Neues vom Wilden in Kurdistan

Es geht in diesem Bereich darum die pol. Entwicklung in Deutschland und Europa ab Januar 2016 zu dokumentieren

Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 14. März 2017, 02:38

Coolness? Gabs zu meiner Zeit noch nicht, bzw. war noch nicht formuliert. Wer Grenzen überschritt, die meisst von dem Provokateur willkürlich festgelegt wurden musste wissen dass es mit Coolness nicht wirklich weiterging. Es fing mit Schubsen an, das war ja noch kein Schlagen begleitet von Beleidigungen, und ging so lange weiter bis der Provozierte die Nerven verlor.
Coolness war Schwäche und man hätte auf dem Schulhof kein Bein mehr auf den Boden bekommen. Da wars schon besser zu riskieren von den Lehrern was auf die Nuss zu bekommen.

Trotzdem frage ich mich ob es dass Gleiche ist wenn das als liberale Holland durchgreift und sie von der Türkei mit Nazivorwürfen überhäuft wird, oder ob Deutschland das gemacht hätte.
Was wohl wäre in der Weltöffentlichkeit glaubwürdiger? Holland= Nazis? Den Deutschen würde man so was ungleich mehr zutrauen, aber den Holländern die ja nun wirklich genug unter Deutschlands-Nazis zu leiden hatten? :shock:

Ich denke hier an das St. Florian Prinzip beschütz mein Haus zünd Andere an. :lol: 8-)
Lass die Anderen doch den ersten Schritt tun, die kriegen dann das Hauptkontingent der türkischen Schimpfkanonade samt Nazivorwürfen ab. Wir hängen uns dann einfach an die Mehrheit in der EU hinten dran.
Natürlich nur dem Druck der Mehrheit innerhalb der EU folgend. So sind die Holländer die Nazis Nr.1 dicht gefolgt von den Dänen, und dann mal sehen wer sich noch so alles als Nazi profiliert. :lol: ;)
Irgendwann sind wir dann auch mal dran, aber bis dahin ist das schon derart abgedroschen dass es in der Weltöffentlichkeit praktisch keine Wirkung mehr hat, weil so gut wie der ganze Rest der Welt auch nur aus Nazis besteht, nur die Türkei nicht.
Klar doch- versteht sich ja wohl von selbst! ;) :mrgreen: :mrgreen: :irre:

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 15. März 2017, 00:41

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 16. März 2017, 01:04

Elviera hat geschrieben:
Ich denke hier an das St. Florian Prinzip beschütz mein Haus zünd Andere an. :lol: 8-)
Lass die Anderen doch den ersten Schritt tun, die kriegen dann das Hauptkontingent der türkischen Schimpfkanonade samt Nazivorwürfen ab. Wir hängen uns dann einfach an die Mehrheit in der EU hinten dran.
Natürlich nur dem Druck der Mehrheit innerhalb der EU folgend. So sind die Holländer die Nazis Nr.1 dicht gefolgt von den Dänen, und dann mal sehen wer sich noch so alles als Nazi profiliert. :lol: ;)
Irgendwann sind wir dann auch mal dran, aber bis dahin ist das schon derart abgedroschen dass es in der Weltöffentlichkeit praktisch keine Wirkung mehr hat, weil so gut wie der ganze Rest der Welt auch nur aus Nazis besteht, nur die Türkei nicht.
Klar doch- versteht sich ja wohl von selbst! ;) :mrgreen: :mrgreen: :irre:

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Denkbar ist das und das wäre definitiv nicht die dümmste Strategie. Mutti hat sich ja im Vorfeld bereits hinsichtlich der juristischen Umsetzbarkeit eines Erdowahn-Banns beim Bundesverfassungsgericht vergewissert, und da gabs ja grünes Licht. Denn man will ja nicht "trumpen" wenns soweit ist, denn sowat wäre hochnotpeinlich und der größte Triumph für Erdowahn. In einem Monat ist ja diese Volksabstimmung in der Türkei, und einer von Erdowahns Schergen hat ja dem Gabriel bei nem gescheiterten Deeskalationsgespräch eine Liste mit ca. 30 Terminen für Propagandaveranstaltungen auf deutschem Boden vor den Latz geknallt. Zeit, dass Mutti Nägel mit Köpfen macht......

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 16. März 2017, 01:42

Genau das ist so meine ich der richtige Kurs im Moment. Klare Kante zeigen, aber trotzdem e ine gewisse Toleranz üben.
Man sollte Erdogan einfach leerlaufen lassen indem man ihn seine Propaganda auf deutschen Boden betreiben lässt, aber nur zu den Regeln "unserer" Demokratie, und auch nur dort wo wir es wollen. Wenn er auch dagegen wettert dann lässt ihn das als das aussehen was er ist, denn je näher der Wahltermin zum türkischen Referendum rückt, um so bizarrer wird sein Verhalten, und das ist ja nicht nur uns aufgefallen.
Damit würde man ihm viel Wind aus den Segeln nehmen und ihm müsste auch klar sein dass er wenn er gegen diese Regeln verstösst mit den dann üblichen Konsequenzen eines Rechtsstaates zu rechnen hat, die in Fällen einer unerlaubten Demo, d.h. Auflösung ggf. mit H ilfe der polizeilichen Knüppeltruppe der Polizei Anwendung findet. Im Extremfalle könnte Erdogan dann auch zur Persona non Grata erklärt sogar ggf. ausgewiesen werden, und niemannd, ausser ihm selber würde was dabei finden.
Von daher würe es mich nicht wundern wenn er dieses überaus freundliche Angebot gar nicht annehmen würde . Das ist nämlich nicht das wass er will, denn er will ja die Anderen schlecht aussehen lassen.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 19. März 2017, 01:41

