde ich es befremdlich sich zwar mit Papieren korrekt ausweisen zu können, aber trotzdem die Identifikation der Person durch Vollverschleierung als den Inhaber dieser Papiere unmöglich zu machen. Entfaltungrecht und/oder Religionsfreiheit hin oder her.
Aber so gross kann die Terrorgefahr in Deutschland gar nicht sein wenn man nicht mal auf solch grundlegende Dinge wie einwandfreie Personenkontrolle und Identifikation wert legt.
In anderen Ländern ist das wohl anders und ich habe mich ehrlich gesagt ein wenig gewundert wer in Europa schon alles ein Verschleierungsverbot hat.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 1. Dezember 2016, 00:56

Jaja, auf der einen Seite geht man hierzulande im Vergleich mit anderen EU-Ländern erstaunlich locker mit der Terrorgefahr um und auch Menschen, die vor der Gefahr eines möglichen Bürgerkriegs warnen, werden nach wie vor wahlweise in der rechten Ecke (insbesondere der Ecke der sog. "Reichsbürger") geparkt oder aber als Paranoiker abgestempelt.

Aber auf der anderen Seite kramt die Regierung solche alten Kisten aus der Zeit des ersten Kalten Krieges wieder hervor: http://www.focus.de/politik/deutschland ... 77519.html

Also wenn alle Warner paranoid sind und die Terrorgefahr so gering ist, dass man kein Verschleierungsverbot braucht, wozu denn dann sowat ?

lg,

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 1. Dezember 2016, 02:06

Das sind die Überreste der sog. Notstandsgesetze die Anfang der 60er Jahre veranbschiedet worden sind und damals für ordentlich Wirbel gesorgt haben.

Hier versucht sich mal jemand an der gesamtpolitischen Lage:http://www.focus.de/politik/ausland/erdogan-sieht-seine-chance-gekommen-experte-warnt-vor-militaerischer-eskalation-zwischen-russland-und-tuerkei_id_6274870.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online&fbc=facebook-focus-online&ts=201611301146
Ziemlich verwirrend das Ganze.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 2. Dezember 2016, 01:05

In der Tat verwirrend, ist man doch bis vor Kurzem noch davon ausgegangen, dass Erdowahn und Putin sich furchtbar lieb haben und eine für uns bedrohliche antiwestliche Allianz schmieden könnten.

Aber ich halte es für gut möglich, dass Erdowahn vollends überschnappt und in eine Art Cäsarenwahn abdriftet. Und ich kann mir was Erdowahns Os-Manie betrifft keine besser wirkende Lithiumpille vorstellen als eine Konfrontation mit Russland. :mrgreen: :twisted:

Fast könnte man sich hinstellen und sagen: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Und das wäre in diesem Fall der Westen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das weiter entwickelt.

lg,

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Goldmarie » 2. Dezember 2016, 05:37

Elviera hat geschrieben:Das sind die Überreste der sog. Notstandsgesetze die Anfang der 60er Jahre veranbschiedet worden sind und damals für ordentlich Wirbel gesorgt haben

Ich dachte, es wäre erst in den 70ern gewesen. Habe deshalb mal gegoogelt - es war am 30.05.1968, als die Notstandsgesetze verabschiedet wurden.
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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 2. Dezember 2016, 12:39

Hallo Maria,
wann sie verabschiedet sind wusste ich nicht mehr so genau, aber so weit ich mich erinnere hatte es ordentlich Wirel darum gegeben und ich glaube es war eine direkte Folge der Kuba-Krise, weil man plötzlich begriffen hat wie schnell das wieder gehen kann. Damals fingen selbst Privatleute an Atombunker auf ihrem Grundstück zu bauen und Vater Staat legte riesige Nahrungsmittelvorräte an, die auch heute noch bestehen. Man schuf ebenfalls eine Schattenwährung die in Cochem in einem als Schule getarnten Bunker hinterlegt war. Damals alles streng geheim, heute jedoch redet man drüber. Mit den Notstandsgesetzen jedoch war das ne andere Sache, das konnte man nicht im Geheimen tun und es regte sich auch reichlich Widerstand in der Bürgerschaft deshalb, von wegen nie wieder Krieg und so. War die Gründung der Bundeswehr schon ne Kröte die man schlucken musste und geschluckt hat, wiederwillig zwar, aber man hat sie geschluckt. Nun aber noch die Notstandsgesetze? Viele haben das damals als Kriegsvobereitung gewertet, und man hatte 1939 - 1945 noch in zu guter Erinnerung. Deshalb wohl hat man endlos darum palavert, das weiss ich auch noch. ich vermute daher dass es einige Zeit gedauert hatte bis man sich einig war um das Gesetz endlich wirklich und wahrhaftig verabschieden zu können.
Ich kann mich aber auch irren.

