BGH FzM Ts Die Mutter ist und bleibt die Mutter

Soweit sie Ts betreffen

BGH FzM Ts Die Mutter ist und bleibt die Mutter

Beitragvon Elviera » 15. Dezember 2017, 02:36

Obs uns passt oder nicht, die Gesellschaft ist nun mal dual.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bgh-beschluss-frau-zu-mann-transgender-ist-fuer-kind-die-mutter-a-1169737.html

Und ehrlich gesagt weiss ich nicht wie man dieses Problem auch nur einigermassen vernünftig lösen kann.

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Re: BGH FzM Ts Die Mutter ist und bleibt die Mutter

Beitragvon Goldmarie » 15. Dezember 2017, 14:21

Tja. Schwierig. Es ist letzten Endes eine Frage der Definition; Was ist "Vater", was ist "Mutter"? Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht, wurde ja auch gar nicht verlangt. Und dass der Eintrag zweier Mütter oder zweier Väter unbefriedigend ist, ist auch klar. Wer hat denn nun das Kind geboren? Problematisch finde ich allerdings die Entscheidung, dass der alte Name eingetragen werden muss. Der existiert rechtlich doch gar nicht mehr.

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Re: BGH FzM Ts Die Mutter ist und bleibt die Mutter

Beitragvon Elviera » 16. Dezember 2017, 01:41

Das ist ja eines der vielen Probleme. Zwar Ist die Mutter jetzt der Vater, aber zum Zeitpunkt der Geburt war die Mutter die Mutter. Und ein Kind hat nun mal den Anspruch auf den Namen seiner Vorfahren, und zwar auf den Namen der zum Zeitpunkt der Geburt der Name war.
So ganz wird man den alten Scheiss wohl nie los, wie man hier wieder mal sieht.

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Re: BGH FzM Ts Die Mutter ist und bleibt die Mutter

Beitragvon Goldmarie » 16. Dezember 2017, 17:17

Wenn ich das richtig verstanden habe, war in diesem Fall zum Zeitpunkt der Geburt VÄ/PÄ längst erledigt, er hatte das Testo abgesetzt, um schwanger werden zu können, und dann hat tatsächlich ein Mann ein Kind geboren. Also - ehrlich gesagt - es soll ja jeder nach seiner Façon selig werden, aber ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, dass ein Mann ein Kind austragen will. So entsteht das Dilemma. für das es keine Lösung gibt.

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Re: BGH FzM Ts Die Mutter ist und bleibt die Mutter

Beitragvon Charon » 4. Januar 2018, 16:36

Hier ein ähnlich gelagerter Fall. Auch hier urteilt das Gericht eindeutig: https://www.welt.de/vermischtes/article ... l#Comments

lg,

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Re: BGH FzM Ts Die Mutter ist und bleibt die Mutter

Beitragvon Goldmarie » 4. Januar 2018, 19:50

Tja, manche Menschen wollen partout die Quadratur des Kreises erzwingen. Aber so wie in der Mathematik gibt es auch hier nur Näherungslösungen.
Ich habe mich damit abgefunden, dass ich in den Geburtsurkunden meiner Kinder als Vater mit dem alten Namen eingetragen bin, das hat ja damals auch gestimmt und kann nicht geändert werden.
Ich brauche diese Geburtsurkunden ja niemandem zu zeigen, von daher tangiert mich das auch nicht mehr.

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