Der Wilde läßt sich Zeit mit dem Übertritt in Phase 3 und zetert weiterhin Nazi-Vergleiche in die Welt hinaus: http://www.focus.de/politik/ausland/tue ... 06857.html

Aber in diesem Punkt haben die Türken Recht: http://www.focus.de/politik/videos/kurd ... 06882.html

Die PKK ist in Deutschland nunmal offiziell als terroristische Vereinigung eingestuft und verboten, während die AKP das nicht ist. Hier liegt in der Tat ne Doppelmoral vor, die ich bereits im Vergleich PKK versus RAF-Fahnen kritisiert habe. Jetzt Kurden-Demos mit Zeigen der PKK-Flagge zu erlauben, ist ein grober diplomatischer Fauxpas. Kurden-Demos ja, aber nur ohne PKK-Flaggen ! Denn wenn für die Türken Auflagen gelten, dann muss das auch bei den Kurden durchgezogen werden.

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 19. März 2017, 02:59

Ich denke dass der Unterschied darin besteht das die legitime demokratisch gewählte Regierung der Türkei ist. Wozu sie sich in der letzten Zeit entwickelt hat ist ne andere Sache, aber das ändert nichts an ihrer gewählten Legitimität denn wir sollten nicht vergessen dass es offensichtlich immer noch Wunsch vieler Türken ist so einen Boss zu haben. Ob es wirklich so ist, das wird die Wahl im April zeigen. Ich denke dass damit der Spuk sowieso zu Ende sein wird. Und wie die Wahl auch immer ausgeht, das geht uns im Grunde ja auch nichts an, Es ist das Land der Türken, nicht unseres. da können sie machen was sie wollen.
Ob wir dann aber noch Verträge mit diesem Land haben wollen, das wiederum geht die Türken dann nichts an.
Meiner Meinung nach ist da sowieso zu viel Porzellan zerschlagen worden als so was noch möglich wäre. Demnächst hat Erdogan viel. wieder ne Idee, d.h. der ganze Zirkus geht von vorne los, und er beginnt wieder seinen Bündnispartnern auf der Nase rumzutanzen weil irgendwas nicht seinen Vorstellungen entspricht?
Nee mit solchen Leuten sollte man keine Verträge haben. Allenfalls, und auch da hätte ich ein ungutes Gefühl, könnte man über Gabriels Gedanken nachdenken. Dort heisst es: "....ist die Situation durch den Brexit eine völlig andere“. Wenn die EU mit Großbritannien eine „special relationship“ aushandele, könne das als Blaupause für andere Länder dienen“.
Ganz am Ende des Interviews http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/knallhart-interview-gabriel-droht-t%c3%bcrken-mit-auftrittsverbot-in-deutschland/ar-BByiNzZ?li=BBqg6Q9 Aber selbst hierbei hätte ich ein ungutes Gefühl denn von Leuten die nicht wirklich zu wissen scheinen was sie wollen sollte man sich nicht mit irgendwelchen Verträgen abhängig machen.

Ich denke das die Phase 3 orientalischer Verhandlungstaktik nicht kommen wird, denn erfahrungsgemäss ist es so dass man da eine Grenze erreichen muss, die aber für uns völlig inakzeptabel ist.
Denken wir an den Flugzeugabschuss, da ist Erdogan erst zur Phase 3 übergegangen als die Russen einen Raketenwerfer in Richtung Türkei in Marsch gesetzt haben.
Die einzigszte Möglichkeit die wir haben ist klare Kante, diskutiert wird nicht, und nun unterschreibe oder lass es. Punktum!
Und genau so lange wird Erdogan es bei uns auch treiben, denn die Türken gehen bei Verhandlungen immer bis an den Anschlag ohne zu berücksichtigen dass der Schuss auch mal nach hinten losgehen kann.
Dabei muss man auch noch höllisch aufpassen dass da nichts zur Ehrenangelegenheit wird, denn dann gibs keine Rücksicht mehr auf Verluste. Ihre orientalische Scheissfreundlichkeit, davon sollte man sich sowieso nicht blenden lassen, bewahren sie nur solange sie einen Vorteil darin sehen. Sobald dieser nicht mehr erkennbar ist gehts mit anderen Bandagen zur Sache.
Die einzigste Möglichkeit ist wirklich nur die klare Kante, und nun unterschreibe oder auch nicht.
Wer sich aber letztlich daran gebunden fühlt? Das ist noch ne andere Sache.
So hat es wohl über kurz oder lang jeder noch erfahren der sich auf Verhandlungen mit ihnen eingelassen hat.