@ Charon
Im Moment sieht es so auch als ob Putin sich mehr Europa zuwenden würde, auch weil da ja immer noch reichlich Sanktionen bestehen. Nachdem Russland millitärisch wieder voll am Ball ist denke ich dass er nun die wirtschaftliche Sache in Angriff zu nehmen gedenkt.
Viel der russischen Armut ist ja den Sanktionen des Werstens geschuldet die seit einigen Jahren bestehen.

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Goldmarie » 2. Dezember 2016, 16:12

Die Kuba-Krise war 1962. Damals habe ich das noch nicht so wirklich mitbekommen, da war ich einfach noch zu jung. Den Wirbel um die Notstandsgesetze habe ich dann schon mitbekommen, an eine Verbindung zur Kuba-Krise kann ich mich nicht erinnern, aber möglicherweise spielte die schon eine Rolle.

Die Bunker in der Eifel habe ich allerdings hautnah miterlebt. In so einem Bunker bin ich 1970 gewesen, als ich beim Bund war. Da war unsere Kompanie mehrere Wochen lang zu einer Übung. Es gab kein Tageslicht, die Schichten waren irgendwie willkürlich eingeteilt, man hatte keine Ahnung, ob es gerade Tag oder Nacht war. Von dem Trakt, wo die Schlafräume waren, mussten wir in den Arbeitstrakt marschieren, dabei passierten wir mehrere Sicherheitsschleusen, einen halben Meter dicke Türen, die hydraulisch geöffnet und geschlossen wurden. Im Arbeitstrakt saßen wir an Fernschreibern, mussten irgendwelche Texte empfangen und weiterleiten oder ausdrucken und den Vorgesetzten bringen. Das Witzige daran: Waren die Texte als "geheim" oder "streng geheim" klassifiziert, durften wir sie nicht lesen, sondern nur mit einem roten Zettel markieren und abliefern. LOL...

In dem bisschen Freizeit habe ich mit dem stellvertretenden Kompaniechef Schach gespielt.

LG
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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Charon » 3. Dezember 2016, 01:26

Elviera hat geschrieben:@ Charon
Im Moment sieht es so auch als ob Putin sich mehr Europa zuwenden würde, auch weil da ja immer noch reichlich Sanktionen bestehen. Nachdem Russlang millitärisch wieder voll am ball ist denke ich dass er nun die Wirtschftliche sache in Angriff zu nehmen gedenkt.
Vie der russischen Armut ist ja den Sanktionen des Werstens geschuldet die seit einigen Jahren bestehen.


Genau darin sehe ich eine weitere Chance für Europa, das Verhältnis zu Russland zu normalisieren und Trumps Absurdistan links...äh rechts liegenzulassen. Umfragen zufolge sind zumindest in DE die meisten Bürger schon lange dafür, die Sanktionen gegen Russland aufzuheben und man hat hierzulande (auch nicht ganz zu Unrecht) das Gefühl, dass Europa nur deshalb die Sanktionen eingeführt hat, weil Amiland das so wollte.

Anyway, wenn Putin sich tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen Europa zuwendet und in dieser Hinsicht gerne Perestroika 2.0 hätte, dann zeigt das, dass der Sanktionshebel gewirkt hat. Putin hat ganz sicher sein Ohr am russischen Volk und er ist nicht blöde. Von daher weiß er, dass das russische Volk zwar genügsam ist und von der Geschichte her einen Hang zu starken Führern hat. Aber wenn das Volk zu sehr unter Armut leidet, dann wird es auf die Straße gehen und Putin vom Thron stoßen wollen. Von daher hat Europa da gar keine so schwache Verhandlungsbasis. Und wie ich in einem anderen Strang schon erwähnt habe, wäre mir ein moderater osteuropäischer Einfluss lieber als die Wahl zwischen braunen Zeiten oder Islamisierung.

lg,

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Re: Erleuchtungen der Politik und der Presse

Beitragvon Elviera » 17. Dezember 2016, 02:10

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