Aber wie ich schon sagte wird der Spuk nach der Wahl sowieso vorbei sein und er wird reuhmütig winselnd "ich wollte es wäre...." angeschissen kommen. Nur sollten wir aus diesen Erfahrungen lernen und begreifen dass sich so was jederzeit wiederholen kann und auch wird, sobald Erdogan es für die Umsetzung seiner Interessen für erforderlich hält.
Verträge hin oder her.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Goldmarie » 19. März 2017, 19:42

Charon hat geschrieben:Jetzt Kurden-Demos mit Zeigen der PKK-Flagge zu erlauben, ist ein grober diplomatischer Fauxpas.

Das Zeigen der Fahnen wurde ja nicht erlaubt. Die Demonstranten wurden aufgefordert, die Fahnen einzurollen, was sie leider nicht getan haben. Was hätten die Polizisten denn machen sollen? Hunderten Demonstranten die Fahnen mit Gewalt wegnehmen? Das hätte in einer Katastrophe enden können. Ich denke, da war es wirklich klüger, nur Fotos für eine spätere Strafverfolgung zu machen.

LG
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Es soll sich regen, schaffend handeln, / Erst sich gestalten, dann verwandeln; / Nur scheinbar stehts Momente still.
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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 20. März 2017, 01:07

Also ich denke mal nicht, dass da im Vorfeld der Kurden-Demos klare Regeln aufgestellt worden sind was die Flaggen betrifft. Und wir hatten bereits vor 2 Jahren viel kleinere Kurden-Demos mit diesen Fahnen, auch hier wurde nicht eingegriffen. Denn wenn ein klares Verbot formuliert worden wäre und die Fahnen wären trotzdem aufgerollt worden, dann hätte diese Demo wohl den Status einer unangemeldeten Demo (PKK-Demo statt Anti-Erdogan-Demo) gehabt und die Polizei könnte diese auflösen, und zwar sofort. Anders siehts aus ohne im Vorfeld formulierte Regeln, da gibts dann Theater wie beobachtet.

Aber anyway, ich bin froh wenn dieses türkische Wahl-Theater vorbei ist. Und ich hoffe, dass die Bundesregierung daraus gelernt hat was das Thema "Verträge mit Erdowahn" anbelangt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 20. März 2017, 01:37

Bedenken wir folgendes:
In Rotterdam waren es ganze 1000 Männekes und was da passiert ist das ist bekannt.
Samstag waren es 30 000 Leute, und das wäre dann von der Polizei wohl nicht mehr zu bewältigen gewesen.
Und dann? Ausnahmezustand und Bundeswehr? Nene das war schon ganz gut so wie mans gemacht hat, denn Erdogan hätte so oder so gewettert weil er beide der Lösungen entsprechend ausgeschlachtet hätte. Und in der Alternative Ausnahmezustand hätten wir verdammt schlecht ausgesehen.
Die Schlagzeile in der Hürriyet, ich sehe sie schon vor mir.
Deutsche Rassisten schiessen im Auftrag der Nazi-Regierung ihre türkisstämmige Mitbürger zusammen. Durch diese rassistischen Akt beispielloser Grausamkeit.... usw.
Aber obwohl im Grunde gar nichts geschehen ist weiss er es trotzdem entsprechend auszuschlachen.[url] http://www.focus.de/politik/videos/tuer ... 08268.html
[/url]
Da hätten wir ihn dann nämlich gehabt den schon seit langem von uns befürchtete Bügerkrieg, ausgelösst durch die innenpolitischen Probleme der Türkei, und was auch immer man auch tut oder sagt, es wird alles entsprechend verdreht um die Leute aufzuhetzen.
Und das ist ja nur eine der drohenden Bürgerkriegsgefahren.

Übrigens, das die Bundesregierung was daraus gelernt hat wie es bei Verträgen mit Orientalen abgeht das bleibt nur zu hoffen.
Aber das Erdogan was daraus gelernt hat, das ist gewiss. Und zwar wie man eine Demokratie, besonders aber den deutschen Staat packen kann.
Es wäre jetzt naiv zu glauben das die Sache damit erledigt sei.
Es wird irgendwann in anderen Angelegenheiten wieder losgehen, und dann noch ganz anders als dieses Mal.
Erdogan hat eben auch gelernt.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 21. März 2017, 01:45

Das sehe ich auch so: Plötzlich wären dann PKK-freundliche Kurden - also Menschen, die Erdogan im Knast sehen will - zu türkischen Mitbürgern geworden und der Bürgerkrieg wäre womöglich wirklich dagewesen. Und es ist sonnenklar: Nach der Wahl kommen die nächsten dreisten Forderungen und das Spiel wird dann noch heftiger werden. Unterdessen macht Erdowahn munter weiter mit Phase 2: http://www.focus.de/politik/videos/flue ... 10290.html

Das ist m.E. noch kein komplettes Aufkündigen des Flüchtlingsdeals, sondern er läßt eben nur ein paar Tage lang ein paar Flüchtlinge absichtlich durch, quasi als drohenden Zeigefinger Richtung Europa. Phase 2 eben.

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 22. März 2017, 01:24

Welch überraschende Wendung in Erdogans Politik und plötzliche Einsicht dass man so was nicht macht?
http://www.zeit.de/news/2017-03/21/wahlen-hessens-ministerpraesident-bouffiererdogan-nicht-willkommen-21120004
Wohl kaum denn die verbalen Attacken in Richtung Deutschland und Europa gehen unverändert weiter.
Ich glaube vielmehr dass er sich mit seiner bisherigen Wahlpropaganda in Deutschland mehr geschadet hat als sie Nutzen bringt.
Ich denke die Kurdendemo am Wochenende mit 30 000teilnehmern, und das heutige kurdische Neujahrsfest mit unzähligen Teilnehmern dürfte ihn aufgescheucht ihm klargemacht haben wie wenig effektiv diese Methode ist und ausserdem noch dazu führt die Kurden nur noch mehr zu provozieren.
Die Kurden würden ihn sowieso niemals wählen, das dürfte ihm klar sein.
Ich denke dass er von nun ab statt dessen seine Zielgruppe direkt ansprechen wird, und zwar in den Moscheen und deutsch-türkischen Kulturvereinen.
Die Kulturvereine die von AKP Leuten frequentiert werden dürften von Kurden eher selten besucht werden, zumal sie dort zumindest als PKK Sympathisanten auch nicht gerade wohlgelitten sind. Dabei spielt es keine Rolle ob sie mit der PKK überhaupt sympathisieren, es wird ihnen meisst unterstellt.
Bei den Moscheen verhält es sich ähnlich denn die Kurden sind normalerweise Aleviter, und das ist eine muslimische Ausrichtung die im Islam ein wenig Abseits von allen anderen Ausrichtungen steht.
Auf diese Weise erreicht er sein Wählerpotential viel eleganter und vor allen Dingen ohne die Kurden und die PKK zu provozieren, denn das Pulverfass kann ohnehin und auch ohne Wahl jederzeit losgehen.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon jessica » 22. März 2017, 08:59

nie und nimmer hätte sich die EU darauf einlassen dürfen mit den Türken auch nur einen Vertrag wegen der Flüchtlinge zu machen.
Damit waren die Voraussetzungen für eine Erpressung durch Erdowahn doch gegeben.
Nach meiner Meinung hat Erdowahn immer mit der IS zusammengearbeitet, und wird damit auch nicht aufhören.
Was noch dazukommt ist, dass sehr viele von der IS über die Türkei nach Europa gelangt sind, und die Anschläge gemacht haben.
Hintergrund ist einfach der, dass der Islam in Europa so weit verbreitet wird, um auch Einfluss auf die Politik in Europa durchzusetzen, bzw. einen Glaubenskrieg anzuzetteln.
Er hat billiges Erdöl von denen gekauft, und Waffen dorthin geliefert.
Obwohl er ja Milliarden von Euro von der EU kassiert hat, wird er meines Erachtens sich daran nicht halten, und da kann Frau Merkel wer weiß wie oft nach der Türkei fliegen.
Jedem von uns war klar, dass Erdogan Frau Merkel für seine Zwecke benutzt hat, und ich kann einfach nicht verstehen, wieso es so lange gedauert hat, bis Frau Merkel das einsehen musste.
Richtig bewusst wurde es Frau Merkel erst, als sie selbst von Erdogan mehrfach als Nazi bezeichnet wurde.
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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon jessica » 22. März 2017, 11:16

Was ja dann noch dazukommt, ist, dass in sehr vielen Moscheen sehr viele von der IS sind, und die Lehren dort verbreiten.
Dass nun einmal sehr viele junge Deutsche zum Islam übergetreten sind, und auch nach Syrien sich aufgemacht haben, um dem IS beizutreten und als Kämpfer dort ausgebildet wurden, ist ja wohl nicht von der hand zui weisen.
Fakt ist ja nun einmal, dass die Moscheen für die moslemischen Mitbewohner sind, die ja wohl hauptsächlich aus der Türkei kommen.
Wie ist es dann möglich, dass dort so viele von der IS sind, und dort junge Menschen aus Europa als Kämpfer für die IS holen?
Besteht da vielleicht ein Zusammenhang mit der Türkei, weil Erdowahn sich in Europa festsetzen will?
Ganz ausschließen kann man dies nach den ganzen Vorfällen in der Vergangenheit wohl ja nicht.
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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 23. März 2017, 01:31

An Jessicas Gedanken zum Thema Erdowahns Verhältnis zum IS könnte was Wahres dran sein. Wir haben ja schon im letzten Jahr über Erdowahns seltsamen Umgang mit dem IS geschrieben, da hat er z.B. die syrischen Kurden bei ihrem Kampf gegen den IS aktiv behindert (Stichwort Kobane). Und wir haben auch schon in Betracht gezogen, dass der Wilde den IS als nützlichen Spaltkeil bzw. Rammbock sehen könnte, der ihm zwecks Spaltung Europas recht dienlich sein könnte.

Und was seinen Wahlkampf angeht, so fährt er m.E. eine Strategie wie sie durchtriebener nicht sein könnte: Zuerst die Wahlkampf-Auftritte plus der damit verbundenen Phase-2-Provokationen, um Europa zur Gegenreaktion zu bewegen, was dann logischerweise seine Anhänger gegen Europa aufhetzt, da sie ihren Boss ja als Opfer sehen, das die bösen Nazis fertigmachen wollen. Und jetzt, da es ihm aufgrund der kurdischen Gegenreaktionen zu heiß wird, schwenkt er wohl auf die Moscheen um, den die sind bei seiner mittelalterlichen Denke der ideale Ort für einen geräuschloseren Wahlkampf, bei dem er sich nicht mehr als Nazi-Opfer, wohl aber als "von Allah bestimmter Führer" darstellen kann.

lg,

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Zuletzt geändert von Charon am 23. März 2017, 01:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 23. März 2017, 01:38

Hallo Jessica,
welche Rolle Erdogan beim IS spielt das frage ich mich auch. Aber ich kann es drehen oder wenden we ich will, irgendwie will mir nix dazu einfallen.
Aber dass er eine Rolle spielt davon bin ich auch überzeugt.
Dazu würde auch seine jüngste Drohgung passen.
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/erdogan-droht-europ%c3%a4er-bald-nirgendwo-auf-der-welt-sicher/ar-BByAFVr?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP
Weltweite asymetrische Kriegführung? Weltweit?
So viele türkische Auswanderer gibt es nicht im aussereuropäischen Ausland, und auch in Europa sind die Meissten in Deutschland ca. 1,5 Millionen. In Frankreich sollen es etwa halb so viele sein.
Wie viele sich auf Resteuropa verteilen ist mir nicht bekannt, aber das dürfte vergleichsweise eine eher unbedeutende Anzahl sein vermute ich. Ob sich da genügend Leute radikalisieren lassen würden? Das gaube ich so nicht. Man muss schon über einen ausreichenden Pool verfügen um eine genügede Anzahl von (Kämpfern wie Edogan sie vielleicht nennen würde) Terroristen rekrutieren zu können, und wenn die sich vielleicht auch noch in die Luft sprengen sollen,d. h. ein Überleben des Einzatzes ist sowieso nicht vorgesehen? Das macht es ja nicht gerade leichter genug Leute dafür zu begeistern.
Oder aber man vebündet sich, und da ist es unschwer zu erraten wer da wohl die erste Wahl wäre.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 23. März 2017, 01:48

Und nahezu zeitgleich zu dieser aktuellen Erdowahn-Drohung hat es quasi als makabre "Begleitmusik" in London "Bumm !" gemacht: http://www.focus.de/politik/ausland/ter ... 21874.html

Fast schon verschwörungstheoretisch, dieses zeitliche Zusammentreffen.....

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 23. März 2017, 11:02

Hab mir doch gleich gedacht dass es sich bei dem Versprechen keine hochrangigen Politiker mehr nach Europa zu schicken lediglich um ein Lippenbekenntnis handelt.
http://www.focus.de/politik/videos/tuerkischer-wahlkampf-tuerkische-abgeordnete-kommen-trotz-auftrittsverbot-nach-deutschland_id_6820754.html
Es häte mich gewundert wenn es anders gewesen wäre und es hätte aucz allen meinen Erfahrungen de ich bisher gemacht habe widersprochen.
Abmachungen und Verträge wurden nach dieser Erfahrung immer ein wenig zurechtgebogen wie es gerade passsend war.

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Edit, was ich heute Morgen vergessen hatte:
Offensichtlich habe ich den Wilden für cleverer gehalten als er ist?
Hätte er die Moscheen vor seinen Karren gespannt dann wären es mit ein wenig diplomatischem Geschick, guter Planung und Durchführung und ein paar juristischen Kenntnissen viel. unter die Religionsfreiheit fallen lassen können?
Vor allen Dingen aber wäre es für die europäische Öffentlichkeit weniger provokant gewesen, und hätte in diplomatischen Kreisen trotzdem seine Wirkung nicht verfehlt.
Aber möglicherweise will er ja die Wirkung in der Öffentlichkeit, und viel Unruhe unter den Bürgern?
Wie gesagt, man sollte Merkels Politik noch mal überdenken.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 24. März 2017, 01:28

Sogenannte "Ungläubige" darf man belügen, von daher sind irgendwelche Versprechen oder Veträge mit Europäern für Erdowahn nur Schall und Rauch.

Dass er in den Moscheen nichts anleiert wundert mich etwas. Der könnte als Privatmann anreisen und vorgeben, er wolle in der Moschee eigentlich nur beten, und das darf ihm logischerweise keiner verbieten. Und wenn dann aus dem Gebet doch ne Wahlkampfrede wird, dann isses irgendwie auch "von Allah gesegnet" und fällt unter die Religionsfreiheit, denn in Erdowahns wundersamer Welt des Mittelalters gehören Wahlkampfreden und Gebet irgendwie zusammen und können durchaus ineinander übergehen. Aber womöglich isser von seinem Wesen her eher wie Trump und geht daher viel weniger strategisch vor als wir denken, sondern trampelt rum wie der berühmte Elefant im Porzellanladen. Wir neigen hier leider öfters mal dazu, die Intelligenz Anderer zu überschätzen.

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 28. März 2017, 01:35

Ich denke es wird jetzt wieder Ruhe einkehren denn die Wahl der in Deutschland lebenden wahlberechtigten Deutschtürken ist angelaufen und jede weitere Aktion des Wilden ist damit überflüssig.
D.h. bis z um nächsten mal, und das kann schneller geschehen als man denkt denn sollte unsere Regierung nun begriffen haben mit was man es zu tun hat so kann es doch noch zur Phase 3 der orientalischen Verhandlungstechnik kommen.
Sollte Erdogan nämlich feststellen dass er mit seinem Wahlkampf auf deutsche Boden ziemlich viel diplomatische Verwüstung angerichtet haben und niemand ihm mehr vertraut und infolge dessen man sich in Zurückhaltung gegenüber der Türkei übt, dann wird das Gejaule losgehen.
Aber eigentlich halte ich diese Gefahr für relativ gering denn ich bin noch nicht überzeugt dass man seine Lehren aus den Vorkommnissen der letzten Wochen gezogen hat.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 16. April 2017, 13:46

Wahltag in der Türkei, der grosse Tag des wilden Mannes aus Kurdistan.
Der Tag ist nicht mal zur Hälfte vorbei und schon ist folgende Nachricht quer durch Europa bei uns angekommen:
http://www.spiegel.de/forum/politik/tuerkei-berichte-ueber-schuesse-istanbul-thread-341328-1.html
Meine Güte!!!! :shock: Und dabei gilt Istambul noch als europäisch. Was mag dann wohl in der Provinz erst los sein? :o Wird mans je erfahren was bei den Hinterwältlern so los war heute? :?

Es wird auf jeden Fall wohl ein knappes Ergebnis werden, und sollte Erdogan diese Wahl gewinnen. In dem Falle glaube ich dass Derutschland mit seiner Nachsicht für türkische Propagana in unserem Land wohl nicht ganz unschuldig daran sein dürfte. Es könnte schon das Zünglein an der Waage werden.
Aber warten wir mal ab, vielleicht gelingt es ja den Türken sich im Verlauf des heutigen Tages gegenseitig auszurotten und das Problem welches aus dem Referendum erwachsen könnte löst sich von selbst. :lol: :lol: :lol:

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 17. April 2017, 01:32

Tja, er hat tatsächlich die Wahl knapp gewonnen. So knapp, dass es fast schon dubios wirkt, zumal zuvor in den Medien von einer unfairen Wahl die Rede war, bei der die Nein-Fraktion beim Wahlkampf massiv behindert wurde. Anyway, das riecht nach Unruhen in der Türkei bis hin zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Hoffen wir mal, dass die sich nur in der Türkei gegenseitig die Fresse blutig hauen und das nicht zu uns herüberschwappt !

Und ja, Deutschland könnte das Zünglein an der Waage gewesen sein, denn hier fiel die Wahl eindeutiger aus: http://www.spiegel.de/politik/ausland/t ... 43557.html

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 17. April 2017, 02:27

Ich hätte mir das anders gewünscht, aber genau das befürchtet, auch weil ich Erdogan durchaus zutraue dass er bei dem Wahlergibnis notfalls auch ein bisschen nachgeholfen hätte. Und genau das wirft ihm die Opposition auch vor.
Nur mal ganz ehrlich: Wenn ich mir die Wahlergebnisse bei den in Europa, also den Türken die seit Jahrzehnten in Demokratien leben, die zu einem grossen Teil sogar hier geboren sind so anschaue? Dann kann ich mich nicht der Erkenntnis erwehren dass die meissten Türken die Demokratie nicht wirklich wollen, und auch gar nichts mit so einer Staatsform anfangen können.
Ein dreifach Hoch, aber nicht auf den Sanitätsgefreiten Neumann, sondern auf unsere Integrationspolitik der letzten 50 Jahre.

Jedenfalls bin ich nun gespannt wie es weitergehen wird, in der Türkei, was die europäische Aussenpolitik dazu meint, und ganz besonders wie die deutsche Politik nun damit umzugehen gedenkt.
Ob sie wie üblich immer noch an den Tatsachen, u. A. die dass muslimisch geprägte Staaten nun mal eine völlig andere Auffassung von der Demokratie und ihren Werten haben, Tatsachen die nun von der Türkei aus in aller Deutlichkeit geschaffen worden sind, vorbeizureden gedenkt?
Ob Merkel nun immer noch rumtönt dass der Islam zu Deutschland, und damit natürlich auch zu Europa gehört wenn Erdogan beginnt mit Hilfe von Hinrichtungen wieder mehr Platz in seinen Gefängnissen zu schaffen? Es werden nämlich immer noch sehr viele leute zu verhaften sein.
Da ist noch die ganze Opposition die das Wahlergebnis Bzw. dessen Lauterkeit in Frage stellt und auch schon angedroht hat dagegen zu klagen.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 25. April 2017, 01:53

Das Referendum ist gerde mal ne Woche her und schon gehts los, und dabei tut man so als ob nichts gewesen wäre
http://www.focus.de/politik/videos/tuerkei-in-finanzkrise-bei-g20-gipfel-vize-regierungschef-simsek-wirbt-um-deutsche-wirtschaftshilfe_id_7016578.html
D as war aber nicht anders zu erwarten denn Deutschland hat vor dem Referendum vor der Türkei gebuckelt, warum sollte das nach dem Referend um denn anders sein?
So jedenfalls nach türkischem Verständnis

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon jessica » 26. April 2017, 09:54

Irgendwie ist es doch einfach nicht zu verstehen, dass 2/3 der hier wohnenden Türken für das Referendum gestimmt haben.
Jahrzehntlang haben die hier gewohnt, konnten oder wollten sich hier nicht intrgieren, wollen aber die orteile hier kassieren, und stimmen über ein sagen wir mal für ein fremdes Land ab, obwohl sie ja dort gar nicht mehr wohnen.
Mir scheint, dass diese Türken hier nicht zufrieden sind, und daher so gestimmt haben.
Wenn diese Türken doch hier nicht zufrieden sind, stellt sich doch mir eine Frage.
Weshalb gehen die dann nicht in Heimatland zurück, denn hier fühlen die sich doch nicht wohl?
Warum werden schwerstkriminelle Türken nicht in ihr sogenanntes Heimatland zurückgeschickt, und liegen nur dem ehrlichen und steuerzahlenden Bürger auf der Tasche, denn die Allgemeinheit muss ja für die Gefängnisaufenthalte bezahlen?
Irgendwie ist das doch ein Ratenschwanz ohne Ende.
Bedenken wir doch einmal, was in den letzten Jahren als Beispiel in Duisburg Marxloh geschehen ist. Selbst die Polizei traut sich nicht mehr dorthin, weil die Angst um ihr eigenes Leben haben.
Was ist denn dan mit der Intregation, wenn sich diese Türken einfach nicht intrgieren lassen, oder lassen wollen?
Es wird dann nämlich weiter zu Problemen führen, und ich könnte mir vorstellen, dass es zu einer Art Bürgerkrieg hier in Deutschland kommen wird.
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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 26. April 2017, 12:13

Hallo Jessica,
ich glaube so unzufrieden sind sie gar nicht, aber sie tun gerne so um vielleicht noch mehr Freiheiten rauszuschinden. Das hat ja bisher, seit nun mehr 60 Jahren auch immer hervorragend geklappt und mit dem Vorwurf die Deutschen wären Rassisten habe sie sogar recht erfolgreich deutsche Gesetze aushebeln können.
Ein mal das Zauberwort fallengelassen und schon zuckte sogar die Polizei zusammen.
Es ist eine Händlerkultur und wenn man sie gewähren lässt dann werden sie auch weiterverhandeln und zwar so lange bis dem unterlegenen Verhanlungspartner ausquetschen wie ne Zitrone. U. A. mit solchenArgumenten- wenns denn zweckdielich ist... .
Ein einfaches Beispiel:
Man hat es versäumt Erdogan klarzumachen das auf deutschem Boden Propaganda für ein totalitäres System nicht erwünscht ist.
Gerade nicht in Deutschland. Und das wird in dieser Kultur sofort als Verhandlungschwäche interpretiert und wird als sicheres Signal verstanden noch mehr fordern zu können.
Und jetzt kommt das hier:
http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/warum-noch-l%c3%a4nger-warten-sprechen-bereits-seit-54-jahren/ar-BBAndIo?li=BBqg6Q9&ocid=UE07DHP
Nicht dass es hier in diesem Forum irgendwen verwundert, schliesslich haben wir es mehrmals prohezeit.
Nach unserem Verständnis ist es nach den Geschehnissen der letzten Wochen und Monaten ne Dreistigkeit, kaum dass der Rummel grade mal 2 Wochen vorbei ist mit einem solchen Anliegen an die Eu heranzutreten? Gerade so als ob nichts geschehen ist?
In unserer Kultur ist das einfach nur ne Peinlichkeit die Erdogan sich da leistet, aber nach deren Verständnis nicht, mit denen kann mans machen, das haben wir vklar signalisiert.
Es hat doch schliesslich den ganzen Wahlkampf geklappt, warum also sollte das jetzt nicht mehr klappen?
Man hätte wie die Holländer wenigstens ein einziges Mal Flagge zeigen müssen, aber das hat man genau so versäumt wie übrigens immer.
Und als man anfing seinen Unwillen auch mal zu äussern ging das Rassismusgehetze bei Erdogan los, und dabei war der sich für gar nix zu schade- auch wie immer.

In einem Punkt jedoch hat Erdogan recht, die Eu steht kurz vor dem Zusammenbruch. Aber diese Meldung ist auch nicht neu, sondern ich glaube sie ist das erste Mal vor etwa 1 1/2 Jahren bei uns hier aufgetaucht.
Aber die EU mit Hilfe der Türkei retten?
Da zahlen wir drauf, und das ist sicher, das ist ne Händlerkultur, denen sind wir nicht gewachsen.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 30. April 2017, 02:04

Gabriel fordert Visafreiheit für türkische Erdogangegner.
https://www.welt.de/politik/deutschland/article164095505/Gabriel-fordert-Visa-Freiheit-fuer-Erdogans-Gegner.html
Nicht dass man diese Forderung ernst nehmen kann oder sollte, schliesslich ist Wahlkampf. Aber für den Wilden ist alleine diese Forderung zu stellen praktisch ein Schlag ins Gesicht, zeigt es doch klar seine Position un Deutschland und der Eu.
Und ausserdem möchte ich bemerken das Erdogan noch in ganz anderer Weise zugeschlagen hat mit seinen Nazivorwürfen Deutschland betreffend.
So bizarr dieser Vorwurf auch war, so war es doch ein Schlag unter die Gürtellinie. Der hat zwar nicht getroffen, aber ich meine das wie so oft alleine der Wille auf alleruntersten Niveau zu verletzen zählt.
Man sollte sich keinesfalls auf dieses Niveau begeben, aber so kleine Sticheleien nur um klarzumachen dass er den Bogern überspannt hat?
Was soll daran denn verkehrt sein wenn man ihm auf diese Weise mal endlich begreiflich macht das er sich so was besser nicht leisten sollte?
Das ist nämlich eines Europäers unwürdig!

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 3. Mai 2017, 02:25

Man glaubt es ja nicht wirklich.
Man sollte eigentlich annehmen das Erdogan nun gar kein Interesse mehr an der EU hat, denn wie sonst kommt er auf die Idee dass er in der Verhandlungsposition ist ein Ultimatum stellen zu können?
Will er sein türkisches Gesicht zu wahren ?
Dort ist ja nun mal vieles mit für uns Mitteleuropäer völlig unverständlichen Ehrbegriffen verbunden. Will er aus den Verhandlungen ausscheiden indem er es so darstellt dass man ihn mehr oder weniger rauswirft? Da kann er ja nix dafür und kann sich wie landesüblich weinerlich in einer Opferrolle darstellen und sich publikumswirksam ausgiebig im Selbstmitleid suhlen? (Das würde dann zur Phase 3 gehören)
http://www.handelsblatt.com/politik/international/gabriel-gegen-erdogan-die-zeit-gegenseitiger-ultimaten-muss-vorbei-sein/19743696.html
Mal schauen was als nächstes geschiet, aber ich denke er hat gar kein Interesse mehr sondern es geht ihm nur noch darum bei seinen Wählern gut auszusehen.
Gabriels Antwort jedenfalls ist klar alle Punke der EU Forderung der müssen erfüllt werden, und das ist nach dem Referendum eigentlich unmöglich.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 4. Mai 2017, 01:22

Wie heißt es doch so schön ? Reisende soll man nicht aufhalten. Also tschö, Erdogan.

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Charon » 6. Mai 2017, 01:14

Erdowahn plant wohl als Nächstes ein Referendum zum Thema Todesstrafe. Sollte dieses tatsächlich stattfinden, so hoffe ich, dass die deutsche Politik diesmal entschieden Flagge zeigt und Werbeveranstaltungen für die Todesstrafe auf deutschem Boden verbietet. Alles Andere würde nun wirklich dem Fass den Boden ausschlagen !

http://www.faz.net/aktuell/politik/tuer ... 02054.html

lg,

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Re: Neues vom Wilden in Kurdistan

Beitragvon Elviera » 11. Mai 2017, 02:04

Eigentlich erstaunlich dass der Wilde nicht wieder unter der Decke klebt.
http://www.focus.de/politik/videos/wegen-putsch-verfolgung-deutschland-gewaehrt-tuerkischen-soldaten-erstmals-asyl_id_7102595.html
Zumal ja einige ziemlich hochrangige Leute darunter sind die so einiges wissen dürften was nicht jeden was angeht.
Möglicherweise hat er genug mit Onkel Donald zu tun der seine ganz besonderen Freunde, die Kurden, mit Waffen zu beliefern gedenkt?
Leicht vorstellbar dass Erdogan das mit einigem Unwohlsein zur Kenntnis genommen hat, denn üer kurz oder lang könnten diese Waffen auch mal auf ihn gerichtet werden. Da sind noch so einige Rechnungen offen
Nächste Woche steht ja ein Höflichkeitsbesuch in dden USA an, mal schauen was draus wird und ob er sich dort auch in der gewohnten Weise aufplustert.

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